Titel für nichtrömische Eliten?

  • Ihr könnt gern ein neues Thema eröffnen oder ich teile euch dieses entzwei. ;)


    Interessant ist die Frage, wie politisch korrekt ein historisches Rollenspiel sein darf oder muss, allemal. Sind Historizität und Political Correctness umgekehrt proportional zueinander? Ich wurde auch schon besorgt darauf angesprochen, weil wir hier eine transsexuelle Figur herumlaufen haben, da befürchtet wurde, jemand könne sich davon angegriffen fühlen. In einen ähnlichen Themenkreis hätte ich die Sorge eingeordnet, jemand könne sein kulturelles Erbe besudelt sehen durch die Verwendung einer pseudohistorischen Schriftart.


    Ist nicht aber gerade die Darstellung von Vielfalt ein Zeichen von Offenheit und Toleranz?

  • Ihr könnt gern ein neues Thema eröffnen oder ich teile euch dieses entzwei. ;)


    Interessant ist die Frage, wie politisch korrekt ein historisches Rollenspiel sein darf oder muss, allemal. Sind Historizität und Political Correctness umgekehrt proportional zueinander? Ich wurde auch schon besorgt darauf angesprochen, weil wir hier eine transsexuelle Figur herumlaufen haben, da befürchtet wurde, jemand könne sich davon angegriffen fühlen. In einen ähnlichen Themenkreis hätte ich die Sorge eingeordnet, jemand könne sein kulturelles Erbe besudelt sehen durch die Verwendung einer pseudohistorischen Schriftart.


    Ist nicht aber gerade die Darstellung von Vielfalt ein Zeichen von Offenheit und Toleranz?

    Mir persönlich ist sowas auch egal. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Gefahr von SJWismus besteht, wenn man die Möglichkeit eröffnet. Aber letztlich kann man die Gefahr vermutlich auch nie ganz vermeiden. Es wäre nur wirklich schade darum, wenn durch die Ideologie einzelner Individuen etwas so unterhaltsames, interessantes und spannendes wie IR vernichtet oder gestört wird. Aber ich lebe letztlich mit der Entscheidung der SL.

    Oder vielleicht könnte eine Umfrage/Abstimmung helfen?

  • Interessant ist die Frage, wie politisch korrekt ein historisches Rollenspiel sein darf oder muss, allemal. Sind Historizität und Political Correctness umgekehrt proportional zueinander? Ich wurde auch schon besorgt darauf angesprochen, weil wir hier eine transsexuelle Figur herumlaufen haben, da befürchtet wurde, jemand könne sich davon angegriffen fühlen. In einen ähnlichen Themenkreis hätte ich die Sorge eingeordnet, jemand könne sein kulturelles Erbe besudelt sehen durch die Verwendung einer pseudohistorischen Schriftart.


    Ist nicht aber gerade die Darstellung von Vielfalt ein Zeichen von Offenheit und Toleranz?

    Das werden verschiedene Leute sicher verschieden beurteilen. Meine persönliche Meinung sieht so aus, dass wenn es z.B. um eine transsexuelle Figur geht, schon die Sichtbarkeit die durch die Existenz der Figur generiert wird, grundsätzlich positiv ist. Negativ würde es danach eher wenn die Figur zu einer vorurteilsbehafteten, klischeehaften Karrikatur verkommen würde. Eine möglichst respektvolle Darstellung von verschiedenen Identitäten und Kulturen ist denke ich einfach Teil der Grundhöflichkeit, der man sich sowieso befleißigen sollte. Das bedeutet auch, dass man es ernst nimmt, wenn sich jemand über irgendeine Darstellung beschwert und es ggf. ohne Gezeter fixt.


    Und es tut uns denke ich allen gut, oft über die historischen Gegebenheiten, also die hellen und eher dunklen Seiten der Welt, um die es hier geht mit Empathie nachzudenken und ansonsten im Rahmen eines gewissen common sense zu bleiben.


    Man könnte auch über die Facetten nachdenken, in denen die Menschen damals sogar "korrekter" (sofern das überhaupt vergleichbar ist) waren, als gewisse Kreise es heute vielleicht wahrhaben wollen.^^

  • Zitat

    Es wäre nur wirklich schade darum, wenn durch die Ideologie einzelner Individuen etwas so unterhaltsames, interessantes und spannendes wie IR vernichtet oder gestört wird



    Wird es nicht. ;) Die transsexuelle Figur läuft ja auch noch munter durch die Gegend.


