Beiträge von Caecilia Cara

    Sie sah zu erst in die Richtung, in die Sedulus deutete und erblickte Calvena, die im Gespräch vertieft war und Gäste empfing.
    Dann machte er sie und Laeva auf seinen Onkel aufmerksam. Die Freundin würde es ihr nicht übel nehmen, wenn man erst zu ihrem anderen Onkel ging.
    Außerdem war sie viel zu neugierig, die Herren Senatoren kennen zu lernen. Sie richtete ihren Blick zu den Senatoren und musste lächeln
    Wenn ich mich recht entsinne, muss das ein Vincius sein...
    Die enge Verbindung ihres Bruders zu der Gens war ihr seit Jahren bekannt, doch kannte sie nicht viele seiner Freunde - was nicht nur an ihrer Abwesenheit während der Schulzeit lag, sondern auch seinem Sinn von Beschützerinstinkt entsprach.
    So freute sie sich noch mehr, gleich wohl interessante Bekanntschaften zu machen.


    "Sehr gern Senator. Calvena wird uns das wohl kaum übel nehmen. Sie geht ja auch gerade in ihren Gastgeberpflichten vollkommen auf."

    Sich neue Kleider gönnen und Cara war für sie ja nichts neues, aber das schlimme war, sowohl ihr, als auch Crassus - und das machte es so schlimm - war das bestens bekannt.
    Sie seufzte zwar innerlich, aber mit dem Gedanken, dass das schlechte Gewissen in spätestens 10 Minuten verflogen sein würde, lächelte sie schon wieder zufrieden.


    "Dann auf auf, machen wir uns fertig und erkunden Rom und seine Schätze."


    Mit dem Gedanken, wohin sie zu erst sollten und welche Läden die Tour nicht missen sollten, richtete sich Cara schon zum Gehen auf.

    Zitat

    Original von Quintus Germanicus Sedulus


    (...)Sie ist ein kleiner Wirbelwind, meine Sabina. Sie ist süße 5 Jahre alt und stellt so ziemlich alles auf den Kopf was man nur auf den Kopf stellen kann.
    (...)


    "Fünf Jahre? Herz aller liebst," sie nippte an dem Saft, den eine Sklavin zuvor nachgeschenkt hatte,
    "aber wenn sie jetzt schon alle auf Trapp hält, dann wartet die nächsten Jahre ab. Dann kommen Kinder mitunter in eine noch schelmischere Zeit.", lächelte sie.


    Aus den Worten des Senators sprach der Stolz eines Vaters. Sie fand es schön, wenn ein Mann auch eine sensible Seite hatte und in der Vaterrolle aufging. Das war für sie auch ein Zeichen von Stärke.


    "Aber sie hat ja ein gutes Beispiel mit Calvena zu Hause und wird ihr sicher bald nacheifern. Man sieht, wie die Zeit vergeht, wenn man betrachtet, wie schnell Kinder heranwachsen."

    Zitat

    Original von Quintus Germanicus Sedulus
    ...


    "Nein, er ist Grieche und vertritt eine sehr philosophisch-historisch geprägte Interpretation von Politik."


    Dann bestätigte Sedi, dass das kleine Mädchen in der Tat seine Tochter war.
    Lieber solang austoben, wie sie es mit ihrer kindlichen Unschuld und ihrem Charme entschuldigen kann, als dann, wenn sie ihre Familie mehr repräsentieren muss. Dachte sich Cara im stillen mit einem versonnenen Lächeln. Sie konnte sie gut vorstellen, dass man dem kleinen Wirbelwind nichts übel nehmen konnte und sie recht bald - wenn nicht jetzt schon - alle um den kleinen Finger wickeln konnte.
    "Ein lebhaftes und lebensfrohes Kind ist sicher das Glück der ganzen Familie.", stimmte sie dem Senator zu.


    Sie lehnte sich zu den Cousine, als sich diese einhackte und nickte auch jetzt. "Unsere Calena, die auch bei uns weilt, entstammt ebenso diesem Zweig, aber ihr Vater ist ein Bruder Iosephus'."


