Beiträge von Duccia Venusia

    Da blieb nicht viel als freundlich zu lächeln. So viele große und kleine Komplimente verträgt ja kaum jemand auf einem Haufen. Zumindest sie nicht. Die rote Farbe wollte nicht aus ihrem Gesicht weichen. Zwischen dem verlegenen Gefühl machte sich ein kleiner Gedanke breit. Vielleicht sollte sie Mattiacus mal ein wenig über Magnus ausfragen. Es würden bestimmt interessante Geschichten ans Licht kommen. Der Gedanke daran trieb ihr ein kleines breites Lächeln ins Gesicht.
    Es freut mich sehr so freundlich in die Familie aufgenommen zu werden. Danke schön.
    Dann schwieg sie wieder und hörte dem Gespräch der beiden Männer zu.

    Venusia nahm die Zügel und stieg ebenfalls auf ihr Pferd auf. Langsam ließ sie das Pferd loslaufen. Bald hatten sie die Lichtung verlassen und waren wieder auf dem kleinen Weg weiter unterwegs. Selbst im Schatten der Bäume, die nun langsam anfingen ihr Laub zu verlieren, wurde die Luft wärmer und das ausreiten damit angenehmer.
    Kennst du hier eine gute Strecke wo man die Pferde einmal sich auslaufen lassen kann?
    Denn hier wo die Äste so niedrig hingen liefen sie eher Gefahr vom Pferd geschubst zu werden als gut reiten zu können.

    Gemeinsam waren sie hier angekommen. Venusia besah sich den geschmückten Saal. Er war mit Ähren und Garben sowie vielen Herbstblumen schön ausdekoriert und ihr gefiel es sehr gut. Mit einem fröhlichen Lächeln und einem ebenso freundlichen Danke ging sie dann vor Magnus auf den Tisch zu, der ihnen gezeigt wurde. Da es keine Namenssschildchen gab setzte sie sich einfach auf einen Stuhl und saß dort.
    Ich finde die Dekoration wirklich sehr gelungen,
    sagte Venusia an Magnus gewand nachdem dieser sich dann auch gesetzt hatte.

    Es dämmerte schon als man zwei Gestalten die Stadt verlassen sah. Die Sonne hatte sich schon lange angeschickt am Horizont zu versinken und ihr Tagwerk zu beenden. Im Osten konnte man schon das fahle Licht einiger Sterne erkennen und im Westen die letzte rote Farbe der Sonne erkennen. Der Rhenus floss ruhig in seinem Bett und gemächlich trieb ein Ast auf den kleinen Wellen dahin.


    Venusia hatte heute länger in der Regia zu tun gehabt und dann Verina abgeholt, die auch sonderbarerweise eine Menge zu tun hatte. Ein leises Kichern konnte man vernehmen als sie die Regia verlassen hatten und mit einem Korb bewaffnet die Stadt verließen. Es ging darum einen Plan in die Tat um zusetzen. Die Vorfreude stand ihnen mit Sicherheit ins Gesicht geschrieben.


    Nun waren sie am Ufer angekommen und hörten schon die Laute ihrer ersten Opfer. Quak Quak, machte es an vielen Stellen...
    Ich freue mich schon auf die Gesichter morgen in der Regia, wenn die Frösche vor ihnen sitzen. Die werden nicht schlecht kucken.
    Venusia kicherte vor sich hin und machte sich daran das Tier einzufangen. Es war glibschig und nicht leicht zu packen, aber für geübte Froschfänger war das keine Kunst.

    Die Sonne schien so herrlich warm vom Himmel herab und es war wahrlich ein Genuss auf einer Wiese zu liegen und sich von den Strahlen wärmen zu lassen. Für einen Moment hatte sie die Augen geschlossen um das noch besser genießen zu können. Man konnte sich richtig wohlfühlen. Dann hörte sie etwas von weiterreiten und ein wenig blinzelnd öffnete sie die Augen.
    Ich glaube wir sollten dies auch so langsam,
    sagte sie während sie aufstand und schließlich dabei half die Decke sowie einige Sachen wieder einzuräumen.
    Wir sollten uns unbedingt diese Stelle merken. Es ist sehr schön hier.

    Venusia erwiederte den Blick und nickte leicht dabei.
    Lass uns einfach daran glauben und uns nicht mehr zweifeln. Uns ist etwas ganz Besonderes geschenkt worden. Lass uns einfach dankbar sein und nicht drüber nachdenken.
    Sie wollte dieses Glück einfach nur festhalten und nie wieder hergeben, mit nichts eintauschen einfach für immer besitzen. Gedanken darüber ob und wie lange es anhalten könnte, wollte sie nicht verschwenden. Einfach den Glauben bewahren, dass es für immer blieb...

    Nachdem Magnus kurz ein paar Schritte fortgegangen war, nutzte sie die Gelegenheit um wieder ihren Blick über den Platz schweifen zu lassen. Als sie jedoch bemerkte, dass Magnus wieder zurückkam, lächelte sie ihn an und erkannte auch den Mann neben ihm wieder. Doch ehe sie ihn begrüßen konnte, ließ Magnus Bemerkung sie rot werden. So schaffte sie nur ein einfaches Salve hervorzubringen und zu lächeln. Den Versuch gegen die aufsteigende Farbe in ihrem Gesicht anzukämpfen. musste sie aufgeben. Die Farbe hatte den Sie eindeutig und gut sichtbar gewonnen.

