[Cenatio] der Villa Urbana des Marcus Helvetius Commodus, Raum III EG

  • Zitat

    Original von Marcus Helvetius Commodus
    Wäre es um Wild gegangen, um Rind-, Schweine- oder irgendein Fleisch von einem anderen Landtier wäre Commodus wahrscheinlich nie darauf gekommen ob sein Gast dieses gern mochte oder nicht.
    Aber bei Fisch und Meeresfrüchten kannte er sich aus. Da sah er, seiner Meinung nach, jedem sofort an ob er er es mochte, liebte, gleichgültig war oder hasste.
    Ob seine Meinung dann immer stimmte war dann eine ganz andere Sache.


    Das der Petronier keine Austern mochte fand Commodus jetzt nicht schlimm...eher unverständlich. Aber jedem das Seine. Commodus erinnerte sich auch daran das sein Gast aus Germanien kam. Da gab es so gute Dinge wie Austern, Pulbo und andere Meeresfrüchte sehr wahrscheinlich auch nicht.


    "Ja die Idee ist wirklich gut! Auf Paxos sowie im ganzen östlichen Mare Internum ist die Muschel- und Austernzucht sehr schwierig bis unmöglich. Es bedarf einen starken Tiedenhub dafür. Da bleibt nur der Wildfang was sehr aufwendig und langwierig ist und selbst dann kaum Erträge bringt. Aber von Corsica und aus Gallien gibt es jede Menge. Ich bin kein Fachmann und könnte sicherlich nicht alleine am Geschmack erkennen, so wie es auch beim Wein manchen Menschen möglich ist, woher er kommt. Aber den Geschmack der corsischen Austern...der ist besonders und den schmecke ich heraus. Koste doch eine vielleicht fällt es dir auch auf und du kommst auf den Geschmack!"


    Lucius versuchte sich nicht anmerken zu lassen, dass er keine Ahnung hatte, was ein Tiedenhub war. Aber es war ja auch so verständlich, dass das Meer irgendwie anders beschaffen war - das war logisch, dass es da Unterschiede gab!


    Als ihm dann noch einmal so explizit dieser eklige Glibber angeboten wurde, konnte er aber doch nicht ablehnen - sonst sah es ja wirklich aus, als würde er sich nicht trauen, diese Tiere zu essen.
    "Na gut."
    sagte er also und griff nach einer der Muscheln. Bei Commodus hatte er gesehen, dass man diese komische Masse im Inneren der Schale irgendwie mit einem Löffel ablöste und dann ausschlürfte. Zuerst schien das relativ leicht zu gehen - dann aber gab es einen Widerstand. Lucius verstärkte den Druck, aber irgendwie wollte die Masse sich doch nicht recht von dieser einen Stelle lösen. Es musste so eine Art Befestigungspunkt für das Muschelfleisch sein! Er fuhrwerkte also noch eine Weile daran herum, bis er das Gefühl hatte, das ganze gelöst zu haben. Dann schlürfte er den Glibber weg, so wie er es bei Commodus gesehen hatte. Erwartungsgemäß war es schleimig und schmeckte ein bisschen salzig, ein bisschen fischig - aber er hatte kaum Zeit, den Geschmack zu beurteilen, denn die Konsistenz fand er schon so eklig, dass er sich beeilte, das ganze herunterzuwürgen.
    "Ich glaube, das ist nicht so mein Ding."
    bestätigte er schließlich, nachdem er den Mund wieder leer hatte.
    "Aber es gibt heute ja wirklich genug anderes zu essen."

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  • Die Medica lächelte. Oh ja, ein offenes Feuer war etwas Herrliches.
    "Ich liebe offenes Feuer! Wie sehr habe ich die Abende im Hause meines Vaters genossen,wenn wir um das offene Feuer saßen und diskutierten."


    Sie konnte sich gut vorstellen, wie Commodus hier saß und die gemütliche Atmosphäre genoss.


  • Commodus gab sich Mühe seinem Gast das Essen nicht in den Mund zu schauen. Innerlich amüsierte er sich zwar ein wenig über die Probleme aber dann rief er sich wieder ins Gedächtnis wo sein Gast herkam. Es würde sicherlich Spezialitäten in Germanien geben bei denen er sich so...unbeholfen anstellen würde und die ihm überhaupt nicht schmecken würden.


    Er kommentierte deshalb auch nur noch recht knapp:
    "Zum Glück sind wir beide ja in der Lage selbst rein nach persönlichem Geschmack entscheiden zu können was wir Essen und nicht der Geldbeutel."


    Im Laufe des Abends hatte es ja auch einige Dinge gegeben von denen Commodus nur sehr spärlich genommen hatte.
    "Das hoffe ich doch!"


