Beiträge von Aelia Vespa

    Natürlich war Vespa froh zu hören, dass ihr Sohn in Roma bleiben wollte. Welche Mutter wäre dies nicht wenn ihr Sohn nicht viele Meilen weit weg wollte, in eine andere Provinz. Hätte sich ihr Sohn anders entschieden, hätte sie ihn natürlich auch nach Kräften unterstützt und ihm versucht zu ermöglichen was sie konnte und Marcus davon überzeugt es auch zu tun.


    „Es ist wirklich sehr nett von dir, dass du mich hier nicht allein lassen möchtest. Du solltest deine Entscheidung jedoch davon abhängig machen was du wirklich möchtest. Es kann auch schnell passieren, dass dein Stiefvater an einer anderen Stelle vom Kaiser gebraucht wird und ich dann mit ihm Roma verlassen muss. Das ist das Leben, das Ritter und Senatoren zu leben haben. Die Soldaten ja genauso. Die werden auch im Reich herumgeschickt wenn es sein muss. Natürlich freut es mich, dass du dich für Roma entschieden hast.“


    In welcher Laufbahn sie ihn jedoch sehen würde, war eine schon etwas schwierigere Frage. In einer militärischen Einheit sah sie ihn nicht wirklich. Irgendwie konnte sie sich ihren Jungen dort nicht recht vorstellen.


    „Hast du dich denn schon etwas über die verschiedenen Möglichkeiten in der Verwaltung informiert? Das könnte ich mir für dich recht interessant vorstellen.“


    „Wenn wir ihm von deinen Plänen erzählen, wird er dir sicher helfen. Ich kann auch gern mit der Kaiserin sprechen. Ich denke, es ist das Beste, wenn wir beide gemeinsam oder wenn du es selbst tun möchtest, Livianus davon erzählen und dann schauen wir welchen Weg er für den Besten hält. Ich denke, dass es nicht so schwer sein sollte dir den Ritterstand zu verschaffen.“


    Sie wusste nicht was dagegen sprechen sollte ihren Sohn in den Stand erheben zu lassen. Es würde schon klappen und zur Not musste wirklich die Kaiserin tatkräftig unterstützen.

    Die Kaiserin und sie hatten am Vormittag eine Unterhaltung über die Homerischen Hymnen geführt und nun wollte sie eine spezielle Stelle nachlesen. Sie wusste, dass sich eine Abschrift dieser Stelle in der Bibliothek der Decimi befand. So hatte sie sich also nach ihrer Heimkehr gleich in die Bibliothek begeben und wie es ihr dann oft gern passierte, kam sie von einer Sache zu einer anderen Sache und so vergaß sie oft auch mal die Zeit. Als ihr Mann dann den Raum betrat, sah sie auf und legte die Tabula zur Seite, die sie gerade in der Hand hielt.


    "Natürlich darfst du mich stören."


    Sie lächelte ihren Mann an und begrüßte ihn erst.


    "Wie war es denn heute," erkundigte sie sich nach dem Tag ihres Mannes. Von der Audienz hatte sie natürlich gewusst, jedoch nicht worum es dabei ging.

    Der Händler musste aufpassen, dass ihm nicht erneut der Mund offen stehen blieb. Er nannte nach einigem Nachdenken einen etwas günstigeren Preis als er von anderen Käufern verlangt hätte. Dass die Kaiserin bei ihm einkaufte, hatte ihn wirklich beeindruckt. Die Schmuckstücke, die die Kaiserin ausgewählt hatte, packte er dann sorgfältig ein und übergab sie schließlich dem Träger auf den die Augusta wies.



    Vespa nahm Serena die Kette ab und legte sie dieser dann um den Hals und schloss sorgfältig den Verschluss.


    "Vielen Dank. Das ist wirklich eine schöne Kette," bemerkte Vespa dann und lächelte die Kaiserin an. Nachdem sie am Stand des Kelten alles soweit erledigt hatten, ging es dann weiter mit dem Marktbesuch.

    Nachdem sie ihren Sohn in die Arme geschlossen hatte, signalisierte sie der Sklavin, dass diese sie weiter frisieren konnte. Allerdings setzte sich Vespa vorher so, dass sie ihren Sohn anschauen konnte.


