Vestibulum | Betreten der Casa nur über diese Türe. Achtung vor dem Hund!

  • Nachdem sein Patron ihm grundsätzlich zugesagt hatte, sich um das Anliegen von Varenus zu kümmern, spazierte Lucius einfach zur Casa Decima - es war ja nicht sehr schwierig, den Stammsitz dieser berühmten Familie zu erfragen. Natürlich hatte er aber alles ordentlich geplant, sodass der Decimer zumindest nicht auf dem Palatin sein würde.


    Es war also später Nachmittag, als er, Armin im Schlepptau, an der Tür klopfte.

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    Klient - Herius Claudius Menecrates

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

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    Ich hatte mich leider ein bisschen verspätet, was daran lag, dass sich mein lieber Sohnemann kurz vor Abfahrt nochmal hatte umziehen müssen. (Memo an mich selbst: Der Licinia konnte ich die Erziehung des Kleinen offensichtlich nicht überlassen. Bei der machte der Bengel ja, was er wollte!) Aber gut, jetzt war ich ja da. Zusammen mit meinem Sohn, den ich von einer Sklavin tragen ließ (die Licinia hatte ich zur Strafe in der Casa Iulia gelassen, wo sie ihren eigenen Sohn verziehen konnte), entstieg ich der nagelneuen Sänfte, die ich zur Hochzeit von meinem Vetter Commodus bekommen hatte. "Du weißt, was du zu tun hast?!", wandte ich mich dann an die zuletzt aus dem schicken Gefährt steigende Person - Memmius Saufeius Tremulus. Der nickte daraufhin nur stumm. Anschließend begaben wir uns allesamt zur Eingangspforte..


    ..wo eine eifrige Sklavin natürlich schon längst angeklopft hatte und der öffnenden Person ankündigte: "Guten Tag! Meine Herrin Sergia Fausta, Postpräfektin von Italia und Klientin des amtierenden Stadtpräfekten Decimus Livianus, ist hier, um - wie angekündigt - ihren Patron, den Consular Decimus Livianus, zu besuchen. Dabei lässt sie sich begleiten von ihrem Sohn Iulius Dives Minor und dem kunstfertigen Saufeius Tremulus." Am Ende dieser Worte meiner Sklavin erreichte auch ich zusammen mit den anderen beiden Gästen die Haustür und erwartete natürlich, dass ich nun ohne große Umschweife samt meiner Begleiter eingelassen wurde. Dafür hatte ich meinen Besuch ja extra vorher angekündigt!

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    Ephialtes


    Tagein, tagaus... rein und raus... so war es seit Jahren gewesen.


    Ephialtes begrüßte die beiden Männern und nachdem sich der Dominus vorgestellt hatte, erkundigte sich Ephialtes bei seinem Dominus, ob der Gast samt Anhang zu empfangen war. Als er daraufhin eine positive Geste erhalten hatte, eilte er geschwind zurück zur Tür.


    "Dominus Decimus Varenus empfängt dich in der Bibliothek. Folge mir bitte einfach dorthin."



    IANITOR - GENS DECIMA

  • Zitat

    Original von Sergia Fausta

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    Ich hatte mich leider ein bisschen verspätet, was daran lag, dass sich mein lieber Sohnemann kurz vor Abfahrt nochmal hatte umziehen müssen. (Memo an mich selbst: Der Licinia konnte ich die Erziehung des Kleinen offensichtlich nicht überlassen. Bei der machte der Bengel ja, was er wollte!) Aber gut, jetzt war ich ja da. Zusammen mit meinem Sohn, den ich von einer Sklavin tragen ließ (die Licinia hatte ich zur Strafe in der Casa Iulia gelassen, wo sie ihren eigenen Sohn verziehen konnte), entstieg ich der nagelneuen Sänfte, die ich zur Hochzeit von meinem Vetter Commodus bekommen hatte. "Du weißt, was du zu tun hast?!", wandte ich mich dann an die zuletzt aus dem schicken Gefährt steigende Person - Memmius Saufeius Tremulus. Der nickte daraufhin nur stumm. Anschließend begaben wir uns allesamt zur Eingangspforte..


