Beiträge von Faustus Octavius Macer

    Flora bestand hartnäckig auf ihrer Idee, was Macer nicht unrecht war. Er sollte sich wohl wirklich Gedanken machen, ob eine kleine Ansprache die Massen eher bewegen würde als einfache Plakate.
    Ich werde mir das mit der Rede überlegen. Nichtsdestotrotz würde ich dich gerne um einen Gefallen bitten...Könntest du dir vorstellen einen Entwurf für ein solches Plakat zu erstellen? Wir könnten dieses dann gemeinsam besprechen und du organisierst danach das Verteilen.


    Er wartete noch einen Augenblick bevor er hinterherwarf. So ganz wie es ein persönlicher Schreiber macht... Macer war gespannt, ob Flora diesen Wink verstand.


    Er wartete eine geraume Zeit, ohne dass sich einer der anderen Mitglieder rührte. So hing es also an ihm eine Entscheidung zu treffen.


    Dann ist die Sache beschlossen. Hiermit ist die Sitzung beendet. Wir sehen uns dann bei den Compitalia.


    Mit diesen Worten stieg Macer vom Podest und bahnte sich ein Weg zum Ausgang. In seinem Kopf schwirrten schon verschiedene Ideen zum Fest, die es nun möglichst schnell zu ordnen galt.

    Nun erwähnt Cerretanus also doch Sedulus. Ob er von den Absprachen zwischen ihm und Sedulus wusste?
    Ungeachtet dessen hörte sich der junge Germanicus vernünftig an und schien sich der Sache recht sicher zu sein. Dennoch wollte Macer ihn nicht zu schnell aufnehmen, auch wenn dem nichts im Wege stand.

    Deinen Worten zufolge passt du gut in unseren Verein. Doch wie sieht es mit Taten aus? Wir übertragen den einzelnen Mitgliedern gerne einzelne Stadtgebiete, die diese dann im Besonderen im Auge behalten. Gibt es deinerseits hier irgendwelche Vorstellungen?

    Macer rannte die letzten Meter zur Villa Claudia um gerade noch rechtzeitig im Tablinum zu erscheinen. Offenbar war das Treffen bereits im Gange, weshalb er sich den Gruß an den Consul für später aufhob. Aus den Meldungen der anderen Senatoren schloss Macer, dass eine Abstimmung im Gange war. Da er die Frage aber nicht mitbekommen hatte, enthielt er sich.

    Endlich, dachte sich Macer. Endlich vertrat Flora eine eigene Meinung und stimmte ihm nicht zu. Er war froh, dass sie diese Diskussion anstieß, denn nur so konnte er seine eigene Idee überdenken.


    Du magst recht haben mit deinem Einwand. Aber es geht hier vor allem um das Angebot für Rechtsberatung. Glaubst du, dass es hier mit einer Rede und Mundpropaganda getan ist? Erreichen wir nicht viel mehr Bürger, wenn sie es schwarz auf weiß auf Schildern überall in Rom verteilt lesen würden?

    Einer Germanicer also, ob er vielleicht mit Sedulus verwandt ist? Darum sollte es aber in diesem Gespräch aber nicht gehen.


    Nun, die Quadrivii suchen dringend nach neuen Mitgliedern, weshalb einer Aufnahme prinzipiell nichts entgegensteht. Dennoch haben wir Erwartungen an unsere Mitglieder...wie wäre es also wenn du mir kurz deine Beweggründe nennst, wieso du unserem Verein beitreten möchtest?