    „Du musst dich nicht dafür entschuldigen. Weder dafür, dass du mich angeblich überfällst – was du nicht tust – und auch nicht dafür, dass du dir Zeit genommen hast dir Gedanken über deine Zukunft zumachen.“


    Nun also wusste sie was ihr Sohn von ihr wollte. Für Primus würde sie sich auch immer Zeit nehmen. Da musste auch die Kaiserin mal auf sie warten. Nun war sie wirklich gespannt für was sich ihr Sohn entschieden hatte, welchen Weg er gehen wollte. Er schien Zeit etwas Zeit zu brauchen um das sagen zu können was ihm auf dem Herzen lag. Dann hatte er ihr seine Entscheidung mitgeteilt und sie musterte ihn einen Augenblick recht intensiv. Sie wollte wissen ob es nur eine kurze Laune war oder ob er sich diesen Weg wirklich ausgesucht hatte, weil es seine Überzeugung war. Sie kam zu dem Schluss, dass es wirklich eine reiflich überlegte Entscheidung war, die er ihr gerade präsentiert hatte.


    „Nun, wenn du diesen Weg als richtig erachtest, werde ich dich dabei natürlich unterstützen und auch dein Stiefvater wird das ganz sicher tun. Es ist deine Zukunft und natürlich wäre ein weiterer Senator in der Familie großartig gewesen, aber auch der Ritterstand ist eine ruhmreiche und sehr angesehene Laufbahn. Ich freue mich, dass du deine Entscheidung getroffen hast.“


    Die Sklavin war inzwischen mit der Hochsteckfrisur fertig geworden und Vespa konnte sich etwas bequemer hinsetzen.


    „Hast du dir denn schon Gedanken dazu gemacht welchen Weg du gehen möchtest, also ob du den militärischen Weg oder den der Verwaltung beschreiten möchtest? Vielleicht auch den religiösen Weg?“

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    Original von Faustus Decimus Serapio
    Ich gab meiner heroischen Herausforderung einen Augenblick zu wirken, bevor ich die Regeln verkündete:
    "Ich werde beginnen. Darauf werfen wir alle reihum Rätsel in die Runde. Und wer als erster von uns allen drei richtig gelöst hat – der soll unser Rex bibendi sein."
    An meine noble Frau Stiefmama gewandt fuhr ich fort:
    "Unsere Hausherrin bitte ich, unsere Schiedsrichterin zu sein. Auf dass es ein fairer Wettstreit sei! Auf dass der Beste gewinnen möge!"
    Mein Rätsel folgte sogleich.


    Vespa war sichtlich überrascht als sie die Worte ihres Stiefsohnes vernahm. Aber nur einen kurzen Moment lang. Dann hatte sie sich nach außen hin gefasst.


    "Es ist mir eine große Ehre alle Rätsel und die dazugehörigen Lösungen zu hören und dann den Rex bibendi des Abends küren zu dürfen. Ich wünsche uns allen viele interessante und lustige Rätsel und natürlich viel Erfolg."


    Sie würde also den Gästen noch mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen dürfen als sie ohnehin schon zu tun vorgehabt hatte. Noch ein Mal lächelte sie in die Runde und ließ den Rätselratern- und stellern den Vortritt.




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    Original von Iunia Sibel, Marcus Decimus Livianus und Aulus Iunius Avianus



    Es war sehr interessant all den Gäste und Schaustellern zuzusehen und zu beobachten was so geschah. Langeweile konnte nicht aufkommen, dafür gab es einfach zu viel Unterhaltung. Sie war bester Laune und das konnte man ihr ansehen. Sie lächelte jeden fröhlich an und begrüßte die Gäste auch ebenso. An diese Tage sollte keiner seinen sonstigen Gedanken nachhängen sondern einfach ausgelassen sein. Dafür hatte Serapio gesorgt und sie würde ihm dieses Lob in den nächsten Tagen auch gern persönlich noch überbringen wollen. Doch nun galt es einem jungen Mann und einer jungen Frau die Aufmerksamkeit zu schenken. Sie waren an sie herangetreten und da der Mann das Wort zuerst an Livianus richtete, musste es sich um jemanden handeln, den ihr Mann gut kannte.