    ..wo eine eifrige Sklavin natürlich schon längst angeklopft hatte und der öffnenden Person ankündigte: "Guten Tag! Meine Herrin Sergia Fausta, Postpräfektin von Italia und Klientin des amtierenden Stadtpräfekten Decimus Livianus, ist hier, um - wie angekündigt - ihren Patron, den Consular Decimus Livianus, zu besuchen. Dabei lässt sie sich begleiten von ihrem Sohn Iulius Dives Minor und dem kunstfertigen Saufeius Tremulus." Am Ende dieser Worte meiner Sklavin erreichte auch ich zusammen mit den anderen beiden Gästen die Haustür und erwartete natürlich, dass ich nun ohne große Umschweife samt meiner Begleiter eingelassen wurde. Dafür hatte ich meinen Besuch ja extra vorher angekündigt!


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    Ephialtes


    Ephialtes begrüßte die Präfektin und ihren Tross und bat sie weiter.


    "Der Dominus erwartet euch bereits in seinem Officium."



    IANITOR - GENS DECIMA

  • Sim-Off:

    Hey, Sorry dass es so lange gedauert hat. Scheinbar kam meine PN nie an und dann ging auch schon der Weihnachtstrubel los. Ich schreibe dir hier jetzt einfach mal, du kannst dich ja bei mir melden, wenn du etwas brauchst ;)


    Es war ein herrlicher Tag zum Einkaufen - und einkaufen musste sie. Jetzt hatte sie direkt viel Platz, das musste man ausnutzen! So war der Weg auch dieses Mal wieder der übliche, natürlich würde sie nicht ohne ihre Freundin Lucia shoppen gehen. Die Neuigkeit war allerdings, dass nun auch sie eine Sklavin hatte. Nach all der Zeit alleine war das ein wenig ungewohnt. Aber es war schon einmal gut, dass es jemanden gab die ihre Einkäufe tragen würde! Um ihre Sicherheit machte sie sich allerdings keine Sorgen. Da waren sie doch letztes Mal auch ganz gut davon gekommen. So wollte sie gerade guter Dinge beim Tor hinaus, als sie eine junge Dame, die sich offensichtlich nicht so ganz traute anzuklopfen. Natürlich wusste sie nicht, dass Helena sich tatsächlich gerade überwunden hatte anzuklopfen, als Flaminina einem Wirbelwind gleich herausgestürmt kam. Sofort hielt sie inne und musterte Helena eingehend. "Salve" grüßte sie dann aber auch, ihre Manieren nicht vergessend. "Kann ich vielleicht irgendwie weiterhelfen?" fragte sie dann auch direkt glatt heraus, schließlich schien Helena ein wenig verloren. Das erinnerte sie ganz daran, wie es auch bei ihr vor nicht allzu langer Zeit gewesen war. Und sie hatte sich über jede Hilfe gefreut, die man ihr gegeben hatte. Dies war ihre Chance, diese weiter zu geben.

  • Da war ich also wieder vor der Pforte und beschaute mir nachdenklich das imposante Türblatt, während ich halb kniete und versuchte mit einem trockenen Lappen mein Schuhwerk zu reinigen. Die Tür war nicht mehr dasselbe, doch dennoch war dies der Ort, an dem eine wild gewordene Masse raufender Vandalen nach dem Leben der Bewohner gelechtzt hatte. Fleeeeisch... Mir klang es immer noch in den Ohren. Wie lange war das her?


    “Casca?“
    Muckels Stimme riss mich aus den grüblerischen Gedanken.
    “Hm?“ Ich blickte zu meinem Sklaven auf.
    “Bist du fertig?“ Seine Hand deutete auf meinen Fuß.
    Ich grunzte meine Unzufriedenheit heraus und drückte ihm den Lappen in die Hand, ehe ich mich wieder mühsam zu meiner bescheidenen, wenn auch vollen Größe aufrichtete.
    “Nun sei nicht so, ich bin da nicht rein getreten!“


    Noch einmal schabte ich mit meinem Fuß über das Pflaster der Straße, um den Schuh von dem letzten Rest Dung zu befreien. Dann richtete sich mein Blick auf unseren Anhang. Es waren zwei bullig wirkende, wiederkäuende Männer, die schon seit der Stadtgrenze auf irgendwelchen Blättern herum bissen, die ich nicht einzuordnen vermochte. Der eine hatte ein zernarbtes Gesicht und hervorspringende Zähne, der andere verfügte nur noch über ein Auge und trug eine Binde darüber, was ihm das Aussehen eines windigen Piraten verlieh. Doch sie waren das Beste, was auf die Schnelle zu bekommen war und das musste reichen, um meinen Weg zu sichern und das Gepäck zu tragen. Das meiste davon war eh auf dem kleinen, stämmigen Maulesel verschnallt, den mein dunkelhäutiger Sklave Nepomuk am Strick hinter sich her gezerrt hatte.


