Beiträge von Lucius Annaeus Florus Minor

    Habe hier viel Gutes gelesen und gebe meinen Senf daher nicht mehr dazu.


    @Advokaten: Jeder Senator sollte eigentlich in der Lage sein einen Fall zu vertreten. Wie gut ist eine andere Frage, aber jeder Senator kam historisch automatisch als Advokat in Frage.

    Ich musterte den Sklaven von oben bis unten. Er war frisch gemacht und die Tunika stand ihm besser als die alten Lumpen, welche ihm der Sklavenhändler gegeben hatte. Das gefiel mir und so konnte man ihn auch brauchen.


    Hast du heute schon das Schreiben geübt? fragte ich ihn zum Start. Ich wollte wissen, ob er sich anstrengte, oder ob er es eher locker angehen liess.


    Ich wartete jedoch nicht auf eine Antwort und fuhr gleich fort. Wenn wir hier fertig sind, dann möchte ich, dass du diesen Brief zur Casa Furia bringst. Dort lebt ein Klient von mir. Furius Saturninus. Das ist einer der Männer, der bei mir auf dem Sklavenmarkt war. Nicht der, der dich auspeitschen lassen wollte, sondern der andere. Ich möchte, dass er deine Dienste ebenfalls in Anspruch nehmen kann. Das wird nicht einfach, du kannst ja nicht an zwei Orten gleichzeitig sein, aber ich bin mir sicher, dass mein Klient und ich eine Lösung finden werden, welche beiden zu Gute kommt.


    Dann übergab ich ihm den Brief, gefaltet und gesiegelt, so dass er ihn nicht lesen konnte:


    An Furius Saturninus

    Von Lucius Annaeus Florus Minor


    Mögen meine Worte dich bei guter Gesundheit und mit viel Freude im Herzen finden, sei gegrüsst.

    Der Überbringer dieses Briefes ist der Sklave Ancillus, den ich vor einigen Tagen auf dem Forum vor deiner Nase weggekauft habe.


    Ich hatte den Eindruck, dass auch du auf der Suche nach einem Sklaven warst. Ich biete dir daher an, diesen Mann auch in deinen Dienst zu stellen. Ich bin sicher, dass wir eine Lösung finden, wie er uns beiden nützlich sein kann. Ich verbringe ja die Morgenstunden nach der Salutatio jeweils im Senat. In dieser Zeit kann er durchaus in deinem Dienst stehen. Nach der Arbeit im Senat, in den späteren Abendstunden wäre er für mich wieder nützlich bis zum nächsten Morgen nach der Salutatio.


    Wenn du dieses Angebot annehmen möchtest, dann kommt der Sklave nicht umgehend zurück zur Domus Annaea sondern steht dir heute zur Verfügung, damit du ihn kennenlernen kannst. Ansonsten schickst du ihn mit deiner Antwort wieder zurück.


    Mit den besten Wünschen für dich, Lucius Annaeus Florus Minor


    Du kennst den Weg zur Casa Furia? Dort meldest du dich und teilst dem Furius Saturninus mit, dass dieser Brief von mir nur persönlich an ihn abgegeben werden darf. Dann wartest du, welche Anweisungen du von ihm erhältst. Fragen?

    Ich hatte mir die ganze Situation am Sklavenmarkt nochmals durch den Kopf gehen lassen und war zum Verständnis gelangt, dass ich vielleicht meinem Klienten Saturninus keinen Gefallen getan hatte, als ich versuchte den Octavier auszustechen. Daher entschied ich mich, ihm zu schreiben.


    ANCILLUS! rief ich nach getaner Arbeit und wartete darauf, dass sich der Neue melden würde.

    Respekt kann man sich auch selbst erarbeiten, oder ihn auch verlieren.


    Wir sind ein historisches Rollenspiel, keine Fanfiction. Das war früher auch nicht anders. Der Mann erarbeitet seinen Titel, Frau bekommt ihn dann vom Mann. Natürlich sucht sich dann der Senator ganz genau aus, wen er ehelicht.