    „Salve,“ begrüßte Vespa den Mann kurz und lauschte dann vorerst der Unterhaltung, die die beiden Männer führten. Ihr Mann hatte dem Paar also die Möglichkeit verschafft, heiraten zu können. Sie wusste nicht ob er ihr davon berichtet hatte. Doch das war auch nicht unbedingt notwendig. Er musste ja nicht seinen ganzen Tagesablauf haarklein vor ihr darlegen.


    „Ah, ein Verwandter von Silanus. Ich bin auch sehr erfreut euch kennenzulernen. Iunius und Sibel. Ich möchte mich auch für die besonderen Worte zu meiner Person bedanken.“


    Ein Kompliment wollte sie nicht unkommentiert stehen lassen. Sie lächelte noch immer und es wurde noch ein wenig offener als der Iunius den zukünftigen Familienzuwachs ansprach.


    „Das ist wirklich eine ganz besondere Nachricht und ich wünsche euch den Segen der Götter und dass sie euch beistehen werden. Darf ich neugierig sein und fragen wann es etwa so weit sein wird. Hat dies deine Hebamme schon verraten?“


    Als Frau und Mutter war sie da natürlich neugierig.

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    Original von Marcus Decimus Livianus


    Ihr Stiefsohn hatte sich wirklich viel einfallen lassen und ganz offensichtlich nicht an den Attraktionen gespart. Das Essen allein war schon imposant gewesen. Eine Speisefolge, die wirklich wenig Vergleichbares zu finden wusste. Nun versuchten sie sich von dem vielen Essen zu erholen. Sie selbst hatte sich versucht zurückzuhalten. Vespa wusste, dass sie sonst in den nächsten Tagen einige Probleme mir ihrem Bauch haben würde. Dennoch fühlte sie sich vollgestopft und in diesem Moment sehr faul. Sie war gerade sehr froh, dass sie sich für die etwas weitere Tunika entschieden hatte, die im griechischen Stil gehalten war. Da wurde der Bauch nicht so eingezwängt. Ihre Haare waren kunstvoll aufgesteckt worden. Dies hatte zur Folge, dass sie unheimlich aufpassen musste das nicht durch eine unbedachte Bewegung zu ruinieren. Auf der Kline war schon mal ein guter Ort das Kunstwerk in relativer Sicherheit zu wissen. Nachdem ein Teil des Unterhaltungsprogramms dann wieder weitergezogen war, wandte sich ihr Mann an sie. Vespa lächelte ihn an als er seine Worte an sie richtete.


    „Das ist dann die Frage ob wir sie häufiger stattfinden lassen sollte, damit du dich besser daran gewöhnen kannst oder du das nächste Mal ein wenig Zurückhaltung an den Tag legst.“


    Auch wenn vielleicht ein kleine Belehrung oder ein kleiner Vorwurf mitschwingen mochte, so war es nicht wirklich so gemeint. Es sollte ein ausgelassener Abend werden. Dennoch konnte sie gerade nicht anders.


    „Ja, da hat er sich wirklich richtig ins Zeug gelegt. Eine wunderbare Feier.“


    Seine Worte zauberten ihr sofort ein Lächeln auf die Lippen. Sie schien in diesem Moment noch ein wenig mehr zu strahlen als sonst. Er griff nach ihrer Hand und sie blickte kurz auf diese ehe sie Livianus wieder ansah.


    „Vielen Dank und es freut mich sehr, dass ich auch heute wieder deinen Geschmack getroffen habe.“


    Sie hauchte ihm einen züchtigen Kuss auf die Wange.


    „Mich freut es auch, dass wir gemeinsam an dieser Feier teilnehmen können und auch so viele von der Familie und die Freunde da sind. Es ist wirklich schön. Auch einfach mal die ganzen Pflichten für den Moment vergessen zu können.“


    Davon hatten sie ja beide einige. Wieder lächelte sie ihn an und ließ nach einem kurzen Moment den Blick über die Gäste schweifen, die sich in der Nähe befanden. Es waren so viele Leute gekommen. Wirklich beeindruckend. Dann griff sie nach ihrem Becher mit dem Wein und trank einen Schluck davon.

    Dem Händler schien es langsam zu dämmern, dass die Freundin der Aelia wohl etwas besonderes sein musste. Sonst wäre wohl nicht so ein Tross aufmarschiert. Mit etwas zittrigen Händen begann der Händler zu erklären. "Dieses Stück steht für das Leben. Es vereint in sich den Zyklus des menschlichen Seins. Die Geburt, das Leben und der Tod sind darin vereint. Diese Spirale steht für das Leben und diese für den Tod und dort wo sich die Knoten berühren finden wir die Entstehung."
    Der Händler hoffte, dass er es verständlich erklärt hatte.