    Den Respekt, den Maro anspricht, halte ich für ein Kernelement jedweder literarischen Auseinandersetzung. Aber ich finde, dass zu einer historisch korrekten Darstellung auch die dunklen Seiten der damaligen Gesellschaft und der menschlichen Psyche gehören dürfen und sollen, unabhängig vom Kulturkreis. Diese sollte man nicht aus Gründen falsch verstandenen Respekts beschönigen. Denn dann leidet die Qualität - dann wird es das benannte Klischee. Respekt heißt für mich, zu wissen, was ich schreibe, auch wenn ich die Schattenseiten oder Randerscheinungen der Gesellschaft verkörpere. Sonst haben wir hier nur noch strahlende Helden mit makellos weißen Westen herumlaufen.

  • Den Respekt, den Maro anspricht, halte ich für ein Kernelement jedweder literarischen Auseinandersetzung. Aber ich finde, dass zu einer historisch korrekten Darstellung auch die dunklen Seiten der damaligen Gesellschaft und der menschlichen Psyche gehören dürfen und sollen, unabhängig vom Kulturkreis. Diese sollte man nicht aus Gründen falsch verstandenen Respekts beschönigen. Denn dann leidet die Qualität - dann wird es das benannte Klischee.

    Ich denke, da sind wir grundsätzlich auf jeden Fall eines Sinnes.

    Was halt nicht übersehen werden darf, ist dass wir hier schon aufgrund der großen Distanz in jeder Hinsicht zu dieser Zeit die ganze Sache zwangsläufig durch ein Prisma der Gegenwart sehen und sie deshalb auch nur so darstellen können, wie wir sie nun mal interpretieren und dass das Ganze durch eine möglicherweise falsch verstandene "Authenzität" auch nicht "realistischer" wird. Da kommt dann der von mir angesprochene Common Sense ins Spiel.

  • Korrekt. :) Auch das gilt es zu berücksichtigen. Umgekehrt bietet uns das Wissen, dass wir das Denken und Fühlen der Menschen damals bestenfalls erahnen können, auch eine gewisse Freiheit. Ich denke, man fährt am besten, indem man sich fragt: Hätte sich das theoretisch so zugetragen haben können? Im Schreibhandwerk eine sehr wichtige Frage in allen Genres.


  • ging nur darum wo die Gutmenschen so aufschlagen und womit sie ihre Mitmenschen quälen. Und das sind halt solche Themen, wo sie gerne nerven. Ob das nun die korrekte Schrift für die politische Korrektheit ist, der gute Umweltmensch der alles anprangert oder was eben Thema gerade ist. Denen geht es nicht um das Thema - weder um die Schrift, noch etwas anderes. Es geht ihnen schlicht drum anzuecken, sich aufzuregen und streiten zu können. Da ist dann jedes Thema recht, sogar eine Schrift. Vermeintlich Betroffene regen sich da sicherlich X-fach weniger auf. Oder würden ein Thema schlicht ansprechen und so klären :)

  • Korrekt. :) Auch das gilt es zu berücksichtigen. Umgekehrt bietet uns das Wissen, dass wir das Denken und Fühlen der Menschen damals bestenfalls erahnen können, auch eine gewisse Freiheit. Ich denke, man fährt am besten, indem man sich fragt: Hätte sich das theoretisch so zugetragen haben können? Im Schreibhandwerk eine sehr wichtige Frage in allen Genres.

    Quasi die offenen Lücken mit der eigenen Fantasie füllen, wie hätte es sein können. Was passt in die Zeit oder wäre möglich gewesen? :)

  • ging nur darum wo die Gutmenschen so aufschlagen und womit sie ihre Mitmenschen quälen. Und das sind halt solche Themen, wo sie gerne nerven. Ob das nun die korrekte Schrift für die politische Korrektheit ist, der gute Umweltmensch der alles anprangert oder was eben Thema gerade ist. Denen geht es nicht um das Thema - weder um die Schrift, noch etwas anderes. Es geht ihnen schlicht drum anzuecken, sich aufzuregen und streiten zu können. Da ist dann jedes Thema recht, sogar eine Schrift. Vermeintlich Betroffene regen sich da sicherlich X-fach weniger auf. Oder würden ein Thema schlicht ansprechen und so klären

    Weißte, ich glaub, du regst dich da ein bisschen unnötig auf. Entspannung, Miles.:cool:^^

    Sei doch vielleicht froh, dass es "Gutmenschen" (was auch immer das sein soll) und "Umweltmenschen" gibt, die sich um die Probleme kümmern. Und was auch immer die so treiben, reicht das doch beim besten Willen nicht an "quälen" heran. Trink emol e Schluck, lehn dich zurück und sieh die Sache gelassen, ist mein Tipp.:cool:

  • Das korrektere Wort wäre vermutlich Maulhelden. Eben jene, die sich lautstark beklagen und fordern, aber nichts dazu beitragen, um die Welt ein Stückchen besser zu machen. Zumindest hatte ich das so verstanden.