    Das ist so nicht ganz korrekt, es kommt auf dem Ordo und der Epoche an.

    Und wenn es so wäre, warum dürfen dann Frauen am Kaiserhof als Proconsul arbeiten?

    Weil die Frauen hier im IR so lange Gemeckert haben, es gäbe für sie keine Spielmöglichkeiten und sie möchten nicht bloss "Heimchen am Herd" spielen, bis wir ihnen vor zig Jahren einmal diese Möglichkeit eröffnet haben, im vollen Wissen darum, dass es nicht historisch ist.


    Wenn das nicht ausreicht, dann können wir es gerne voll historisch machen!


    *genervt ist*

    Ich glaube, dass ihr das Problem nicht versteht. Eine männliche ID, die den Ordo Senatorius anstrebt, kann alles "rein" Sim-on erspielen. Eine weibliche ID muss hingegen sim-off abklären, ob überhaupt eine ausgespielte Heirat in Frage kommt. Oder kann man sim-on jemanden zum Heiraten zwingen? Laut den Sim-Off-Regeln, nicht.

    Das ist richtig, ich verstehe das Problem nicht.


    Da der Ordo Senatorius einer Frauen-ID rein gar nichts bringt, warum soll sie denn "scharf" darauf sein oder ihn für irgend etwas "brauchen"?


    2. müssten sie bereits verheiratet sein, es war eine Pflicht verheiratet zu sein

    Ist das auch im IR Gesetz? Denk daran, dass römische Gesetze nur dann im IR gültig sind, wenn sie explizit als gültig befunden und eingesetzt wurden!

    Ich zitiere mich einmal selbst:


    Den Frauen bringt der Ordo Senatorius eh nicht wirklich einen Vorteil! Na gut, sie können sich damit brüsten und im Spiel herumstolzieren, weil sie einen Vater haben, der etwas erreicht hat oder einen entsprechenden Ehemann, aber einen wirklichen Spielvorteil haben sie damit nicht. Den cursus honorum dürfen sie ja eh nicht beschreiten.


    Man kann den Ordo seines Vaters nur dann erben, wenn der Vater bei der Geburt des Kindes noch lebt und im Spiel aktiv ist:

    IV - Möglichkeiten der Standeserhebung


    Hier trifft das nicht zu.

    Wer hat sich denn diese Regelung ausgedacht? Die ist ja historisch so überhaupt gar nicht korrekt. Auch Ingame nicht vollziehbar, ... wer sagt, dass der Vater bei der Geburt seiner Tochter bereits tot war?

    Historisch gesehen waren Frauen gar nie wirklich im Ordo Senatorius, denn das würde ja bedeuten, dass sie Senatorinnen werden konnten, was nicht der Fall war. Sie waren immer bloss das "Anhängsel" eines Senators oder einer senatorischen Familie.


    Die Regelung zielt darauf hin, dass man sich nicht einfach mit dem richtigen verstorbenen Vater einen massiven Startbonus abholen kann, sondern dafür eben die Zustimmung eines lebenden Vaters benötigt. Sonst könnte ja jeder einfach kommen, sich über einen verstorbenen Vater einen Ordo geben lassen und ohne einen Finger zu krümmen einfach mit dem cursus honorum einsteigen. Das ist nicht erwünscht.

    Den Frauen bringt der Ordo Senatorius eh nicht wirklich einen Vorteil! Na gut, sie können sich damit brüsten und im Spiel herumstolzieren, weil sie einen Vater haben, der etwas erreicht hat oder einen entsprechenden Ehemann, aber einen wirklichen Spielvorteil haben sie damit nicht. Den cursus honorum dürfen sie ja eh nicht beschreiten.