    Vespa selbst hatte auch aufmerksam zugehört. Bei diesem Volk taten sich auch bei ihr noch erhebliche Wissenslücken auf.


    "Ein wirklich schönes Stück."


    Auch ihr gefiel es sehr gut.

    Leider musste Vespa sich etwas verspäten. Sie hatte noch für die Kaiserin etwas zu organisieren gehabt und das konnte sie nicht unterbrechen. Es war sehr eilig gewesen. Dann hatte sie sich auf den Weg gemacht. Vespa war sehr überrascht über diesen Besuch. Es hatte keine Vorwarnung gegeben und auch keine Information, dass eine Verwandte ihres ersten Mannes in der Stadt war. Ehe sie das Atrium betrat, wies sie noch eine Sklavin an etwas zu trinken zu bringen und eine Kleinigkeit zum Essen. Ein paar Trauben, etwas Brot und Käse. Nachdem sie sich davon überzeugt hatte, dass alles perfekt saß, trat sie dann ein.


    "Bitte entschuldigt meine Verspätung. Mich hat eine dringende Absprache aufgehalten. Mein Sohn wird euch sicher in der Zwischenzeit die Zeit vertrieben haben."


    Sie sah kurz zu ihrem Sohn und ging dann auf den Aurelier zu um diesen zu begrüßen.


    "Lucius Aurelius Batiatus Minor es freut mich sehr dich zu sehen. Es ist sehr lange her."


    Dann wandte sie sich Drusilla zu.


    "Bei den Göttern bist du groß geworden."


    Vespa war wirklich überrascht wie sich die junge Aurelia gemacht hatte.


    "Welch Freude dich wiederzusehen."


    Nach der Begrüßung kam auch die Sklavin mit den Getränken, die sie den Gästen dann anbot ein anderer Sklave mit den kleinen Speisen.

    Ihre Aufgaben auf dem Palatin nahmen sie mehr in Anspruch als sie es sich anfangs vorgestellt hatte und sie hatte sich wirklich schon viel Zeit vorgestellt. Oft ging sie früh aus dem haus und kam erst am späten Abend wieder zurück. Sie hatte inzwischen eine ganze Vielzahl von römischen Bewohnern kennengelernt, die sie vermutlich sonst nie getroffen hätte. Ihr Mann hatte bereits vor ihr das Haus verlassen und sie war jetzt kurz davor es auch zu tun. Gerade bürstete ihre Sklavin ihr die Haare um sie danach zu einer Hochsteckfrisur aufzutürmen.


    "Gaius? Ich bin hier."


    Ihre Stimme war aus ihrem Raum zu hören. Als Gaius dann eintrat, lächelte sie ihn freundlich an und bedeutete ihm zu ihr zu kommen um ihn in die Arme zu nehmen wie sie es immer zu tun pflegte, wenn sie unter sich waren.


    "Was kann ich denn für dich tun?"


    Vespa bedeutete der Sklavin kurz mit dem Bürsten aufzuhören, damit sie sich mit ihrem Sohn unterhalten konnte.

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    Original von VETURIA SERENA
    ...Doch schlussendlich kamen sie ohne großartige Zwischenfälle am Geschäft ihrer Walh an. Nun ruhte der Blick der Kaiserin wieder auf ihrer Bereaterin Vespa. „Nun bin ich aber gespannt auf das was du mir zeigen willst.“...


    So schnell war sie noch nie in die Hallen der Trajansmärkte gelangt. Obwohl sie versuchte oftmals dann dort einzukaufen wenn es etwas ruhiger war, hatte sie sich noch immer zwischen den Menschen hindurchschlängeln müssen. Dennoch war der Tross schneller vorangekommen als sie es vermutet hatte. Nun standen sie vor der Auslage des keltischen Händlers. Der Händler machte große Augen als er erkannte welch Entourage da plötzlich vor ihm aufzog.


    "Ailig, ich habe eine liebe Freundin von mir mitgebracht. Es würde mich sehr freuen wenn du ihr deine schönsten Stücke zeigen könntest."