    Macer hatte über Umwege von diesem Rennen erfahren und lies es sich nicht nehmen, den Fahrern seiner Factio zuzuschauen. Am Rande der Arena konnte er den jungen Pompeius ausmachen, den er erst vor kurzem auf einer Mitgliedsversammlung kennengelernt hatte. Neben ihm stand ein weiterer junger Mann, den er vom letzten Treffen bei den Quadrivii kannte. Die beiden schienen sich zu kennen und gut zu verstehen, weshalb Macer zögerte sich den beiden anzuschließen. Stattdessen entschied er sich ein paar Meter entfernt stehen zu bleiben und seinen Blick über die Bahn schweifen zu lassen. Es war schon eine sehr lange Zeit vergangen, seit er das letzte Mal hier stand. Damals hatte er zusammen mit Septima ein Rennen angeschaut, das waren Zeiten.
    Macer schüttelte seinen Kopf als er bemerkte, dass er wieder zu träumen begann. Er durfte diese Bilder nicht an sich herankommen lassen...schnell suchte er nach Ablenkung und fand diese beim Blick auf die Fahrer. Etwas Abseits der weißen Fahrer sah er ein neues Gesicht, das er nicht zuordnen konnte. Hatte Atticus etwas bereits einen Nachwuchsfahrer gefunden? Macer zog eine Augenbraue nach oben. Offenbar hielt sein Kollege es nicht für nötig, die Factio über sein Handeln zu informieren.

    Macer blickte Flora ernüchtert an. Sicherlich war ihre Idee keine schlechte und ganz im Gegenteil notwendig, soweit sich die Wahl näherte. Doch in diesem Fall würde es nichts nutzen, vor allem bei einer so unbedeutenden Familie wie den Furia.
    Wie kommst du denn zu einem Kontakt zu den Furia? Mir ist keiner dieser persönlich bekannt, ihre Glanzzeit in Rom scheint mir etwas vorüber zu sein. Ungeachtet dessen dachte ich mehr an eine öffentliche Kundtuung meinerseits; es muss alle Bürger Roms erreichen und nicht nur wenige, die man während einer Cena begrüßen kann.


    Er überlegte, ob er ihr noch eine weitere Chance lassen wollte, doch entschied sich am Ende das Ruder selbst in die Hand zu nehmen.
    Hast du schonmal ein Werbeplakat erstellt, Flora? Das ist nämlich das, was ich im Sinn hatte. Es darf nicht billig wirken, wie eine Werbung für niedere Dienste. Nein, es muss aufmerksam machen auf die Missstände in Rom und denjenigen, der diese bekämpfen möchte...Verstehst du was ich meine?

    Macer wurde unterrichtet, dass ein Besucher um die Aufnahme bei den Quadrivii bitten wollte. Als neuer Magister des Vereins war es für ihn das erste Gespräch mit einem Bewerber. Gespannt schritt er zur Empfangshalle um den Fremden zu begrüßen.


    Salve. Du wolltest mich sprechen?

    Der Ianator hob seine Augenbrauen als er das Anliegen des Germanicus hörte. Es war nicht sonderlich üblich, dass ein gewöhnlicher Bürger direkt um ein Gespräch mit einem Senator bittet. Er kannte aber auch den Hausherren und wusste um dessen Plan. Daher machte er keinen Aufstand sondern führte den Besucher direkt in die Empfangshalle

    Macer war zufrieden mit der Antwort, da sie alle nötigen Informationen beinhaltete. Er bedankte sich für die Auskunft und ging seiner Wege. Am nächsten Morgen schickte er dann eine Boten los, um einen Brief an den Magister an der Porta abzugeben.



    Ad
    Potitus Atinius Tutor
    Magister Septemvirorum
    Collegium Septemvirorum



    Salve Atinius Tutor,


    Ich bin Faustus Octavius Macer, Senator Roms und Magister der Germania Quadrivii. Es liegt mir am Herzen, meine bisherigen Beschränkungen auf politische Tätigkeiten zu erweitern und auch auf religiöser Seite, dem Reich zu dienen. Als kaisertreuer Mann, der dem Volk sehr nahe steht, wäre es mir eine große Ehre im Collegium Septemvirorum als Septemvir tätig sein zu dürfen.
    Gerne komme ich zu einem persönlichen Gespräch vorbei, um meine Motivation näher zu erläutern.