  • Naja, das ist dann aber ein bisschen sehr vage um sich die lurco'sche Verfluchtung zuzuziehen. Wir beschweren uns jeder Tag über tausen Sachen, an denen wir praktisch nichts ändern. Selbst wenn ich nicht im Atlantik Plastikmüll fischen gehe, kann ich mich doch lautstark über Plastikmüll im Atlantik beklagen. Sollte ich sogar in einer repräsentativen Demokratie. Damit die Entscheidungsträger entsprechend entscheiden.

    Regt euch doch deswegen vielleicht lieber über das Problem an sich auf, als über die Leute, sie sich darüber beschweren, selbst wenn euch die Art und Weise e bissl auf die Nerven fällt. (Und was die Nerven angeht, wie gesagt: Entspannung^^). Das ist im Zweifel zielführender.:cool::smile: Denn wir sind uns ja einig, dass - weil wirs grad davon hatten z.B. - der Zustand der Umwelt und Diskriminierung grundsätzlich ein großes Problem sind...

  • Ich beschwere mich über nahezu gar nichts im Leben. ;) Ich zeige Diskrepanzen auf und suche Lösungen. Da es in dem Falle keine gibt, da ich die Menschen nicht ändern kann, schweige ich zu solchen Personen.


    Mich interessiert vielmehr, wie historisch man schreiben "darf" ohne dass es an der modernen Wahrnehmung scheitert. Beispielsweise wies Scato ingame mal einen prahlerischen Lupanargänger auf die Säuglingsleichen in den Latrinen der Lupanare hin, die es tatsächlich in großen Mengen gegeben hat. Da brach der Mitspieler das Gespräch an der Stelle angewidert ab, anstatt seine Figur mit dieser Schattenseite ihres Treibens zu konfrontieren. Fand ich schade, hätte eine interessante Diskussion werden können. War aber vermutlich zu heftig.

  • ging nur darum wo die Gutmenschen so aufschlagen und womit sie ihre Mitmenschen quälen. Und das sind halt solche Themen, wo sie gerne nerven. Ob das nun die korrekte Schrift für die politische Korrektheit ist, der gute Umweltmensch der alles anprangert oder was eben Thema gerade ist. Denen geht es nicht um das Thema - weder um die Schrift, noch etwas anderes. Es geht ihnen schlicht drum anzuecken, sich aufzuregen und streiten zu können. Da ist dann jedes Thema recht, sogar eine Schrift. Vermeintlich Betroffene regen sich da sicherlich X-fach weniger auf. Oder würden ein Thema schlicht ansprechen und so klären

    Weißte, ich glaub, du regst dich da ein bisschen unnötig auf. Entspannung, Miles.:cool:^^

    Sei doch vielleicht froh, dass es "Gutmenschen" (was auch immer das sein soll) und "Umweltmenschen" gibt, die sich um die Probleme kümmern. Und was auch immer die so treiben, reicht das doch beim besten Willen nicht an "quälen" heran. Trink emol e Schluck, lehn dich zurück und sieh die Sache gelassen, ist mein Tipp.:cool:


    Ich bin tiefenentspannt ;) :D

    Gute Menschen, sehr gerne die Probleme benennen und auch direkt angehen wollen. Sogar Lösungsvorschläge bieten.

    Gutmenschen sind jene, die leider nur vorgeben genau das zu sein. Sie sind aber meist das Gegenteil.

    Wenn Du wüsstest, was wir so manchmal am Telefon haben gg


    Vielleicht ist es wie Seneca sagt:

    Das Schicksal sucht die Stärksten, ihm Gewachsenen auf. An manchen geht es mit Ekel vorüber.


    Tja vielleicht sind solche Leute einfach eine Prüfung :)


    Wobei er auch sagte:

    Das Gewissen sei unser Leitstern, das Gerede der Leute kümmere uns nicht bei unserem Tun.