    Das Essen neigte sich dem Ende. Commodus hatte seine Muscheln komplett gegessen und für einen Moment sogar überlegt sich noch die ein oder andere von der Platte von Crispus zu nehmen. Er mochte sie wirklich sehr gerne.
    Doch er entschied sich dagegen und war sich sicher das es den ein oder anderen im Haushalt gab der sie ebenso gern verzehrte. Wahrscheinlich gab es gerade in diesem Moment in der Culina ein Gelage was ihrem hier was ebenbürtig war.


    Der letzte Gang wurde serviert. Zum einen gab es Obst.
    Granatäpfel bereits aufgebrochen, Feigen und Datteln usw.
    Zum anderen einen Honigkuchen der zum Teil mit einem Gemisch aus Honig und Haselnussbruch bestreut war und zum Teil mit einem dickflüssigeren Honig alleine.
    Commodus nahm sich erst ein Stück Kuchen mit Honig und Haselnuss und anschließend einen Granatapfel.

  • Zitat

    Original von Plinia Chrysogona
    Die Medica lächelte. Oh ja, ein offenes Feuer war etwas Herrliches.
    "Ich liebe offenes Feuer! Wie sehr habe ich die Abende im Hause meines Vaters genossen,wenn wir um das offene Feuer saßen und diskutierten."


    Sie konnte sich gut vorstellen, wie Commodus hier saß und die gemütliche Atmosphäre genoss.



    "Ja das ist wirklich herrlich. Leider fehlt hier dann noch das Meeresrauschen ihm Hintergrund....
    Vielleicht darf ich dich ja einmal einladen zum Feuer gucken und diskutieren?"


    Darüber würde er sich wirklich freuen...


    "Nun lass uns weiter...wir kommen nun langsam zu Ende!"


    Commodus führte Chyrsogona wieder ins Atrium durch ein zweites Vestibulum, ganz kurz durch ein Peristyl was scheinbar den Abschluss bilden sollte in den Hortus seiner Villa.

  • Chrysogona wurde rot. Ein Abend vor dem Feuer mit ihm... wie romantisch. Die Griechin war unsicher wie sie das werten sollte. Sie hatte nicht allzuviel Erfahrung mit Männern und war im reichlch unsicher im Flirten.
    "Wenn es die passende Jahreszeit dafür ist... lass uns erneut darüber reden...", sagte sie also vorsichtig.
    Dankbar folgte sie ihm. Ein Themenwechsel war ihr jetzt gerade recht.

  • Commodus ließ es dabei bewenden und bedrängte sie an dieser Stelle, wo sie eh schon Rot wurde nicht weiter. Er fand ihre Reaktion aber sehr angenehm und nahm sich fest vor einmal eine entsprechende Einladung auszusprechen.


  • Lucius sparte sich einen weiteren Kommentar zum Essen - er hatte trotz der freundlichen Worte des Helvetiers das Gefühl, dass er sich hier nicht besonders souverän präsentiert hatte. Also ließ er lieber Gras über das Thema wachsen - es gab andere Bereiche, wo er sicherer war und worüber er lieber sprach.


    Jetzt kam Obst - da konnte man nicht viel falsch machen. Er griff also ebenfalls nach einem Granatapfel - die Dinger kannte er aus Alexandria. Er pulte ein paar Kerne heraus und naschte sie rasch hintereinander. Das Problem an den Dingern war das Verhältnis von Fruchtfleisch zu Kern... sicherlich nur 1:5 oder so...
    "Und was hast du die letzten Jahre von Rom ferngehalten?"
    Als Sohn eines Prätorianerpräfekten und Enkel eines Senators war Rom ja eigentlich der natürliche Aufenthaltsort für einen Mann von Commodus' Alter.

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    Original von Lucius Petronius Crispus
    Lucius sparte sich einen weiteren Kommentar zum Essen - er hatte trotz der freundlichen Worte des Helvetiers das Gefühl, dass er sich hier nicht besonders souverän präsentiert hatte. Also ließ er lieber Gras über das Thema wachsen - es gab andere Bereiche, wo er sicherer war und worüber er lieber sprach.


    Jetzt kam Obst - da konnte man nicht viel falsch machen. Er griff also ebenfalls nach einem Granatapfel - die Dinger kannte er aus Alexandria. Er pulte ein paar Kerne heraus und naschte sie rasch hintereinander. Das Problem an den Dingern war das Verhältnis von Fruchtfleisch zu Kern... sicherlich nur 1:5 oder so...
    "Und was hast du die letzten Jahre von Rom ferngehalten?"
    Als Sohn eines Prätorianerpräfekten und Enkel eines Senators war Rom ja eigentlich der natürliche Aufenthaltsort für einen Mann von Commodus' Alter.



    "Gute Frage", kommentierte Commodus seufzend während auch er ganz gemächlich aus dem Granatapfel Kerne rauspulte. Dieses Obst war einfach die Königin und auch wenn er inzwischen weniger davon aß, hatte es eine Zeit gegeben in der seine Hände komplett eingefärbt waren von dem Saft der Frucht. Er hatte sogar auf Paxos etliche Büsche gepflanzt und hoffte das sie spätestens wenn er dort seinen Lebensabend verbringen würde diese groß genug waren um ordentlich Früchte zu tragen.