    Ja, du hast laut gedacht,
    bestätigte sie seine Frage und lächelte ebenfalls.
    Ich weiß auch keinen Grund warum wir daran zweifeln sollten.
    Nach all dem was ihr widerfahren war, konnte es doch nur noch besser sein. Sie wollte nicht daran zweifeln, nicht an die Möglichkeit denken, dass wieder etwas passieren konnte. Es war genug geschehen und sie hatte genug Schlimmes gesehen.
    Ich will auch nicht daran zweifeln nur noch ganz fest daran glauben.
    Ein gewisser Nachdruck war in ihrer Stimme zu hören, aber in ihrem Gesicht hatte sich ncihts verändert. Noch immer lächelte sie gut gelaunt trotz ihrer Gedanken.

    Ja, das wäre schön, wenn wir an diesem Tag schönes Wetter hätten. Im Regen oder gar Sturm von der Casa zu dir wäre kein wirklicher Spaß. Aber ich denke, dass die Götter uns auch weiter gewogen sind und an diesem Tage uns schönes Wetter bescheren.
    Sie hoffte dies inständig. Wenn alle nass und durchgeregnet am Castellum ankamen, hatten sie bestimmt keinen Spaß mehr daran einer Hochzeit beizuwohnen. Während sie sich darüber Gedanken machte, versuchte sie ein wenig die letzten Sonnenstrahlen zu genießen und den Wolken am Himmel bei ihrem Weg über diesen zuzuschauen.

    Das nun wiederum hörte sich noch weniger begeistert an, aber sie ging da nun besser nicht drauf ein.
    Dann würde ich sagen, dass wir uns noch ein wenig den Himmel mit sienem kleinen Kunstwerken anschauen und dann erst einmal gemütlich weiter reiten. Dann schauen wir einfach weiter. Was meinst du?
    Sie ließ sich wieder auf den Rücken fallen und sah zum Himmel hinauf.

    Auch Venusia war anwesend. Zumindest während des ersten Teiles des Opfers. Sie wollte noch vor der großen Menge beim Markt ankommen und drüber schauen. Doch sie stand nicht in den ersten Reihen eher etwas weiter hinten in den letzten Reihen. Es war schön zu sehen, dass man hier ihren, den germanischen Göttern, ein Erntedankopfer überbringen konnte. Nach etwa der Hälfte des Rituals ging sie von dannen ein wenig traurig darüber nicht bis zum Ende dabei sein zu können, aber sie hatte ja noch einen anderen Termin, welchen sie einhalten wollte und vorher noch in Ruhe einen Überblick bekommen. Ohne die Anwesenden zu stören, ging sie zurück in die Stadt.

    Ihr Grinsen wurde noch breiter.
    Du meinst also wirklich, dass dem so wäre? Fordere es nicht hinaus. Ich würde es wirklich machen.
    Diese Gefahr bestand bei ihr. Wenn man sie zu sehr zu etwas herausforderte, dann lenkte sie irgendwann ein und machte dies auch. Es konnte also passieren, dass sie seine Worte ernst nahm. Um ihn nun besser ansehen zu können, legte sie sich auf die Seite und stützte den Kopf auf ihren Arm.
    Aber zu erst und ehe du dies beurteilen kannst, müssen wir ja noch um die Wette reiten.
    Ihr Lächeln hatte ein vielsagendes Grinsen in sich und in ihren Augen funkelte eine gewisse Vorfreude über den fast sicheren Sieg.

    Ihr Blick ging nun ziemlich ungläubig zu Magnus.
    Ich dachte, du seist der ausgebildete Reiter von uns beiden und es würde dir einfach ein wenig die Möglichkeit fehlen das zu praktizieren. Von von mir lernen war ja eigentlich nicht die Rede gewesen und deine Männer solltest lieber ud ausbilden. Die würden ansonsten bestimmt komisch kucken, wenn ich ihnen erkläre würde wie man ordentlich auf einem Pferd sitzt und da nicht im Gallopp runterfällt.
    Wobei der Gedanke daran ließ schon ein Schmunzeln in ihrem Gesicht erscheinen. Die Blicke waren bestimmt solch eine Überraschung wert.

    Noch ehe das Opfer auf dem Marktplatz begann, war Venusia schon hier gewesen und hatte dem geschäftigen Treiben zugeschaut bis es nun endlich losgehen konnte. Als sie nun Meridius sah, ging zu diesem hinüber um ihn und seine Familie zu begrüßen.
    Salve,
    sagte sie freundlich lächelnd und nickte jedem zu.
    Ich habe mich schon ein wenig umgesehen. Es scheint fast so als sei ganz Mogontiacum schon lange auf den Beinen und hat sich inzwischen hier eingefunden.

    Für einen Moment das Wetter noch weiter genießen ist wirklich eine gute Idee.
    Dann gab es ein kurzes Gekrame, Venusia räumte sich etwas Platz auf der Decke, und legte sich schließlich mit dem Rücken drauf, dass sie zum Himmel schauen konnte.
    Das Üben habe ich schon nicht vergessen,
    sagte sie mit einem kleinen Grinsen...
    oder bist du so schlecht, dass wir so viel Zeit benötigen dich auf Vordermann zu bringen.
    MIt breitem Grinsen besah sie sich die kleinen Wolken, die am Himmel hin und wieder entlang zogen das sonst vorherrschende Blau ein wenig auflockerten.

    Auch Venusia besah sich die Olive dann einen Moment genauer.
    Wenn du des so wünschst, dann werde ich jetzt wieder zurückgehen,
    sprach Venusia für die Olive und schob sie sich dann grinsend in den Mund.
    Danke und damit haben wir jetzt bis auf den Wein und das Wasser alles aufgegessen.
    Ein prüfender Blick, der über die Decke ging, bestätigte die Situation und wie gefrässig sie gewesen waren.
    Was machen wir jetzt in der Zeit wo wir nun noch ein wenig warten damit das Essen nicht so im Bauch zusammen gestuckert wird?