    “Geh' sie entlohnen!“, forderte ich dann leise flüsternd von Muckel. “Ich will nicht, dass wir aussehen, als gehörten wir jüngst zu einer Rotte Meuchelmörder!


    Muckel nickte und machte sich auf den Weg, um unserer Begleitung ein paar Münzstücke in die Hand zu drücken. Ich selbst begab mich zur Pforte, nestelte noch einmal meinen Umhang zurecht und klopfte lautstark an die Tür. Dann richtete ich mir noch einmal mein Haar, indem ich mir mit der Hand von der Schläfe an über den Kopf fuhr. Doch es war wahrscheinlich eh nichts mehr auszubessern, da die lange Reise ein weiteres Mal ihren staubigen Tribut gefordert hatte.

  • [Blockierte Grafik: http://www11.pic-upload.de/25.06.14/7f7khtrj3nlz.jpg] | Ephialtes


    Prompt öffnete der Ianitor – der immer noch der selbe war - die Türe.
    "Salve. Was wünschst du?" hatte er schon gesprochen, erst dann leuchtete das Erkennen hell in seinen dunklen Zügen auf: "Junger Herr Casca! Verzeih, es ist lange her." Groß war der Junge geworden. (Oder zumindest männlicher in seiner Erscheinung und schmutziger durch die Reise.)
    "Willkommen zu Hause. Ich hoffe die Reise war nicht zu beschwerlich."
    Weit öffnete er die Türe, grüßte den Leibsklaven ebenso freundlich, machte Anstalten mit dem Gepäck zu helfen, erblickte die beiden zwielichtigen Individuen... "Gehören die beiden zu dir, Herr?" erkundigte er sich in konstant höflichem Tonfall, während sein Blick argwöhnisch über die Gaunervisagen schweifte.

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    SODALIS FACTIO AURATA - FACTIO AURATA

    Klient - Decima Lucilla

  • Lange brauchte ich nicht zu harren, denn schon schwang die Tür auf. Und das nur, um zunächst das Gesicht und dann die dunkle Gestalt des Ephialtes preis zu geben. Als er mich nach meinem Begehr fragte, runzelte sich meine Stirn ein wenig, doch dann schien er mich zu erkennen. Ja, lange war es her und der Willkommensgruß war schon ein fast wie Balsam auf meinem zermürbten und etwas übernächtigten Inneren.


    “Oh,“, entfuhr es mir, auf die Bürden der Reise hingewiesen “Beschwerlich ist gar kein Ausdruck! Diese elenden langen Straßen sind Gift für mein Bein und diese...“ Doch ich besann mich sofort. Immerhin hatte ich nicht den ganzen Weg von Piräus nach Rom zurück gelegt, um einem Türsklaven mein Herz auszuschütten, wie ich mich gerade noch selbst ermahnte. “Nun denn!“, gab ich sogleich von mir, breitete ein wenig die Arme aus und sah zu, dass ein joviales Lächeln meine Lippen erreichte, während ich ein wenig zur Seite trat.


    Offenbar wollte sich Ephialtes sogleich helfend daran machen, sich mit um mein Gepäck zu bemühen und begrüßte Muckel, der gerade einige Münzstücke in die ausgestreckten Pranken meiner gemieteten Dienerschaft legte. “Oh nein... die beiden Herrn wollen gleich gehen, nicht wahr?“, beantwortete ich dann die Frage des Sklaven, untermalt von einer leicht scheuchenden Handbewegung in Richtung der Männer. Ein Grunzen kam von den beiden zur Antwort und mir deuchte, der Linke mit den schiefen Zähnen hätte mit diesen geknirscht. Der Rechte unterdessen spuckte, als sei diese Tat das Nebensächlichste von der Welt, sein halbzerkautes Kraut vor Muckels Füße, ehe er sich umwendete und sich anschickte von dannen zu stapfen.