    Der Mann nickte ein wenig, noch immer überrascht was sich da vor seinem Stand aufgestellt hatte. Dann begann er einige Schmuckstücke von der Auslage zu nahmen und noch zwei weitere aus einer Schatulle unter seinem Tisch. Es waren verschiedenen Varianten von Knoten, die für die Kelten üblich waren. Ein wunderschön gearbeiteter Lebensbaum wurde der Kaiserin dargeboten und eine Brosche mit verschiedenen Runen.

    "Ja, natürlich. Wir können uns ja in Ruhe beraten und ich werde vorher mich gern auch noch umhören ob ich herausbekommen kann, was die beiden benötigen oder gern geschenkt bekommen möchten."


    Vespa wusste selbst noch nicht was sie dem Paar schenken könnte, aber vielleicht hatte ja auch Livianus ein paar Vorschläge und sie würde im Fall mit der Augusta davon auch profitieren können. Ansonsten würde sie einfach die Ohren genau spitzen und gut zu hören. Zum nächsten Auftrag nickte sie dann.


    "Das werde ich dann gern machen."


    Sie lächelte Camelia an. Dann ah sie wieder zur Augusta und nickte erneut.


    "Natürlich sehr gern. Ich werde versuchen ein wenig voran zu gehen. Mal sehen wie erfolgreich ich dabei sein werde. Du wirst den Weg ganz sicher nicht bereuen."


    Vespa hoffte, dass Serena genauso viel Freude dabei haben würde, wie sie sie gehabt hatte als sie sich die vielen Schmuckstücke angesehen hatte und vielleicht kaufte die Kaiserin ja wirklich etwas. Die Beraterin trat etwas näher an den sie begleitenden Decurio um ihm eine Richtung vorzugeben. So hoffte sie etwas schneller voranzukommen.


    "Decurio Vibius. Wir müssten in die große Trajans-Markthalle und dort in den zweiten Stock. Weißt du eine Möglichkeit wie wir dort ohne größere Wartezeiten hingelangen können?"


    Sie wollte dem Mann nicht vorschreiben was er tun sollte, ihm aber sagen was die drei Frauen nun vor hatten.

    "Ja, ich habe diesen Stand vor einigen Tagen gesehen und ich fand die Schmuckstücke besonders schön."


    Vespa erklärte ihrem Schützling warum sie der Kaiserin davon erzählt hatte. Dann setzte sie sich langsam in Bewegung, damit sich der ganze Tross entsprechend organisieren konnte. Da hatte sie vergessen der Augusta von der Verlobung zu berichten? Ach du Schreck...aber es waren ja auch so viele Dinge in letzter Zeit zu besprechen gewesen.


    "Bisher ist mir noch kein Termin genannt worden. Aber es stimmt, es gab eine große Verlobungsfeier. Um das Geschenk werden wir uns dann kümmern."


    Als die Augusta dann fragte ob Camelia ihr bei Gelegenheit eine Kostprobe geben könnte, nickte sie dieser aufmunternd zu.


    "Wir würden sicher eine gute Gelegenheit finden wenn Camelia sich dazu bereit erklären würde."

    Es dauerte einen Moment bis ihre angeheiratete Verwandte den Weg zu ihnen finden würde. So nutzte Vespa die Zeit den Versuch zu starten ihrer Begleitung zu erklären wo der Stand war.


    "Er befindet sich im zweiten Stock der Trajansmärkte. Auf der rechten Seite des Halbrunds. Es könnte für die Praetorianer ein wenig aufregend werden wenn wir dorthin wollen. Es ist dort immer recht voll und für solch eine große Menge an Begleitern, könnte es eng werden."


    Dann hatte es auch Camelia zu ihnen geschafft.


    "Serena? Darf ich dir das Mündel von Decimus Serapio vorstellen. Decima Camelia. Sie ist erst vor einiger Zeit zu uns gekommen und wie ich schon erwähnt habe, hatte mein Stiefsohn mich gebeten sie in die Gesellschaft einzuführen."


    Dann wandte sie sich Camelia zu.


    "Das ist ja ein Zufall dich hier zu treffen. Wolltest du dich nur auf den Märkten umsehen oder hattest du etwas gezielt im Auge."