    Das Fest schien bereits im vollen Gang, denn immer mehr geschäfte Sklaven eilten um sie herum. Sie ließ sich kurz ablenken, aber wandte sich augenblicklich wieder an die beiden anderen.
    "Ich würde mich sehr freuen auch einmal den Senator Germanicus Avarus kennen zu lernen. Wo wir gerade bei der Familie sind, weißt du, wo deine Nichte ist? Ich hatte bislang wie gesagt noch keine Möglichkeit sie zu begrüßen und mich noch einmal zu bedanken. Würde es dir etwas ausmachen uns zu ihr zu führen? Dann kann ich ihr auch Laeva vorstellen." fragte Cara ohne dies böse zu meinen oder bald das Gespräch mit dem Senator zu beenden. Er war ein netter Mensch und es würde sicher noch mehr Gelegenheiten geben sich heute in Gespräche zu vertiefen, doch schien es ihr unhöflich nicht auch bald Calvena zu begrüßen.


    [SIZE=7]Edit: Antwort vergessen[/SIZE]

    Sich das Grinsen nicht verkneifen könnend nickte sie zu Laeva's Feststellung. Calvena wollte sich wohl versichern lassen, dass niemand das Fest verpasste.
    "Ja, das wäre es in der Tat. Dann lernst du auch meine Freundinnen Germanica Calvena und Iunia Serrana kennen. Iunia Narcissa und Aurelia Prisca werden sicher auch da sein. Aber was sag ich," sie lächelte, "es wird sicher jeder mit Rang und Namen da sein um dem Senator und seiner Familie die Ehre zu geben."


    Dann überlegte sie kurz "Kleider ja...entweder wir machen unseren Schneidern Beine oder wir gehen zum Mercatus. Entscheide du."

    Cara lachte herzlich "Ach Senator, einer meiner Lehrer meinte einmal, ein starker Politiker könne nur durchsetzungsstarke Politik machen, indem er den anderen so viel Angst einjagdt, dass ihnen jede Lösung recht ist." scherzte sie, "Entscheidungen für viele treffen zu müssen bedarf eben auch andere Charakterzüge als die, die man unter Freunden braucht, obwohl die Lager ja auch davon leben. Und ich nehme an, das vorhin war deine Sabina? Der kleine Engel kann ja nur ein weiterer Beweis für den Liebreiz der Germanica sein. Sie sieht wirklich wie ein kleiner Sonnenschein aus."


    Cara deutete bei letzterem in die Richtung, in die Sabina geeilt war, kurz bevor Cara zum Senator und der Cousine getroffen war. Dabei bewunderte sie erneut den Garten. Die Casa Germanica war ein stattliches Anwesen und der Garten hatte es ihr besonders angetan.


    "Ich muss dir noch ein Kompliment aussprechen, euer Garten ist einfach wundervoll."


    Der, der Caecilia war zwar nicht minder schön, aber er war ihr einfach schon zu vertraut um das gleiche Entzücken hervorzurufen.

    Cara hatte ihre Cousine Laeva nach dem Eintreffen kurz allein gelassen und machte sich auf die Suche nach der Gastgeberin.
    Der creme-weiße Stoff der leichten Tunika passte farblich zu den weißen Rosenblüten in ihren hochgesteckten Locken und dem Silber-Schmuck, der für einen Farbtupfer mit hellbauen Achaten sorgte. Leichte Silberfäden mit an ihnen haftenden ebenso hellblauen Tupfern, die so blass waren, dass man sie kaum sah, zogen sich durch das im griechischen Stil geschnittene Kleid.


    Nach einer Weile schließlich fand sie zwar nicht Calvena aber ihre Cousine wieder, die mit Sedulus sprach. Dicht neben ihm stand gerade noch ein kleines Mädchen, das sich aber eilig aufmachte, von den beiden weg zu kommen.
    Das muss seine Tochter Sabina sein! Wie reizend.


    Sie trat zu den beiden und begrüßte den Senator mit einem Lächeln "Salve Senator. Ich hoffe ich störe euch beide nicht. Da ich deine Nichte nicht finde, möchte ich mich zu erst einmal bei dir für dir Einladung bedanken. Es ist wirklich alles wundervoll. Wie ich sehe hast du meine Cousine Laeva bereits kennengelernt." Sie schenkte Laeva ein Lächeln. "Sie ist erst seit kurzem wieder in Rom und ich musste ihr einfach meine Freundin Calvena und ihre reizende Familie vorstellen."