    "Auf Paxos gab es vor gut 3 Jahren ein schweres Erdbeben. Die Insel ist nicht nur meine Heimat und gehört zu einem großen Teil mir. Nein sie ist auch die Basis meines Vermögens. Ich brach also sobald mich die Nachricht erreicht hat auf. Dort angekommen sah es noch viel schlimmer aus als es sich angehört hatte. Nahezu jedes Haus war zerstört oder beschädigt. Es gab viele Tote und große Zerstörungen. Fast 3 Jahre habe ich gebraucht und gearbeitet um alles wieder herzurichten und aufzubauen."


    Commodus trank einen großen Schluck aus seinem Gefäß.


    "Das alles hat natürlich dazu geführt das meine Karriere sich quasi in einem Status befindet der vergleichbar mit einem Haus kurz nach einem Erdbeben. Auch das werde ich lange und mühsam wieder aufbauen müssen."


    Es folgte ein kurzer Seufzer


    "Naja immerhin bin ich in der glücklichen Lage es erstens versuchen zu können und zweitens sollte ich scheitern bleibt mir immer noch die Rückkehr nach Paxos. Dort kann man vielleicht keine große Karriere machen, aber Leben lässt es sich da sehr sehr gut...


    Wie ist es dir denn ergangen? Was hast du alles gemacht seit unserem ersten Treffen?"

  • Der Petronier bediente sich auch fleißig an dem Granatapfel - wenn auch nicht ganz so beherzt wie der Helvetier. Aber auch er hatte Anlass, sich am Ende die Hände abzuwischen, vor allem weil er auch nicht so erfahren im Umgang mit der Frucht war. Als Kind und Jugendlicher hatte er eben nicht gelernt, so exotische Speisen fachmännisch zu essen.


    Gleichzeitig hörte er Commodus' Erzählungen zu. Ein Erdbeben also - abergläubische Menschen glaubten ja, das wäre ein Zürnen der Götter! Lucius wusste nicht, was der wahre Grund war - aber es gab sicherlich eine rationale Erklärung dafür! Dass man sich um seinen Besitz kümmerte, wenn er heftige Schäden genommen hatte, klang ebenfalls einleuchtend - auch wenn
    "Nun, ich war als Scriba von Tiberius Lepidus tätig, der mich als Klient aufgenommen hat. Dann wurde ich in den Ritterstand erhoben und diente als Subpraefectus Classis in Alexandria. Kurz vor dem Sklavenaufstand hier wurde ich dann nach Rom zu den Cohortes Urbanae versetzt*. Also es ist eine ganze Menge passiert, wie du dir denken kannst."
    Er lächelte.
    "Ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen sollte."


    Sim-Off:

    * Ich folge den Jahreszählungen der CH-Amtszeiten. Für mich sind also mehr als 10 Jahre vergangen ;)

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  • "Es war ja auch eine lange Zeit", ließ Commodus es dabei erst einmal bewenden.


    Er wandte sich in der Folge eher seichten Themen zu. Man konnte, sollte der Petronier nicht noch einen Vorstoß unternehmen, davon ausgehen das der Abend und die Cena langsam ausklang.


    Sim-Off:

    Wenn du nicht noch etwas sagen möchtest würde ich mit dem nächsten Posting Crispus dann verabschieden und in der Casa bei den Urbanern weitermachen wo Commodus ihn besucht wegen dem konkreten Einsatz seiner Soldaten im Straßenbau.

  • Diesmal war der Helvetier leichter zufrieden zu stellen, wie es schien. Lucius würde diesen Umstand allerdings noch etwas bedauern, denn den Rest des Abends ging es um seichte Themen - Dinge, über die der Petronier ungern sprach, da er es für Zeitverschwendung hielt. Somit würde der Redeanteil von Commodus weiterhin höher bleiben.


    Am Ende des Abends war der Tribun dann doch ganz froh, es geschafft zu haben. Trotzdem war er zufrieden - den Sohn eines Prätorianerpräfekten als Verbündeten zu haben, war sicher nicht die schlechteste Sache...

    Sim-Off:

    :dafuer:

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    Klient - Herius Claudius Menecrates

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  • Wie erwartet kam vom Petronier keine Initiative für ein bestimmtes Thema mehr. Das Gespräch, Essen und Abend klang so seicht aus.


    Schließlich erhoben sie sich, immerhin mit ordentlich gefüllten Mägen, schwerfällig und verabschiedeten sich.
    Commodus war ganz zufrieden mit dem Verlauf und die Zeit würde zeigen wie belastbar und gewinnbringend dieser Verbündete werden würde und was es ihn im Gegenzug kosten würde.


    Er brachte den Gast selber noch bis zur Tür vor der eine gerufene Sänfte wartete. Der Petronier wollte ja sicherlich mit dem vollen Magen nicht bis zu seiner Wohnung laufen.

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