    Kuzum beachte die Lästerer nicht :D

  • Ich beschwere mich über nahezu gar nichts im Leben. ;) Ich zeige Diskrepanzen auf und suche Lösungen. Da es in dem Falle keine gibt, da ich die Menschen nicht ändern kann, schweige ich zu solchen Personen.


    Mich interessiert vielmehr, wie historisch man schreiben "darf" ohne dass es an der modernen Wahrnehmung scheitert. Beispielsweise wies Scato ingame mal einen prahlerischen Lupanargänger auf die Säuglingsleichen in den Latrinen der Lupanare hin, die es tatsächlich in großen Mengen gegeben hat. Da brach der Mitspieler das Gespräch an der Stelle angewidert ab, anstatt seine Figur mit dieser Schattenseite ihres Treibens zu konfrontieren. Fand ich schade, hätte eine interessante Diskussion werden können. War aber vermutlich zu heftig.


    Wohl wahr :(

  • Mich interessiert vielmehr, wie historisch man schreiben "darf" ohne dass es an der modernen Wahrnehmung scheitert. Beispielsweise wies Scato ingame mal einen prahlerischen Lupanargänger auf die Säuglingsleichen in den Latrinen der Lupanare hin, die es tatsächlich in großen Mengen gegeben hat. Da brach der Mitspieler das Gespräch an der Stelle angewidert ab, anstatt seine Figur mit dieser Schattenseite ihres Treibens zu konfrontieren. Fand ich schade, hätte eine interessante Diskussion werden können. War aber vermutlich zu heftig.

    Offensichtlich.^^

    "Übertreibs halt nicht", sag ich mir immer, wenn ich mal wieder in Versuchung was allzu grafisches zu schreibseln komme und damit bin ich eig. immer ganz ordentlich gefahren, ohne allzu viel darüber nachzudenken.^^


    Jedenfalls ist bei dir aber auch kein wilder Mob von Moralaposteln aufgetaucht und hat deine sofortige Verbannung ins Fegefeuer gefordert, oder?


    Mir will insgesamt scheinen, dass das mit den "Gutmenschen" und "SJW" bei näherer Betrachtung auch eher in die Kategorie des Nicht-Problems fällt. Auch weil Vindex Bedenken hatte, dass das IR "gecancelt" wird. Das IR gibts jetzt seit fast 20 Jahren und ist noch nie der Cancelung anheim gefallen und es würde mich doch sehr arg wundern, wenn es das jemals würde, wenn wir beim Posten empathisch, achtsam und umsichtig bleiben, so wie es jetzt eh schon angeraten ist. :)

  • Kleiner Exkurs:


    Das erinnert mich an den "mantrabesungenen und monsunberegneten Kaffee", den ich neulich geschenkt bekam. Das hat mir so gefallen (hatte mich sehr über so ein ausgefallenes Geschenk gefreut) und er war total lecker, handgeröstet obendrein. Ich hatte dann, um zu erfahren, womit genau der besungen worden war, hier beim RPG-Tippen Mantras gehört und dabei mitgesungen. Womit das Forum nun offiziell auch mantrabesungen ist.


    ... aber vielleicht muss man das regelmäßig auffrischen. :D

  • Mir will insgesamt scheinen, dass das mit den "Gutmenschen" und "SJW" bei näherer Betrachtung auch eher in die Kategorie des Nicht-Problems fällt. Auch weil Vindex Bedenken hatte, dass das IR "gecancelt" wird. Das IR gibts jetzt seit fast 20 Jahren und ist noch nie der Cancelung anheim gefallen und es würde mich doch sehr arg wundern, wenn es das jemals würde, wenn wir beim Posten empathisch, achtsam und umsichtig bleiben, so wie es jetzt eh schon angeraten ist. :)

    Möglicherweise mache ich mir zu viele Sorgen, das gebe ich gern zu. Ich hab halt meine Erfahrungen gemacht und wollte auf die Möglichkeit hinweisen. Aber wie gesagt: ich hab auch keine großen Schmerzen damit, wenn die alten Signaturen beibehalten werden. Ich für meinen Teil kann es auch problemlos lesen :P

  • tiefenentspannt

    Nicht nur das, er hat auch Seneca zitiert und bekennt sich zum stoischen Ideal. =)


    Zur Historie - Da es keine Parther mehr gibt (tatsächlich hält man die kurdische Sprache Zaza für einen parthischen Dialekt) werden sie sich hoffentlich nicht wegen kultureller Aneignung beschweren.

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