Menecrates zeigte sich angenehm überrascht, als der Centurio in zwar gelockerter, aber trotzdem ordentlicher Haltung fortfuhr. Er nickte zufrieden nach dessen Versicherung, die gewünschte Liste zu liefern, weil er glaubte zu hören, dass diese zügig kam.
In der Folge erging der Bericht, dessen Inhalt ergiebig war. Bevor Menecrates darauf einging, äußerte er ein Lob. Er hielt es stets so, Zufriedenheit ebenso zu zeigen wie Missstimmung. Weder schob er das eine noch das andere in den Vordergrund. Gute Arbeit und Einstellung wurde belohnt, Schlampigkeit kritisiert.
"Dein Bericht zeigt mir mehr als nur Fakten auf. Er lässt mich wissen, mit welcher Leidenschaft du deinen Posten ausübst, dass du dir Gedanken machst und wie gründlich du bist." Er nickte, was Anerkennung ausdrücken sollte, verweilte dann aber in Schweigen, weil er sich das Gehörte nochmals durch den Kopf gehen ließ.
"Fangen wir vorne an", begann er schließlich. "Von welchem statisch bedenklichen Haus sprichst du? Von der Taverne, wo es die Schlägerei gab oder von unserem Bauobjekt? Letzteres ist - soweit ich weiß - inzwischen gänzlich abgerissen, eben weil die Statik es nicht erlaubt hat, einzelne Wände zu erhalten." Er wusste nicht, welche Renovierung Octavius ansprach. Vielleicht sprachen sie von verschiedenen Gebäuden oder unterschiedlichen Zeitpunkten.
Auf die Antwort wartete er nicht, weil er sofort den nächsten Punkt erörtern wollte.
"Während der Bauphase können wir nichts weiter anbieten, als den bisher üblichen Streifendienst in der Subura zu verrichten. Sämtliche Pläne einer weiterführenden Sicherung des Viertels sind erst nach dem Bezug der Station umsetzbar. Davon sind wir leider weit entfernt. Die Aufräumungsarbeiten sind abgeschlossen. Ich rechne zwar damit, dass der Rohbau zügig Fortschritte machen wird, aber der Innenausbau wird sich ziehen. Wichtig in dieser Phase ist es, die aktuell gewonnenen Erkenntnisse in Berichten festzuhalten, damit sie nicht verloren gehen. Wir können nach dem Bezug der Station dann ohne Verzögerung an die Arbeit gehen, weil der Vorlauf parallel zur Bauphase stattfindet." Er dachte nochmals kurz nach.
"Die Devise Furcht und Schrecken findet keine Anwendung. Alleingänge von übereifrigen Miles müssen im Ansatz verhindert werden. Dafür bürgen und haften die Vorgesetzten. Aktuell und mindestens bis zum Bezug der Station verwalten wir den Status Quo."