Natürlich hatte Tacitus recht. Er hatte schon immer so einen klaren Blick auf die Dinge, die ihr, als Frau, eben verwehrt blieben, auch wenn sie es nachvollziehen konnte. Aber natürlich war ein Familienoberhaupt in einer gewissen Verantwortung. Sie nickte bei seinen Ausführungen. "Da hast du wohl recht. Aber ich wäre auch in einem kleineren Heim mit einem Vater zufrieden gewesen." Status war nicht alles, und die Anwesenheit eines Vaters und einer Familie nicht zu ersetzen. Letztlich aber war man nicht hier, um über Verstorbene zu sprechen, auch wenn die Umgebung es hergab.
Tacituas war dermaßen gebildet, dass es einem Zuhörer Angst einflößen konnte, weil er zu jedem Thema soviel zu sagen hatte. Matidia war unwahrscheinlich stolz auf ihn, aber da es ihr Bruder war, war alles sehr viel einfacher. Sie lehnte sich an ihn und lächelte. "Ich glaube, das gefällt mir. Ich helfe die gerne, das Leben neben all' den Regeln zu sehen.", lachte sie. Hach, Tacitus war großartig. "Danke, großer Bruder. Und wenn nicht, trinken wir ein wenig des germanischen Weines. Der ist auch wirklich sehr ... erheiternd." Pallus der Gladiator war immer noch angeschlagen. Ob das etwas für ihren Bruder wäre?