    [SIZE=7]Edit Überschrift[/SIZE]

    "Ich danke dir Senator," antwortete sie mit einem geschmeichelten Lächeln und nickte Romana zu, als diese heran trat.
    Sie lauschte Sedulus' Ausführungen gespannt "Dann bist du der Mann, dem wir es verdanken, dass unser schönes Rom nicht zerfällt." sie nippte an dem Saft und lächelte sanft. Etwas weiter unterhielten sich Septima und Macer, etwas näher Calvena und Centho.
    Sie blickte kurz umher, sie sah zwar noch, dass Serrana bei Clara und Prisca war, aber Narcissa konnte sie beispielsweise gerade nicht entdecken. Sie war wohl beschäftigt als Gastgeberin.
    So widmete sie sich wieder ohne Unterbrechung der Vestalin und dem Senator.

    Im Gegensatz zu der Cousine war Cara noch nicht so recht wach. Sie gähnte kurz und lehnte sich zu Laeva an die Säule "Normalerweise bin ich nicht mehr so früh wach, seit ich nicht mehr wie in der Schule in Archaia aus dem Bett getrieben werd." scherzte sie. "Obwohl auf meinen Reisen bin ich auch recht früh aufgestanden, aber da gab es auch einfach zu viel zu sehen." sie lächelte und ließ ihren Blick kurz schweifen bevor sie wieder zu Leava sah.


    "Obwohl Rom auch den ganzen Tag so viel bietet, dass es sich lohnt früh aufzustehen. Weißt du schon, ob du heute etwas machen möchtest?"

    Zufrieden betrachtete sie das Bild, das sich ihr nun bot, als sich Crassus mit der kleinen Löwin anfreundete.
    "Es ist eine sie. Es wird einem stets von männlichen Löwen abgeraten, weil diese wohl zu sehr in ihrer Art umschlagen, wenn sie heran reifen. Löwinnen sind da wohl loyaler."


    Sie kraulte das Tier am Kopf und zuckte dann mit den Schultern "Bislang habe ich sie Sira genannt, aber du kannst sie gern umbenennen, wenn dir ein schönerer einfällt."


    Sie betrachtete noch einen Moment die Löwin und lächelte dann ihren Bruder an "Gefällt sie dir denn? Wenn sie mal groß ist, kann ich mir nichts majestätischeres vorstellen."


    Ad Germanica Calvena



    Liebe Calvena,


    ich danke dir für die Einladung und sage dir mit Freuden zu.
    Ich hoffe, dir und deiner Familie ergeht es derweil gut.
    Wie geht es mit deiner Ausbildung zur Priesterin voran?
    Falls ich etwas für dich tun kann, schicke mir einfach kurz Nachricht darüber.
    Ich freue mich dich und deine Familie bald zu sehen.


    Vale bene,


    deine Cara


    Aufgeweckt von einer zerbrochenen Vase, die die kleine Löwin im Gerangel mit den Sklaven umgeworfen hatte, war auch Cara schon früh auf den Beinen. Sie hatte sich ein Tuch über die Schultern gelegt, da es ihr in der apfelgrünen Tunika morgens ein wenig frisch vorkam.


    Ihr Blick weilten auf den Schnittblumen, die jeden Morgen ausgewechselt wurden, als sie der Vogelgesang verzückte und sie einen Moment die Augen schloss. So ein Morgen hatte schon etwas magisches.


    Als sie die Augen wieder öffnete fiel ihr erst auf, dass sie nicht allein wach war. Neugierig legte sie den Kopf schräg und sah die Rückseite einer Frau mit roten Haaren.
    "Guten Morgen Laeva. Was hat dich so früh geweckt? Bist du nicht mehr erschöpft von der langen Reise und dem Abend?"

    "Soweit, dass du die Gästeliste größten Teils erstellen musst, aber das wusstest du ja schon. Um den Rest musst du dir dann keine Gedanken mehr machen." zwinkerte sie und nippte am Becher.


    Dann wurden weitere Speisen reingetragen. Cara nickte und die Sklaven stellten geordnet Schwein, Würste, Kaninchen und Gänsestopfleber ab. Das Brot stand rechts und links davon, Garum wurde ebenso gereicht. Falls jemand noch extra Gewürze wünschte, blieb extra ein Sklave in Reichweite, der dazu abgeordnet war um nach zu würzen.


    "Wer ist denn derzeit interessantes in Rom? Außer der Verwandtschaft und zukünftiger und Klienten und dergleichen."
    Sie ließ sich etwas Schwein und Brot reichen. Da fiel ihr ein, was sie ihren Bruder noch fragen wollte.
    "Was hat es eigentlich mit der Befreiung von Marcus Decimus Livianus an sich? Wie haben seine Befreier es geschafft ihn da weg zu holen?"