    “Also....“, hob mein Sklave an, doch ich schüttelte den Kopf und setzte ihm meine Hand auf die Schulter.
    “Contenance, Nepomuk,...“ forderte ich dann. “... und gib mir meine Haussandalen heraus!“ Diese waren meinen geschundenen Füßen nun ein Bedürfnis. Muckel tat wie geheißen und fummelte an der Ladung des Maulesels herum. Als er das Gewünschte gefunden hatte, drückte er mir die Sandalen in die Hand, ehe ich mich zur Tür hin aufraffte. Vor dem Eingang blieb ich jedoch stehen. “Ist denn jemand von meiner Familie anwesend?“, wollte ich dann von Ephialtes wissen.

  • [Blockierte Grafik: http://www11.pic-upload.de/25.06.14/7f7khtrj3nlz.jpg] | Ephialtes


    Wachsam postierte Ephialtes sich vor dem Haus, und behielt das Gesindel scharf im Blick bis es sich verzogen hatte.
    Darauf widmete er sich der Frage Cascas. (Er verstand sie als die Frage, welche Familienmitglieder zur Zeit in der Casa hausten.)
    "Dominus Decimus Livianus und seine Gemahlin, die edle Aelia Vespa, bewohnen das Haus. Ausserdem sind vor kurzem die beiden jungen Damen Decima Calena und Decima Flaminia eingezogen." informierte er den freundlichen jungen Herrn bereitwillig.
    "Dominus Decimus Massa kam vor einiger Zeit im Dienste der Classis ebenfalls nach Rom, und wohnte in den Kasernen der Segelsetzer. Ob du ihn dort noch antriffst weiß ich leider nicht." fuhr er mit dem Überblick fort. "Die Vestalin Decima Messalina weilt selbstverständlich noch immer in Rom. Dominus Decimus Serapio ist nach Trans Tiberim gezogen und die Dame Decima Seiana lebt auf ihrem Landgut in den Albaner Bergen."
    Während an der Türe noch gesprochen wurde, hatte sich die Nachricht von Cascas Ankunft bereits ins Innere des Hauses verbreitet und die gestrenge Vilica brachte die Sklavenschaft sofort in Schwung. Cascas Zimmer wurde gerichtet, ein Imbiss vorbereitet, die hauseigene Therme angeheizt, Argus erschien um das Gepäck zu tragen und Sidonius um das Packtier zu versorgen...

  • Die Wachsamkeit in den Blicken des Ianators entschwand erst, als die beiden Gesellen sich anschickten tatsächlich zu gehen. Ich selbst hatte ihnen keine Aufmerksamkeit mehr gewidmet. Meine Gedanken waren bei meiner Familie und meinen Füßen, bei denen ich auch sogleich ansetzte, sie von dem Straßenschuhwerk zu befreien, indem ich versuchte mich ihrer noch im Stehen etwas umständlich zu entledigen. Da dies nicht gut funktionierte, ließ ich mich dann doch in die Hocke nieder, um mit spitzen Fingern die Bänder, die das Leder hielten zu lösen. Dabei blickte ich zu Ephialtes auf, der mir einen kleinen Überblick über die An- und Abwesenheiten gab. Ich nickte dazu und seufzte dann, als ich meine Füße von den Schuhen befreit hatte.


    “Massa ist in Rom?“, wollte ich es dann noch einmal genauer wissen. “Das freut mich.“ Ich hatte ihm geschrieben, dass Mutter in Piräus krank danieder lag und dass ich es für weise gehalten hatte, die arme Frau nicht allein leiden zu lassen. Dass Serapio und Seiana nicht anwesend waren, erfüllte mich mit Bedauern, doch es war nicht zu ändern.


    Muckel kam zu mir herüber und ich drückte ihm unumwunden die beschmutzten Schuhe in die Hand, während ich in meine Haussandalen schlüpfte. DAS tat gut, und ich fühlte mich auch gleich viel entspannter. Und meine Blasen konnte ich später noch inspizieren.


    “Nun, ich bin schon sehr gespannt, auf Flaminia und Calena“ erklärte ich dann und trat neuerlich ein wenig beiseite, als Argus und Sidonius erschienen, um sich mein Gepäck und den Maulesel zu kümmern. “Ich kenne sie ja noch gar nicht.“ Auch dem Livianus und seiner Gattin würde ich noch vorstellig werden müssen. “Ich fürchte, die Ereignisse haben sich damals so überstürzt, dass ich gar nicht die Gelegenheit hatte... nun...“ Dann fiel mir etwas ein und ich schnippte mit den Fingern. “Ach ja...“ Ich hielt auf den Maulesel zu und machte mich daran, etwas aus der dem verschnallten Gepäck zu lösen. Es war ein kleines Kästchen mit den neuesten Errungenschaften meiner Münzsammlung. Ich klemmte sie mir unter den Arm und näherte mich wieder Ephialtes. “Wollen wir eintreten?“, fragte ich dann den Ianator und deutete auf die weit geöffnete Tür. “Ich wäre dann so weit!“ Freundlich nickte ich ihm zu.