    Vale bene,
    Faustus Octavius Macer



    Zitat

    Original von Narrator Italiae
    Es dauerte einen Augenblick, bis Egilius alle gehobenen Hände gezählt hatte, dann stand das Ergebnis beider Wahlgänge fest: "Ich darf verkünden, dass Senator Octavius und meine Wenigkeit gemäß unserer Kandidatur gewählt sind. Vielen Dank für euer Vertrauen, werte Sodales." Er lächelte zufrieden. Als Pro Magister hoffte Denter, nicht mehr so sehr viel Arbeit und Verantwortung tragen zu müssen, wie er das als Magister hatte tun müssen. Die Sodales applaudierten artig.


    "Senator Octavius, werter neuer Magister, ich darf dich nun nach vorne bitten und dir die Sitzungsleitung übergeben. Nach diesem Wahlgang steht noch ein letzter Tagesordnungspunkt auf der Agenda, nämlich die Frage ob wir anlässlich der Compitalia im Januar ein Festprogramm planen wollen."


    Macer blickte zufrieden in die Runde, als er bemerkte, dass ein Großteil der Mitglieder seiner Kandidatur zustimmten. Sein nunmehr Vorgänger gab ihm aber keine Schonfrist, sondern setzte ihn direkt in die Verantwortung. Dexter schien es wirklich eilig zu haben mit der Ablösung.


    Werte Kollegen, ich danke euch für euer Vertrauen. Ich hoffe diesem gerecht werden zu können. Doch kommen wir zu den Compitalia, einem für uns in der Tat sehr wichtigem Fest. Wir sollten dies entsprechend gemeinsam begehen; nicht nur um die Laren zu ehren sondern auch um unsere wichtige Position in der Gesellschaft zu untermauern. Ein paar neue Mitglieder würden dem Verein sicher nützen.
    Er überlegte kurz, welche Art von Festlichkeit sich in der kurzen verbleibenden Zeit organisieren ließe.


    Wir sollten den Lares compitales mit der Aufstellung eines Schreines an einem Wegkreuz nahe der Stadtmauern Roms gedenken. Mit etwas Essen lassen sich hoffentlich genug Teilnehmer finden, um daraus ein würdiges Fest zu machen. Als Tag, schlage ich den PRIDIE NON IAN DCCCLXVII A.U.C. (4.1.2017/114 n.Chr.) vor. So kolieren wir nicht mit der Vereinigung der Truppen am Tag zuvor.


    Er war sich unsicher, ob er dies nun zur Abstimmung freigeben sollte oder seine Wort in dieser Sache ausreichende Macht haben. Deshalb entschied er sich für einen Zwischenweg.
    Gibt es Einwende oder Ergänzungen bezüglich meines Vorschlages?

    Freudig vernahm Macer die Zustimmung von Flora, auch wenn er mit etwas Diskussion über die Notwendigkeit auch leben hätte können.
    Verstehe mich nicht falsch, Flora, aber es geht bei einem Wahlkampf um jeden Helfer. Ich kenne dich zu schlecht, um dir jetzt ehrlich sagen zu können, welche deiner Fähigkeiten mir besonders helfen könnten. Es lag für mich viel eher nahe, zunächst die Familie einzubinden. Meine Kandidatur ist noch nicht öffentlich, wir arbeiten als erst noch im Verdeckten.


    Er machte eine kurze Pause, um Flora verstehen zu lassen. Es viel ihm schwer, den richtigen Draht zu ihr aufzubauen. Sollte er sorgsamer mit ihr umgehen weil sie eigentlich noch ein Kind war? Oder konnte er sie bereits als Erwachsene betrachten, da sie offenbar schon einiges alleine bewältigt hatte.
    Meine Idee wäre, dass wir zunächst meine Wiederkehr nach Rom publik machen, indem wir die Tür der Casa dem Volk öffnen. Ich möchte für dieses täglich verfügbar sein und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Insbesondere die Rechtsberatung erscheint mir in Rom zu fehlen...Also Flora, wie können wir dies geschickt anstellen?


