Beiträge von Duccia Venusia

    Die Bilder waren nicht so einfach aus dem Kopf zu bekommen und erinnerten sie an so vieles. Es war nicht das erste abgebrannte Haus, dass sie sah. Es gab da schon einige mehr. Aber es war das vierte Mal, dass ihr Haus brannte oder abgebrannt war.
    Sie hatte sich in ihren Raum zurück gezogen und saß am Fenster, die Beine dicht an sich gezogen. Auf dem Weg von den Resten ihrer Casa hierher zurück waren ihr so viele Bilder vor Augen gekommen. Dinge, die sie meinte unter Kontrolle zu haben. Doch die Vergangenheit schien sie immer wieder einzuholen. Wieder waren es Menschen aus dem eingenen Volk, die ihr Heim zerstörten. Die Casa hier in Confluentes stand oft leer, aber dennoch war sie das Heim der Familie gewesen. Immer wieder hatte sie die brennenden Hütten des Überfalls damals gesehen als sie fliehen mussten weil die Chauken das erreicht hatten, was sie immer wollten. Dann ihr Dorf in Britannien was den Räubern zum Opfer fiel um abschließend in einem großen Flammenmeer zu enden.
    Immer und immer wieder war da auch eine Frage. Die nach dem Warum. Warum hatte man ihre Casa angezündet. Warum hatten die Germanen, ihnen als ebenfalls Germanen dies angetan. Nur weil sie inzwischen zu den Römern gehörten? Wieso hasste man sie so sehr. Es gab doch noch andere Germanen, die inzwischen Römer waren und sie veruschte doch immer zuvermitteln. Langsam stiegen ihr Tränen in die Augen und suchten sich ihren Weg die Wangen hinab. Schließlich barg sie ihr Gesicht auf ihren Knien und versuchte eine Antwort für das alles zu finden...

    Venusia streichelte das Tier einen Moment weiter und überlegte dann kurz.
    Wir werden sicher einen schönen Namen für dich finden.
    Sie hatte schon diese oder jene Idee, aber sie wollte einen Namen nicht übereilt vergeben.
    Vielen Dank noch einmal,
    sagte Venusia lächelnd und klopfte dem Pferd sachte den Hals, welches sie nun dafür ein wenig antubste...

    Wirklich sehr gut gelungen.
    Das musste Venusia ehrlich zu geben.
    Wir werden dann einmal am günstigsten aus dem Weg gehen. Hast du dir eine besondere Sitzordnung gedacht oder dürfen wir uns setzen wie wir wollen?
    Wenn sie hier am Eingang stehen bleiben würden, kämen ja die anderen nicht nach.

    Bisher hatte Venusia nur davon gehört. Doch jetzt, ein paar Tage nach dem Geschehen und nur kurz nach ihrer Ankunft in Confluentes, wollte sie sich das Geschehene selbst anschauen. Es war ein furchtbarer Anblick. Nur die Umgebung ließ darauf schließen, dass hier einst ein Gebäude stand. Ansonsten war kaum noch etwas übrig. Es war alles verkohlt, schwarz und nichts mehr zu retten. Einzig die Nachricht, dass es keinen Verletzten oder gar Toten gab, war gut gewesen, sehr gut sogar. Sie würde bei ihrer Rückkehr Valentin dies hier schildern. Doch nun musste sie erst einmal hier fort. Den Anblick konnte sie nicht länger ertragen...

    Ich gebe dir recht, dass in Confluentes etwas getan werden muss und ich finde es sehr gut von dir, dass dein Einkommen der Stadt zu Gute kommt. Doch sollte man nicht bei der Verwaltung anfangen etwas zu tun sondern beim Stadtleben simulieren. Ein guter Weg ist es unten anzufangen und nach oben hinzuarbeiten. In einer Stadt in der sich Leben entwickeln muss, entwickelt es sich nicht durch einen Stadtrat. Feste, Marktleben...Ich gebe zu, dass es hier wohl eine Weile ein mit sich selbst simmen sein wird...aber das mussten wir alle mal und vielleicht magst du mal den germanischen Händler in Mogontiacum fragen ob er nicht in Confluentes auch simmen möchte und vielleicht verläuft sich dann ja auch mal jemand an den Stand... Zum Beispiel auch mit einschreiten wenn in der Stadt eine Casa abbrennt und die Vigilen simmen oder die Germanen durch die Stadt marodieren. Es gibt immer wieder Ansätze, die man packen muss und sollte...