  • Ephilates musste die casa heute wie ein Taubenschlag vorkommen. Ohne es zu wissen, klopfte ich am gleichen Tag nach dem Eintreffen casca’s an die Porta.


    Das Hämmern im Kopf hatte nachgelassen. Mein Magen rebellierte nicht mehr und ich fühlte mich zusehends besser in meiner Haut. Das Warten auf Einlass nahm ich dementsprechend geduldig in Kauf.

  • "Salve, mein Name ist Decima Helena und ich komme aus Griechenland. Mein Vater war Marcus Decimus Corbulo und meine Mutter gab mir diesen Brief für meine Verwandten. Meine Mutter schickt mir hierher."
    Sie blickte auf den Brief in ihren Händen, den ihre Mutter in Griechenland verfasst hatte und wartete auf den Einlass.

  • [Blockierte Grafik: http://www11.pic-upload.de/25.06.14/7f7khtrj3nlz.jpg] | Ephialtes



    Es hatte nun doch einen guten Moment gedauert, ehe der Ianator Ephialtes die Porta öffnete. Doch dann weiteten sich seine Augen etwas. Heute ging es wirklich Schlag auf Schlag, was das Eintreffen der Decimer anging. "Salve, Herr Massa," gab er von sich und öffnete die Tür noch weiter. "Tritt ein..." Schon hatte er eine einladende Handgeste gemacht. "Wem darf ich über dein Eintreffen Bescheid geben?", wollte er dann wissen, ehe ihm noch etwas einfiel. "Verzeih' die Wartezeit, heute ist hier viel los. Was für ein Zufall. Der junge Herr Casca ist auch vor Kurzem eingetroffen." Er trat ein Stück beiseite, damit der Herr Massa eintreten konnte.

  • Einen Praefectus Urbi im Haus zu habe brachte viel Arbeit mit sich. Dazu die liebe Verwandtschaft, die nach Ephialtes wieder um eine Person reicher geworden war. Dominus Casca, mein Brüderchen. Mit ihm hatte ich ein Hühnchen zu rupfen. " Lass ihm mitteilen, dass sein Bruder ihn im Atrium willkommen heißen will." So richtig konnte ich es nicht glauben. Casca wieder in Rom. Wollte er endlich erwachsen werden? Mein kleiner Bruder, insgeheim freute ich mich, dass er zurück war.

  • Langsam und gemütlich klapperte der schon in die Jahre gekommene Pferdekarren durch die Straßen Romas. Wie lange er schon nicht mehr hier gewesen war, ging Rusticus durch den Kopf, als neugierig in den Gassen der Stadt umsah. Groß war das Treiben an diesem Morgen, aufgeregt waren die Leute, hier und da waren römische Kohorten zu sehen, die durch die Straßen marschierten. Aufgeregt tuschelten Laute hier und da an den Ecken. Zwei jüngere Kinder, kaum acht Jahre alt, schätzte Rusticus, als er diese beim stehlen von Orangen erblickte. Der ältere Herr mit dem weißen Bart, war jedoch viel zu sehr in ein Gespräch mit einer wild gestikulierenden alten Römerin vertieft, als das er dies bemerkte.


    „Eudemus, ist irgend etwas besonderes vor gefallen? Die Leute benehmen sich merkwürdig!“, erkundigte er sich bei seinem von Tante Drusilla zugeteiltem Sklaven.


    „Der Kaiser ist vor wenigen Stunden gestorben mein Herr.“


    Etwas verdutzt strich sich Rusticus durch seinen Achttagebart.


    „Der Kasier ist tod … schon wieder? Deswegen also das ganze Treiben in der Stadt und die Kohorten. Schon die Stadtwache am Tor kam mir äußerst merkwürdig vor.“, murmelte er vor sich her.