    Man kann den Ordo seines Vaters nur dann erben, wenn der Vater bei der Geburt des Kindes noch lebt und im Spiel aktiv ist:

    IV - Möglichkeiten der Standeserhebung


    Hier trifft das nicht zu.

    Wer hat sich denn diese Regelung ausgedacht? Die ist ja historisch so überhaupt gar nicht korrekt. Auch Ingame nicht vollziehbar, ... wer sagt, dass der Vater bei der Geburt seiner Tochter bereits tot war?

    Historisch gesehen waren Frauen gar nie wirklich im Ordo Senatorius, denn das würde ja bedeuten, dass sie Senatorinnen werden konnten, was nicht der Fall war. Sie waren immer bloss das "Anhängsel" eines Senators oder einer senatorischen Familie.


    Die Regelung zielt darauf hin, dass man sich nicht einfach mit dem richtigen verstorbenen Vater einen massiven Startbonus abholen kann, sondern dafür eben die Zustimmung eines lebenden Vaters benötigt. Sonst könnte ja jeder einfach kommen, sich über einen verstorbenen Vater einen Ordo geben lassen und ohne einen Finger zu krümmen einfach mit dem cursus honorum einsteigen. Das ist nicht erwünscht.

    Genau. Ich habe versucht, die Idee von Saturninus, welche genau auch meine Meinung trifft, als Regel zu formulieren.

    Als Crispina mit Mella hinzukamen, stellte ich auch diese vor.


    Dies ist Annaea Crispina. Sie ist eine Cousine von mir und lebt ebenfalls in der Domus. Ihre Dienerin Mella erledigt für sie die meisten Aufträge. Dennoch kann es sein, dass auch sie einmal deine Hilfe benötigt.

    Mit Freude nahm ich zur Kenntnis, dass Ancillus tatsächlich der richtige Name war und der Mann nicht das Pech hatte, von seinem früheren Herrn einfach zu dessen Belustigung umbenannt worden zu sein.


    Gut Ancillus, dann werden wir dich ebenfalls so nennen. Hier, nimm diese Kleidung. Du darfst sie nachher in aller Ruhe in den Unterkünften der Sklaven anziehen.


    Die Sklavin übergab das Bündel. Tunika, Gürtel, Schuhe.


    Ich möchte zudem, dass du dich täglich im Schreiben übst. Da du bereits lesen kannst, sollte das nicht mehr ganz so schwer sein. Nimm diese Tabula und den Stilus und übe fleissig.


    Ich übergab ihm eine doppelte Wachstafel mit offener Schnürung, also so etwas, was auch die Schüler auf dem Forum als "Übungshefte" für ihre Schreibübungen nutzten, nicht eine offizielle Tafel mit versteckter Schnürung, wie sie für Dokumente benutzt wurde.

    Meiner Meinung nach sollte ein NPC in einem Stammbaum eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllen:


    1) Entweder: Er/Sie trägt einen Namen, der eindeutig zu keiner anderen Gens im IR gehört und ist somit lediglich durch den simOFF-Verwalter der betroffenen Gens zu genehmigen.


    2) Oder: Es ist eine von beiden betroffenen Gentes gemeinsam abgemachte und durch beide simOFF-Verwalter mit Zustimmung signalisierte NPC-Verbindung zwischen zwei Gentes.


    Altlasten können wir natürlich nicht mehr entfernen, das ist klar, aber für die Zukunft hätte man klare Verhältnisse mit einer so einleuchtenden und klaren Regelung.

    Ancillus warf sich rasch die alte und unansehnliche Tunika über um nicht länger nackt zu sein.

    Noch immer sprach sein neuer Herr und Gebieter mit dem Sklavenhändler. Schweigend und mit zum Boden gekehrtem Blick, um nicht gleich als frech zu gelten, stand er da, machte Platz für die Gehilfen des Händlers und wartete ab was weiter geschehen werde .Mit verstohlenen Blicken taxierte er die anderen Sklaven, und ober aus deren Mienen spiel Häme oder Neid erkennen könnte. Eine Reaktion, die ihm zeigen würde wie die anderen sein Schicksal einschätzten.