    Er hatte natürlich bereits selbst Pläne, wollte die junge Octavia aber gerne mit einbinden.

    Macer wartete geduldig, bis Flora ihm Eintrag gewährte. Er betrat das Zimmer bedächtig und schaute sich etwas um. Ihr Zimmer war schön gestaltet, ganz nach seinem eigenen Geschmack.


    Ich entschuldige mich für mein plötzliches Erscheinen ohne Vorankündigung. Es war mir aber zu wichtig, als das ich es aufschieben wollte bis zu einem gemeinsamer Cena...Ich habe mich in der letzten Zeit ein wenig umgehört und es erscheint mir günstig, bei der nächsten Wahl des Cursus Honorum das Amt des Volkstribuns anzustreben. Das Amt hat in den letzten Jahren etwas gelitten, doch in dieser Zeit ist es besonders wichtig, die Sorgen der Bürger von Rom ernst zu nehmen und sie gerecht zu behandeln.
    Er stoppte hier, schließlich brauchte er einem Mitglied der Gens Octavia nicht erklären, wie wichtig das Volk für die Gesellschaft war. Dies unterschied sie deutlich von seinen patrizischen Senatorenkollegen.


    Du kannst dir vorstellen, dass so ein Wahlkampf sehr aufwendig ist und viel Vorbereitung bedarf. Dies kann ich nicht alleine stemmen, weswegen ich bei dir um Hilfe bitten möchte.


    Er schaute Flora fragend an. Er war sich nicht ganz sicher, ob sie ihm überhaupt helfen wollte.

    Macer vernahm erleichtert über die Worte des Magisters und das Schweigen der anderen Mitglieder. Offenbar hatte keiner etwas gegen seine Kandidatur. Er zögerte etwas, ob er für sich selbst stimmen sollte, entschied sich letztendlich aber dafür abzustimmen. Er wollte den anderen das klare Signal geben, dass er sich für dieses Amt geeignet fühlt. Bei der Wahl des Pro Magisters war die Sache einfacher, da es ja sein eigener Vorschlag war.



    Sim-Off:

    Zweimal :dafuer:

    Als Flamma die Worte seines Nebenmannes vernahm wurde er rot vor Verlegenheit. Er erinnerte sich in der Tat daran, doch er hatte es schlicht vergessen. Kurz wägte er ab, ob es nun schlauer war seinen Fehler gerade zu rücken oder lieber zu ignorieren; am Ende entschied er sich aber für letzteres. Glücklicherweise sprach Atticus auch direkt weiter und lenkte so vom seinem eigenen Versäumnis ab.
    Ähm, wie auch immer. Ich halte es für sinnvoll, sich nach einem weiteren jungen Talent umzuschauen. Wenn es sich ein solches finden lässt, sollten wir es direkt verpflichten, bevor uns eine andere Factio zuvorkommt. Ich erteile Atticus hiermit die Vollmacht über diese Anstellung, erwarte aber über den Fortschritt in dieser Sache informiert zu werden. Er spürte, dass seine Autorität von früher trotz des erneuten Zuspruches stark nachgelassen hatte. Vielleicht war seine Stimme nicht mehr die von früher, vielleicht waren es aber doch die fehlende Erfolge, welche die anderen Mitglieder misstrauisch machten.
    Wenn es weiter nichts gibt, beende ich das heutige Treffen. Wir sehen uns dann bei den nächsten Rennen! Sichtlich angeschlagen verließ er das Podest und ging geradezu zum Ausgang.


    Macer wartete noch eine Weile und unterhielt sich mit ein paar anderen Mitgliedern, bevor auch er den Raum verließ. Zuletzt blickte er nochmals zu Atticus; er war bis zuletzt nicht zu einem schlüssigen Bild gekommen. War der Pompeier respektlos und etwas eingebildet oder doch eigentlich sehr nett, aber in der Umgangsform nur ungeübt? Die Zukunft würde es wohl zeigen müssen.