    „Ja Herr, wir haben auch sehr viel Glück gehabt. Wie ich erfahren konnte werden bald alle Stadttore geschlossen und das Testament des Kaisers vorgelesen.“


    „Die Stadttore geschlossen? Wieso das?“


    „Entschuldigen sie, ich bin nur ein einfacher Sklave, dazu noch neu im dienst von Herrin Drusilla. Ich glaube auch, es gehört sich auch nicht, so offen mit ihnen zu reden, verzeihen sie mir! Wir sind im übrigen auch gleich an unserem Ziel.“, murmelte der noch recht junge Sklave vor sich hin.


    „Zumindest mit mir kannst du offen reden Eudemus, ich sehe das alles nicht so eng. Weist du noch mehr über das ableben des Kaisers?“


    „Nein mein Herr … ich hoffe nur es endet nicht wie letztes mal!“


    „Wie letztes mal?“, entgegnete Rusticus seinem Sklaven, äußerst neugierig und schaute auf aus dem kleinen Fenster der Kutsche heraus zu seinem Kutscher.


    „Wisst ihr das nicht? Das letzte mal als ein Kaiser starb, endete es in einem Bürgerkrieg und … Ah, wir sind da Herr.“, versuchte der etwas unruhig gewordene Eudemus vom Thema abzulenken.


    Beachtlich stieg Rusticus aus der Kutsche und näherte sich vorsichtigen Schrittes der Haustür.


    „Wie lange war ich wohl nicht mehr hier, sechs oder sieben Jahre dürften doch sicherlich vergangen sein.“, murmelte Rusticus vor sich her, während er sich auf dem grünen Anwesen umsah. Wie er sah hatte sich vieles die Jahre nicht verändert. Immer noch umrandete eine weiße Mauer das Grundstück des Anwesens, die Löcher und Risse in der Mauer waren größer geworden, die Zitronenbäume waren gewachsen. Der Rasen wurde verschnitten, war auch nach den Jahren einmal nötig gewesen, schmunzelte Rusticus vor sich hin.


    „Eudemus, sag hat dir Tante Drusilla irgend etwas gesagt, warum ich hier zu dieser Case reisen soll?“, aber eine Antwort hörte er nicht, war doch der Wagen in seinen Gedankenschweif weiter gefahren.


    „Nun gut, dann werde ich es wohl beim Hausherren erfahren.“


    Mit kräftigen Schritten näherte Rusticus sich der Tür. Unwohl war ihm schon etwas, er mochte das Stadtleben nicht sonderlich. Viel zu viel Dekadenz auf einem Haufen, davon bekommt man Luftnot. Aber etwas schlimmes würde es schon nicht sein, es war ja seine Familie, so klopfte er an die Tür der Casa.


    Just in diesem Augenblick passierte etwas, was gerade jetzt einen schlechten Eindruck machen könnte. Kletterte doch eine kleine silbergraue Ratte aus seiner Tunika auf seine Schulter.


    „Atilla! Verschwinde in die Tunika, dich darf man hier draußen nicht sehen!“


    Schnell versuchte Rusticus Hausratte Atilla in seine Tunika zu bekommen, die sich dabei jedoch sichtlich wehrte, als Rusticus die ersten Schritte hörte.

  • [Blockierte Grafik: http://www11.pic-upload.de/25.06.14/7f7khtrj3nlz.jpg] | Ephialtes



    Ephialtes war nahe der Türe, also konnte auch sogleich öffnen. "Salve, du wünschst?", fragte er nach, nachdem das Türblatt weit genug aufgeschwungen war. Sein Blick fiel auf einen Mann, der offenbar mit seiner Tunike zu schaffen hatte. Oder mit etwas was darunter war. Eine Augenbraue des Ianotors hob sich ein wenig erstaunt in die Höhe, während der Rest der Miene zwischen Ernst und Verwunderung schwankte.

  • Im letzten Moment konnte Rusticus die Ratte noch in einer Falte der Tunika verstecken. Atilla hingegen, war damit weniger einverstanden und kletterte unter seiner Tunika weiter umher. Ungeachtet davon betrachtete Rusticus kurz den Mann in er Tür.


    Ein mittel großer dunkelhäutiger Mann stand vor ihm und erkundigte sich, nach seinen belangen.


    "Salve! Ich bin Tiberius Decimus Rusticus. Großtante Drusilla schickte mich hier her, warum sagte sie mir jedoch nicht. Ich bitte daher den Hausherren zu sprechen. Überbringt ihm bitte die Kunde meiner Ankunft."

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