    Also zur Info ;)


    Den Stadtrat und den Ordo Decurionum wird es wohl erst einmal in Städten geben in denen es auch genügend ziviele Personen geben wird. Mogontiacum ist davon eine. Denn wie schon angedeutet, kamen in den Ordo Decurionum meist Offiziere erst dann, wenn sie nciht mehr im aktiven Dienst waren. So lange hatten sie genug mit anderen Dingen zu tun. Kommandanten bzw Ritter waren auch schon während ihrer Dienstzeit dem Ordo zugehörig.


    Dein Engagement für Confluentes ehrt dich, doch wirst du den Stadtrat nicht mit drei Leuten simulieren können von denen noch zwei in der ALA beschäftigt sind. Eine Umsetzung des ganzen rechnet sich erst einmal in Mogontiacum. Hier gibt es genügend Zivile um diesen Ordo simulieren zu können. Der Ordo Decurionum hatte eine Richtmitgliederzahl von bis zu 100 Personen.


    Augustinus ich kann verstehen, dass du unsere Idee in der Curia sehr schnell umsetzen möchtets. Bedenke jedoch bitte die Möglichkeiten, die wir haben und auf Biegen und Brechen etwas aus dem Boden zu stampfen bringt keinem etwas. Der Ordo ist eine finanzielle Verpflichtung, für die Stadt einzustehen und im Notfall auch Kosten zu übernehmen. Kannst du es dir erlauben finaziell Spiele zu auszurichten? Kannst du es dir erlauben Restaurierungen zu bezahlen? Wenn du diesem Ordo beitrittst musst du dies auch ausspielen. Der Ordo soll gelebt werden, mit allem was es umfasst ihm anzugehören.


    Für mich scheint hier etwas auf Biegen und Brechen eingebaut zu werden nur weil wir die Möglichkeit schaffen, doch sehe ich der Zeit hierzu keine Möglichkeiten ihn gezielt umzusetzen. Nennt mich jetzt böse, garstig, pessimistisch...Ich denke jedoch, dass ich genug Erfahrungen sammeln muste um zu sehen, dass Neuerungen gern wie Strohfeuer aufflammen und schnell einschlafen. Ich wünsche mir immer wieder, dass es anders ist. Doch bisher war es das nie. Mein Rat: Alles ganz ruhig angehen und schauen was passiert. Nichts übers Knie brechen. Das bringt nichts weiter als Ärger und Unmut.


    btw: In den Stadtrat kam man über die städtischen Magistraturen. Die Voraussetzungen hierfür waren der Nachweis freier Geburt, das Bürgerrecht der betreffenden Stadt ein Mindestalter von 25 Jahren und die Verfügung über ein Mindestvermögen und die Ausübung einer geachteten Tätigkeit und ein Punkt war noch die Einhaltung der städtischen Laufbahnen.
    Mit diesem Punkt fallen hier schon einmal die militärischen Angehörigen heraus. Ab dem 2. Jahrhundert änderte sich die Zusammensetzung des Stadtrates immer weiter zu Gunsten der Decurionen. Denn die Steuern füllten immer weniger die Stadtkassen und immer mehr ging auf die Taschen der Decurionen über. Aus diesem Grunde wollten sie natürlich ein größeres Mitspracherecht in den Stadtverwaltungen haben. Einst sah die Verwaltung einer Stadt drei Organe vor. Die Magistrate, der Rat und die Volksversammlung. Ab dem 2. Jh. n. Chr. verschob sich die Gewaltenteilung zum Ordo Decurionum. Die Volksversammlung hatte so lang das Recht die Magistrate zu wählen und zu besetzen, der Rat primär eine Beratungs- und Kontrollfunktion der Amtsinhaber. Durch den Ordo wurde der Stadtrat dann mit der Zeit das entscheidende Verwaltungsgremium der Stadt. So gingen bald die rechte der Volksversammlung generell auf den Rat über.
    Das der Hintergrund dazu und eine versuchte Erklärung warum man das mit drei Leuten nur schwer darstellen kann.


    /edit: Punkt zum Stadtrat angefügt

    Diese Unterlagen haben wir auch nicht hier,
    sagte Venusia mit ienem Lächeln.
    Wir fordern sie bei Bedarf in Rom ab und stellen sie dann den Krusteilnehmern zu. Nicht alle Unterlagen wirst du hier finden. Ien großteil wird je nach bEdarf verschickt und koimmt dann hierher wenn sie benötigt werden. Nur die Kurse, die wir selbst halten oder die hier in Mogontiacum abgehalten werrden, weil gerade ein externer Mitareiter der Schola zu gegen ist, wirst du hier finden.
    Es war ga rnicht so leicht bei dem System durchzusehen, aber sie war sich sicher, dass Clara es bald tat. Sie selbst brauchte ja auch ein wenig bis sie alles verstanden hatte und eingearbeitet war.