    Es sollte kein Ausfragen sein und auch keine Kontrolle. Sie konnte sich vorstellen, dass Camelia ein wenig aufgeregt war und sie wollte dieser Aufregung durch eine normale Unterhaltung ein wenig an Fundament nehmen.

    Zitat

    Original von Aelia Vespa
    ...


    "Dann gib mir einfach Bescheid und ich werde da sein und dich unterstützen soweit ich es vermag. Ich finde dieses Projekt wirklich interessant und es ist jeder Unterstützung wert."


    Dann sprach die Duccia schon weiter.


    "Oh, es tut mir sehr leid. Ich hoffe, dass niemand zu schaden gekommen ist. Soweit ich dieses Stadthaus in Erinnerung habe, war es wirklich ansehnlich gewesen. Kannst du mir dieses Landgut beschreiben, das deine Familie sich errichtet hat?"


    Auch die weiteren Auskünfte waren sehr interessant.


    "Es freut mich zu hören, dass deine Familie sich noch immer für die Interessen der Provinz einsetzt. Soweit ich das richtig in Erinnerung habe, gab es viele aus deiner Sippe, die sich für die Provinz verdingt haben und es wäre wirklich sehr schade, wenn sich diese Interessen verlieren sollten."


    Nun wandte sie sich der Augusta zu.


    "Der Vater meines verstorbenen Mannes, Prudentius Commodus hatte sich dort auch verdient gemacht und war in der Verwaltung tätig. Balbus hat mir berichtet, dass er nur Gutes von den duccischen Verwaltungsbeamten zu berichten hatte."

    "Vielleicht ist es ja möglich, dass die Praetorianer es so einrichten können, dass du auch mal einen Blick auf einen stand werfen kannst. Ich habe von einem Stand gehört, der ganz vorzügliche keltische Schmuckarbeiten veräußern soll. Außerdem wurde ich darüber informiert, dass auch neue Ware aus Aegyptus eingetroffen sein soll. Aegyptisches Glas. Das wäre sicher einen Besuch wert und wenn du die Preatorianer bittest das zu ermöglichen, werden sie sicher einen Weg finden."


    Es sollte der Kaiserin ja möglich sein auch mal selbst einkaufen gehen zu können und den Marktbesuch auch zu genießen. Als die Kaiserin den Germanicus ansprach, blickte sie in dessen Richtung und grüßte auch ihn aus der Ferne. Sie bestätigte Serena ihre Vermutung. Dann waderte ihr Blick zu der jungen Frau, die sie aufgeregt wirken sollte.


    "Ja, ich kenne sie. Sie ist die Nichte meines Stiefsohnes. Serapio ist auch ihr Vormund hatte mich gebeten sie in die Gesellschaft einzuführen und ihr die Gepflogenheiten näher zu bringen. Soll ich sie dir ein Mal näher vorstellen?"


    Fragend sah sie ihre Freundin an. Vielleicht wollte sie ja ihre Verwandte kennen lernen.

    Vespa war wirklich mehr als nur überrascht gewesen als man sie durchsuchte. Sie hatte ja wirklich Einiges erwartet und mit Vielem gerechnet aber nicht, dass ein Soldat ihr tatsächlich eine Durchsuchung angedeihen ließ. Sie ging im Palast ein und aus, begrüßte die Wachen freundlich an der Porta und hatte sonst nichts mit ihnen zu tun und hier musste sie... Nun ja, sie wäre wohl nicht sie wenn sie das nicht hätte stoisch über sich ergehen lassen. Endlich bei der Kaiserin angekommen, verließ diese sie auch schon wieder kurz. Wirklich ruhig machte sie den Decurio auf seinen Fehler aufmerksam. Noch ein Mal musterte sie den Mann mit dem Serena gerade gesprochen hatte und richtete dann ihre Aufmerksamkeit ganz auf diese und lächelte sie freundlich an.


    "Ich freue mich auch und natürlich bin ich gern dabei wenn du die Stadt erkundest. Wohin möchtest du denn zu erst? Hast du etwas Bestimmtes ein Auge geworfen oder möchtest du einen Tipp oder dich einfach treiben lassen?"


    Auf jede Antwort war sie gefasst und würde sich entsprechend verhalten können. Auch hatte sie schon einen Vorschlag wenn die Veturia einen Vorschlag haben wollte.