    Aus den Gedanken gerissen sah Cara verwundert zu der Ecke und als Crassus nach einem Wachskalven schickte diesem hinterher, als er dort verschwand.
    Dann war ein lauteres Fauchgeräusch zu hören und der Wachsklave stolperte rückwärts wieder zurück.


    Amüsiert lachte Cara auf und grinste "Ich glaube, dein Geschenk ist wach geworden und möchte sich selbst vorstellen."


    Kurz darauf schoss eine kleine beige Silhouette über die Ecke hinaus, rutschte noch ein Stück weiter gerade aus, weil es sich in der Kurve nicht fangen konnte und kratzte dann weiter über den Boden in die Richung, wo die beiden saßen. Eine gebückte Helia eilte immer noch schimpfend hinter der kleinen Raubkatze her, aber selbst die Verzögerung durch das Rutschen ließ sie den Löwen nicht mehr fangen.
    Fröhlich fauchend rannte das im Rückenmaß nicht mal 50 cm große Tier auf die Geschwister zu und stopte kurz vor ihnen. Dann ließ es sich auf den Boden plumpsen und rollte sich vergnügt auf die Seite.


    Cara sah das Tier entzückt an und grinste dann wieder zu ihrem Bruder.

    Zitat

    Original von Quintus Germanicus Sedulus


    (...) Dann wandte er sich an die Caecilierin.


    Sei mir gegrüßt Caecilia Cara. Von welchem Zweig der Caecilier stammst du wenn ich fragen darf? Ich kannte mal einen Quintus Caecilius Metellus, auch Minor gennant. Er war mein Feund las ich noch bei den CU war.



    "Salve Senator. Es ist mir eine Ehre," lächelte sie freundlich und hörte ihm aufmerksam zu. "Du meinst sicher meinen Großcousin, Sohn von Publius Caecilius Iosephus und Calvina." Zumindest zog sie ihn als einzigen in Betracht, da ihr Cousin und der Sohn ihrer Cousine noch Beinamen hatte. Um genau zu sein müsste er gar ein Urgroßcousin sein, aber das machte ihr nichts, bei Calena, seiner Cousine, nahm sie es da auch nichts so genau mit der Bezeichnung.
    "Er entstammt dem Zweig meiner Großcousine Calena, die auch bei uns in Rom wohnt. Mein Großvater war Numerius Caecilius Octavianus. Mein Bruder ist Gaius Caecilius Crassus, falls dir das bei der Einordnung behilflicher ist. Ich selbst komme ja immer schnell durcheinander was Verwandtschaftsbeziehungen in großen Familien angeht." lächelte sie halb verlegen.

    Sie nickte und trank noch einen Schluck. Zufrieden lächelnd sah sie ihren Bruder an "Natürlich, man muss ja nicht alles aufgeben." erwiederte sie auf den Schluss ihres Bruders "Ich freue mich, mich bald mit ihm darüber zu unterhalten und tätig zu werden. Ich verspreche auch, dass wir selbst nicht unsere besten Kunden werden," zwinkerte sie zurück.


    Sie ließ ihren Blick über die Blumen wandern und seufzte.
    "Ach Crassus, ich bin so froh, dass ich hier bin. Du glaubst garnicht, wie sehr ich dich und Rom vermisst habe." sie lächelte verträumt und wollte gerade weiterreden, als irgendwo etwas schellend am Boden zerbrach. Darauf hin hörte man Helia, die nach irgendwem hinterher rief und sich immer hektischer anhörte "Nicht, nein, bleib stehen...aus! Nein!" Der Lärm wurde lauter, er schien näher zu kommen, aber man sah noch nichts. Scheinbar war Caras Sklavin nicht allein um die nahegelegende Ecke. Man hörte Kratzgeräusche auf dem Boden, die ebenso näher kamen. "Nein, böses böses..." Krach! Da zerbrach wieder etwas. "Duuuu!" Das Kratzen schien vor Helia wegzulaufen und Helia eilte hinterher. Dann hörte man ein kurzes Fauchen.

    "Es sieht alles so wunderschön aus ihr beiden," sie umarmte und küsste natürlich auch die beiden Gastgeberinnen. "Vielen Dank Narcissa," fügte sie hinzu, als sie etwas zu trinken anbot.