    In den Ordo Decurionum sollen die jenigen, die sich um ihre Stadt bemühen. Ich denke, dass man davon ausgehen kann, dass dies ein Duumvir tut und dies auch mit dem Privatvermögen tut. Dem Ordo sollen auch die jenigen einer Stadt angehören, die sich für sie einsetzen können und wollen und dies im Notfall auch mit ihrem Vermögen, wenn die Stadtkasse einmal nicht reicht. Dazu müssen Versammlungen abgehalten werden auf denen man die Pläne für Renovierungen, Restaurierungen und Neubauten bespricht. Reicht das Geld der Stadt dafür nicht aus und soll dennoch das Bauvorhaben durchgeführt werden, müssen die privaten Vermögen her. So ist der Gedanke hinter dem Ordo. Wer dies nun tragen kann, kann am besten ein Duumvir entscheiden. Wir können natürlich eine Ausnahmeregelung für die ersten Ernennungen treffen, dass die Mitglieder vorgeschlagen werden und die Curia und/ oder der Legatus Augusti seine Zustimmung dazu gibt, damit man davon ausgehen kann, dass so Anfangsschwierigkeiten ausgemerzt werden. Danach hat der Ordo allein über seine Aufnahmen zu entscheiden.
    Sie hoffte nun einen großen Teil der Fragen erst einmal beantwortet zu haben.

    Sie waren gerettet. Doch für die Casa gab es diese nicht mehr. Sie mussten zu sehen wie das Feuer immer mehr von ihr vernichtete und die Männer nun bemüht waren die anderen Häuser zu schützen damit diese nicht auch noch ein Opfer der Flammen wurden.



    Die Nacht war um und der Morgen graute langsam. Von der Casa war nicht viel mehr zu sehen als eine verkohlte Ruine in der vereinzelte Flammen noch etwas brennbares fanden von dem sie sich ernähren konnten. Der Rauch hatte sich aufgrund des leichten Windes verzogen. Auch hatte man geschafft die anderen Häuser vor einem Übergreifen der Flammen zu bewahren.

    Ich werde so lang das Praetorium unsicher machen und schauen was alles einen neuen Platz bekommen kann.
    Sie folgte mit ihren Augen seinen Weg und sah auch wie er noch einmal die Bilder betrachtete. Es waren sehr schöne Bilder und sie bereute es nicht diese Idee gehabt zu haben...
    Nichts zu danken. Dass du dich darüber freust, ist der schönste Dank, den ich mir vorstellen kann.

    Als Magnus aufstand, erhob sie sich ebenfalls.
    Du musst mir nicht danken. Ich weiß auch, dass dir meine Worte nicht viel geholfen haben. Mir würde sie es zumindest nicht. Dennoch ist es nicht schlecht es dennoch mal gehört zu haben.
    Sie lächelte nun noch ein wenig mehr.
    Und wenn du über egal was auch immer reden möchtest. Hier sind zwei Ohren, die dir immer zuhören werden und jemand, der immer für dich da ist.

    Du konntest es nicht wissen, dass so etwas passieren würde. Wer konnte schon ahnen, dass sich Verbündetete der Hermunduren oder gar welche von denen sich im Wald verstecken würden und deine Männer angreifen. Niemand konnte es wissen oder ahnen. Lade dir keine schuld auf, die nicht deine ist. Hinterher ist man immer schlauer, hinterher weiß man immer besser Bescheid. Doch vorher vertraut man, glaubt man und ist bitter enttäuscht, wenn man so ausgenutzt wird. Doch so schwer es fällt...ich sehe hier keine Schuld. Wir wollen aufeinander zugehen und haben es getan. Dass andere dies so schändlich ausnutzen ist nicht deine Schuld.
    Sie stand von der Lehne auf und hockte sich vor ihn hin, so dass er sie ansehen musste. Venusia lächelte ein wenig und es war ein freundliches und aufbauendes. Sie meinte was sie gesagt hatte und sie mochte gar nicht glauben, dass Modoroks Mannen zu so etwas fähig waren. Er schein wirklich wütend zu sein, wenn er zu solch Taktik griff und dies machte ihr Angst. Schlimm genug, dass er bei den Germanen wütete, die Angriffe auf die Städte, machten es nicht besser....