    Die Aelia hatte Seiana weiter aufmerksam zugehört. Es schien eine sehr vertrackte Situation zu sein und in diesem Moment wollte ihr auch nichts einfallen wie sie da helfen konnte. Dann erzählte Seiana von damals, aus der Zeit wo sie mit ihrem Verwandten verlobt gewesen war. Am Liebsten hätte sich die Aelia jetzt noch ein mal für das Verhalten entschuldigen wollen, das das Familienmitglied damals an den Tag gelegt hatte. aber es würde keinem helfen und war nun auch schon so viele Jahre her. Es tat Vespa wirklich leid was Seiana erleben und durchleben musste und als sie ihr dann erklärte, dass die Iunia sie beschuldigte Affären gehabt zu haben, war zu viel. Das durfte doch nicht wahr sein. Aber nun war sie darauf vorbereitet und sie würde wissen wie sie damit umzugehen hatte. Natürlich würde sie diesen entgegentreten. Wenn sie etwas hörte, würde sie wissen was sie tun musste. Die beiden Frauen unterhielten sich dann noch ein wenig in ungestörter Umgebung weiter ehe ihre Pflichten sie wieder riefen.

    Sie konnte nur all zu gut verstehen, dass Serena gern mal etwas anderes sehen wollte als nur ständig die Palastmauern und die ganzen Besucher, die dem Kaiserpaar oder der Familie ihre Aufwartung machen wollten. Die erste Zeit war wirklich sehr intensiv gewesen und sie hatte ja nicht mal alles mitbekommen. Sie war ja nur halbe Tage anwesend gewesen. Also sich etwas frische Luft um die Nase wehen zu lassen, war ganz sicher kein falsches Vorhaben. Als Treffpunkt hatten sie sich Markt auserkoren. Genau musste es nicht sein. Die Kaiserin war nicht schwer zu finden. Es war einiges los gewesen, aber das war ihr egal. Sie hatte ein klares Ziel vor Augen. Eine Herausforderung war es nicht gewesen die Kaiserin zu finden. Sie musste ja nur nach einer Sänfte Ausschau halten und vielen Begleitern drumherum. Bei den Bewachern angekommen, machte sie sich kurz bemerkbar, damit sie das Quadrat durchqueren konnte und ging dann zu dem Befehlshaber dieser Truppe.


    "Salve. Ich möchte mich gern als anwesend melden."


    Vespa ging davon aus, dass man sie inzwischen kannte und erkannte. Sie war ja zu einem halben Schatten Serenas geworden und irgendwie immer dort zu finden wo auch die Kaiserin war. Sie musste sich wohl nicht mehr vorstellen. Dennoch meldete sie sich natürlich an und begrüßte die Wache mit einem freundlichen Lächeln. Nicht, dass es noch zu Irritationen kam. Dann ging sie zur Kaiserin hinüber.


    "Salve Serena. Wie hast du dir denn den heutigen Marktbesuch vorgestellt?"


    Sie hatten es leider am Abend zuvor nicht geschafft alles abzusprechen und sie wollte ja im Wege stehen. Während Vespa auf die Antwort wartete, lächelte sie natürlich auch Serena an.

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    Original von VETURIA SERENA


    Gern folgte Vespa der Aufforderung der Kaiserin und gesellte sich zu den beiden Damen hinzu. Die Aelia war etwas über das Gesprächsthema überrascht und wenn sich ihr der Grund dafür nicht von selbst erschloss, würde sie einfach später nachfragen.


    "Darf ich fragen wo du vor Roma gelebt hast?"


    Das wäre interessant zu wissen. Das fand Vespa jedenfalls.

    Natürlich lauschte Vespa dem Gespräch zwischen der Augusta und der Duccia. Ein wirklich interessantes Vorhaben, dass diese da verwirklichen wollte.


    "Wenn du noch irgendwie Hilfe benötigst, kannst du mich auch gern ansprechen. Wenn es meine Verpflichtungen hier zu lassen, werde ich dir gern helfen."


    Kurz hatte Vespa dabei zur Augusta geschaut. Natürlich hatte auch Vespa bei den Vorspeisen sich bedient.


    "Mich würde es auch sehr interessieren ob es dort etwas Neues gibt. Ich war schon so lange nicht mehr dort und von meiner Heimat zu hören, würde mich auch sehr freuen."


    Vespa lächelte die beiden Frauen an.