    Perfekt durchorganisiert und inszeniert. Narcissa hatte sich wirklich mehr als Mühe gegeben und die Caecilia erkannte neidlos an, dass sie bislang eine perfekte Gastgeberin war - eine Eigenschaft, die ihr an ihr selbst auch wichtig war.
    Allgemein empfand sie es, als würden die beiden sich in vielen Punkten ähneln - etwas, das entweder zu einer langen innigen Freundschaft führen konnte oder teils zu äußerster Vorsicht riet, wenn sie sich auch in Eigenschaften glichen, die manche Leute wohl nicht als Tugenden bezeichnen würden. Doch so gut kannte sie die Iunia nicht, aber mit der Zeit, Beobachtung und Konversation würde sich auch das herausstellen.


    "Romana, Septima, Arvina schön euch wieder zu sehen." begrüßte sie auch die drei, als diese ankamen und zu ihnen traten.


    Langsam kamen auch die Männer an.
    "Salve Centho." sie nickte ihm zu und sah durch den Raum.
    "Sieh Calvena, da vorn ist auch dein Onkel."

    Sie schenkte sich einen Kommentar zum Verhalten junger Damen und dergleichen. Dafür kannte sie seine Einstellung zu gut und wusste, dass er streng über seine Schwestern zu wachen wusste. Das Verhalten ihrer Brüder oder seines stand dabei nicht zur Debatte und Cara war nicht so dumm darüber mit ihm zu streiten.


    "So so, nunja, bei netter Gesellschaft vergisst man die Zeit ja auch gern." Dass sie selbst nicht die pünklichste war, erwähnte sie natürlich auch jetzt nicht. Das wusste er sowie so, aber er war ja keinen Deut besser. Also ermahnten sie sich zu Zeiten zur Pünktlichkeit und am Ende nahm es keiner dem anderen wirklich übel, dass es niemand so genau nahm mit der Zeit. Wenn etwas wichtig war, war Verlass auf den anderen, das genügte.
    "Und auch heute richtet sich noch alles nach dir, mein Teuerster," lachte sie. "Nun will ich dich nicht weiter von deiner Korrespondenz abhalten, sonst bin ich noch Schuld, dass du später länger brauchst."


    Sie stand auf und drückte einen Kuss auf seine Wange. "Also bis nachher."
    Dann huschte sie zur Tür, winkte noch einmal und verschwand aus der Tür auf die Gänge des Flures.

    Bei allen Göttern, bitte nicht schon wieder zu spät..., Cara fächerte sich Luft zu, während die Sänftenträger die letzten Meter zurücklegten.
    Helia hatte sich alle Mühe gegeben ihr beim Richten tatkräftig zur Hand zu gehen, doch am Ende hatte Caras Perfektionismus beim Herrichten wieder die Oberhand gewonnen und die Zeit verflog förmlich. Crassus hatte sie ausgelacht, als sie hektisch nach einer Bürste hier und einer Creme da verlangte und alle verrückt machte, weil sie keine Zeit mehr hatte. So hatte er ihr eine Sänfte zur Verfügung gestellt, obwohl die Casa nicht weit ab lag.


    Als die Sänfte stoppte und man ihr heraus half, achtete sie penibel darauf, dass der rote Stoff der Tunika und der pala nicht beschmutzt wurden und alles am rechten Fleck lag. Die Stickereien aus goldenem Garn an der unteren und seitlichen Kante der Pala hatte sie selbst angeordnet. So zierte diese nun goldene Ranken, die zu einem kleinen Pegasus - dem Emblem der Caecilia - an den Seiten liefen.
    Die braunen Haare waren kunstvoll nach oben gesteckt und gelockt, deswegen trug sie goldene Ohrringe, die länglich nach unten fielen.


    Sie warf einen Blick auf das Anwesen, als sie feststellte, dass alles tadellos sitze und sah eine Gruppe von drei Personen. Doch nicht so viel zu spät.
    Sie ging lächelnd auf die drei zu und begrüßte sie "Salve. Ich habe schon befürchtet, zu spät zu sein." Sie küsste Calvena und Prisca auf die angedeutet auf die Wange und schenkte auch Sermo noch mal ein warmes Lächeln "Großartig seht ihr aus."

    "Da hat es jemandem in den Ohren geklingelt," lächelte Cara und nickte ihrem Bruder zurück zu.


    "Serrana, das ist mein Bruder Crassus. Ehemaliger Prätorianer Präfekt und immer noch so unpünktlich wie eh und je." spaßte Cara, als er Serrana begrüßt hatte.


    "Wir sprachen übrigens gerade von meiner Idee ein Abendessen hier zu veranstallten." weihte sie ihren Bruder ein.