    Das kann ich gut verstehen und es tut mir leid, dass es so weit kommen musste. Ich wollte dir doch nur erklären warum es eventuell Probleme mit den Germanen geben könnte, damit ihr Schlimmsten falls vielleicht ein wenig vorbereitet seid. Mehr wollte ich gar nicht damit bezwecken.
    Kurz musterte sie ihn und sein Anblick ließ sie kurz innerlich seufzen. Dann stand sie auf und setzte sich auf die Lehne seines Stuhls.
    Machst du dir Vorwürfe,
    fragte sie nun einfach direkt heraus. Denn so wirkte das alles auf sie...

    Immer noch wild darüber nachdenkend, wie sie den Weg für sich nutzen konnten, bekamen sie ihre Retter erst dann mit als diese plötzlich im Atrium standen. Erleichterung stand ihnen ins Gesicht geschrieben und die Freude gerettet worden zu sein. Es gab für sie nun keinen Zweifel mehr, dass auch sie gerettet wurden. Das musste einfach alles so lang halten bis sie draußen waren. Dankbar nahmen sie die Decken ab und legten sich diese um. Da der Rauch immer dichter wurde, entschied man sich dazu noch weniger als nötig zu zögern und die beiden machten sich daran so schnell es ging das Atrium durch diesen schmalen Weg zu verlassen und somit lebend diesem Inferno zu entkommen....

    Zitat

    Original von Duccia Venusia
    Ganz genau hörte Venusia zu um nicht doch noch irgendwo falsch abzubiegen.
    Vielen Dank,
    sagte Venusia und verabschiedete sich freundlich von der Wache und machte sich nun auf den Weg zum Praefecten....


    Das Gespräch war vorbei und sie somit wieder auf dem Weg zurück zur Regia. An der Porta nagekommen, verabschiedetete sie sich freundlich von den wachhabenden Legionären....

    Wenn sie nur einer halben zugestimmt haben und du nun mit zweien patroullieren willst, kann es schon Ärger geben und wenn Modorok hier sein Unwesen treibt erst recht. Ich weiß nicht, ob du von einigen Überfällen auf mattiakische Dörfer gehört hast. Dies wird Modorok angelastet weil er sich für den Verrat im letzten Jahr rächen will. Die Patroullien kann man im schlimmsten Fall auch falsch verstehen. Germanen sind nicht immer einfach und ein verletzter Stolz ist nicht selten Grund für großangelegte Kämpfe...

    Mit lautem Getöse brach nun der letzte Halt des einen Hausteiles zusammen und die brennenden Balken stürzten zu Boden. Die Menschen im Atrium konnten nur fassungslos dastehen und sich das Unglück anschauen. Schnell wurde klar, dass das Haus nicht mehr zu retten war und ein Opfer der Flammen und vor allem derer wurde, die es gedachten anzuzünden. Durch die fehlende Hilfe der Vigilen war nicht mehr viel zu machen gewesen...die Casa würde nur noch ein Häuflein Asche sein, wenn die Flammen keine Nahrung mehr fanden...


    Die zwei Menschen im Atrium bekamen es nun mit der Panik zu tun. Wenn der Rest einstürzte, konnten sie sich nicht mehr retten und so suchten sich nach einem Weg hinaus. Sie hatten keine Decken mehr wie die anderen und der dünne Stoff ihrer Tunika würde ihnen auch nicht helfen können. Doch sie mussten langsam etwas tun... Einer meinte auf einmal einen Weg gefunden zu haben...beim Einsturz des einen Teils waren einige Balken so gefallen, dass sie einen kleinen Gang offenließen wo auch nur wenige Flammen zu sehen waren. Wenn es hielt, man schnell war und die anderen draußen diesen versuchten flammenfrei zu halten, sollten sie entkommen können...Doch wie sollte man den anderen begreiflich machen was man wollte. Es schien fast so als würden die Flammen jedes Wort verschlucken

    Es ging schon mal etwas verwirrend los und endetete dann in einem kleineren Schock.
    Modorok also,
    fragte sie überrascht. Nicht etwas deswegen überrascht, weil er wieder aufgetaucht war sondern überrascht darüber, dass er sich so schnell zutraute wieder Ärger zu machen.
    Es tut mir für fich und deine Männer sehr leid, dass dies passiert ist. Habt ihr herausbekommen ob die Verbündeten mit drin steckten oder wirklich nur Modorok und seine Mannen schuld daran haben.
    Es gab nichts Schlimmeres als wenn sich die Verbündeten nach al den Verhadlungen nun gegen sie stellten. Sie glaubte es nicht, wusste sie doch bestens um das Ehrenwort der Germanen Bescheid, aber man wusste ja nie was Modorok plante und genug Unheil hatte er ja angerichtet.