    Aber aus deren Mienen spiel war nichts erkennbar. Auf dem Verkaufspodest war jeder sich selbst der Nächste. Heimlich immer wieder taxierte er seinen neuen Herrn.

    Ich beendete das Geschäft mit dem Händler. Immer eine Freude, Titus Tranquillus!

    Dann wandte ich mich dem neuen Sklaven zu. Folge mir, wir gehen jetzt in die Domus Annaea. Merke dir den Weg gut, du wirst ihn bald schon alleine öfters zurücklegen müssen. Solltest du dringende Fragen haben, so darfst du sie mir auf dem Weg stellen, ohne auf meine Aufforderung zu warten.

    Ich ging dann voraus die Treppen des Podiums hinunter, verabschiedete mich ausnahmsweise nicht bei Furius Saturninus, der in der Zwischenzeit bereits in ein Gespräch verwickelt war und schritt voran in Richtung der Domus Annaea. => ~ Peristylium ~ - Seite 5 - Domus Annaea - Imperium Romanum (imperium-romanum.info)

    Der neue Sklave


    Im Peristylium der Domus liess ich dann die Familie zusammen kommen, zumindest die, welche gerade anwesend waren. Dies waren natürlich nie alle, auch nicht bei den Sklaven, aber es war wichtig, dass der Neue direkt möglichst viele Leute kennen lernte.


    So, da sind wir also in der Domus Annaea. Dein Name ist Ancillus? Ist dies der Name, den dir dein früherer Herr gegeben hat, oder dein richtiger Name? Wir wollen ja, dass du auch hörst, wenn wir dich rufen.

    Doch nun zu deiner ersten Aufgabe. Du wirst dich zuerst mit dem Aufbau der Domus bekannt machen, damit du die gewünschten Räume schnell findest. Deine Aufträge wirst du in Zukunft von allen Mitgliedern der Familie erhalten, auch wenn du offiziell mir gehörst. Dies hier ist meine Frau, Iulia Stella. Sie ist offiziell die Domina des Hauses und du wirst sie auch mit Domina ansprechen. Mich sprichst du entweder mit Dominus oder mit Senator an.


    Dabei streckte ich meine Hand aus, als Zeichen für Stella, sich vorzustellen.

    Bei den Repräsentanten des Senates, also im vorderen Teil des sich formierenden Umzuges, fand auch ich mich ein. Der Wahlkampf pausierte für eine so wichtige Aktion, jedoch wäre es natürlich Futter für die Gegner, wenn man nicht dabei wäre. Ausserdem war ich über eine freie Stelle bei den Augustales informiert worden, welche ich sehr gerne für mich ergattern wollte. Ein Grund mehr, sich an entsprechenden kultischen Aktivitäten zu beteiligen und so die Verbundenheit mit dem Kult verstorbener Kaiser zu beweisen.


    Ich grüsste die mir bekannten Personen, tauschte einige Informationen und Nettigkeiten aus, bewunderte die Qualität der Abbilder der flavischen Kaiser und begutachtete die Opfertiere, welche zweifellos der Pontifex Flavius Gracchus ausgesucht hatte.

    Der Priester wiederholte die Gebetsformel und unseren Wunsch, die Unterstützung für unseren Wahlkampf zu erlangen. Danach legte er einige Apfelschnitze in die Opferschale und schubste sie mit einem Finger behutsam in die heisse Glut. Es zischte und pfiff, als die heisse Glut das Fleisch der Schitze versengte und die Flüssigkeit verdampfte. Noch immer stieg der Dampf beinahe senkrecht nach oben.


    Ich wiederholte die Handlung, wie es zuvor abgemacht worden war.


    Dasselbe geschah danach mit den Myrtezweigen.