Beiträge von Medicus Germanicus Avarus

    "Natürlich kann ich ihm sagen, das ein Decimus Verus an die Pforte geklopft hat. Das hat aber keinen Einfluss darauf, wie du in der Reihe der Bittsteller und Gäste eingestellt wirst, lediglich darauf das der Domus bereits deinen Namen kennt."


    Der Türsklave wartete seinerseits ebenfalls, ob es noch weitere Worte gab, die da folgen sollten.














    SKLAVE - GENS GERMANICA

    "Wie will er dann den Posten mit einem Consul besetzen?" fragte Avarus einen Nachbarn zur Linken und überlegte, warum der amtierende Consul seine Altersteilzeit nicht in Hispanien verbringen wollte. Sicher strebte es ihn wieder gen Germanien. Anders konnte Avarus sich das nicht erklären. Jener Banknachbar und er hoben fast gleichzeitig fragend die Schultern.


    Hm nachharken war wohl nötig, da auch alle anderen Anwesenden Senatoren und Beisitzer darauf keine Antwort zu wissen schienen oder sie besser für sich behielten.


    "Consul Prudentius Commodus, da wirft sich mir die Frage auf, ob es nicht einer Betrachtung wert sei, den Bereich laut den Gesetzen des Reiches auch auf jene auszuweiten, die erfolgreich die Praetur absolviert haben."


    Sein Gesicht zeigte nach den gesprochenen Worten den gewissen *Bing*- Effekt.






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    "Eine Rebellin also. Siehst du Sedulus so läßt sich mehr erfahren. Man wirft eine exorbitante Summe vor die Füße des Sklavenmeisters und bekommt dabei genauste Beschreibungen. Bei jedem niedrigeren Gebot hätte der Gute sich vorsichtiger ausgedrückt."


    Avarus grinste seinen Neffen an. War sich sicher, wenn kein Anderer mehr bot, würde Sedulus schon bald mit der Krätsche durch die Casa eilen können, um zu züchtigen. 8)


    Dann eine weitere Frage, gut das war auch nicht unwichtig. So behielt Avarus mit dem einen Auge die Ware in Beschlag, das Andere wanderte zu dem abgefrackten Wortsteller. Sicher ein billiger Diener.

    Wenig später war es wieder ruhig und einsam vor der Pforte. Avarus und seine Dienerschaft waren weitergezogen. Während der eine Teil über die Märkte zog und neben Nahrung wie frisches Fleisch, ein paar Hühner, Gänseleber und Eiern auch Bedürfliches wie Weidenzweige und Zunder kaufte, begleitete eine Handvoll den Senator nach Hause in den Circus Flaminius Distrikt.
















    SKLAVE - GENS GERMANICA

    "Soso, hast du dich angemeldet bei ihm?"


    Blickt aus den Augenhöhlen auf den Mann vor ihm. Natürlich hatte dieser es nicht.


    "Ich möchte es kurzmachen, Decimus. Er ist um diese Zeit auf dem Palatin oder im Senat. Komm in der abendlichen Stunde wieder oder vereinbare einen Zeitpunkt mit ihm oder seinem Scriba Personalis."












    SKLAVE - GENS GERMANICA

    Zitat

    Original von Herius Claudius Vesuvianus


    Die beste Aussichtsposition der welt innehabend, bemerkte Avarus, das die Tage danach ein reges Kommen und Gehen im Officium XIV herrschte. Nun der Mann am anderen Ende des Tisches war wohl gehörig zusammengestaucht worden, nachdem der Senator sich an der richtigen Stelle beschwert hatte.


    Ansich war es ihm egal, aber er wollte schon sehen, ob es noch der selbe Mann war. So begab er sich einige Tage nach jenem Datum erneut in das Büro des Rationalis und blickte auf das Männlein. Leider nur hatte er sich die Konturen nicht genügend eingeprägt. Aber wie schon gedacht ... egal.


    Er lehnte sich etwas nach vorn und ließ ein lautes, gut zu vernehmendes:


    "Salve!"


    ... ertönen.


    Sim-Off:

    Ich komm neu, passt sonst nicht mit meinem Lauf zu Callidus.

    "Oh nun das wußte er nicht, es ist vielmehr ein spontanes Vorbeikommen gewesen."


    Kurz tritt der Sklave zu seinem Herren, doch die Antwort kann auch der Türdiener bereits an einem Kopfschütteln erkennen, bekommt sie von des Terillus sogleich übermittelt.


    "Nein mein Herr wird seinen Weg fortsetzen, aber vielleicht könnt ihr der Dame Lucilla berichten, das ihr Verlobter Senator Germanicus Avarus sie besuchen wollte. Er weilt diesen Abend daheim und wenn sie möchte, kann sie zu ihm kommen. Es wird ein Abendmahl gerichtet sein."









    SKLAVE - GENS GERMANICA

    "Hm, hm ja gut."


    Fasste er sich in den Belange um die 'neue Schule' kurz und doch gab es da noch etwas, was er anzeigen mußte.


    "Wird jener Flavier auch seine Arbeit mir zukommen lassen oder bedarf es eines Propheten, der sich durch die bibliothekischen Berge arbeitet?"











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    "Das lieber Neffe kann ich dir noch nicht genau beantworten. Ansich lege ich besonderen Wert auf die Auskünfte des Händlers. Ihr Äußeres, ihre Hülle könnte den Schein mit wenig Sein immerhin trügen." ;)


    Er grinste Sedulus kurz an, um sich dann darauf zu konzentrieren, ob und wie ihm Titus Tranquillus auf seine gestellten Fragen antwortete.

    "Es zu wissen ist nicht deine Aufgabe. Dann werde ich mal schauen, ob in ein paar Tagen dort drüben wieder mehr gearbeitet wird. Faktisch ist mein Überblick recht gut, wenn ich in den Räumlichkeiten zu Gange bin, die mir im Falle Cursus Publicus zur Verfügung stehen."


    Avarus erhebt sich und streckt den Arm zu einem Gruße aus.


    "Nun dann will ich dich nicht weiter von deinen Papieren abhalten. Wir sehen uns Aelius, vale."


    Sprachs und verließ das Officium, um in seinen Arbeitsräumen noch einige Pergamentstapel abzutragen...

    Der Senator hatte diesmal die nötige Zeit sich dieser Versteigerung zu widmen. Teilweise war es gut junge Gesellen einzuführen. Nun manchmal besser selbst auf der Bühne zu erscheinen. Sein Neffe war zwar wie immer dabei, trotzdem war es der Onkel selbst, der die Börse hielt.


    "Die Gens Germanica bietet 2000 Sesterzen.... vorerst, was neben dem groben Dienst am Herd kann die Kleene ( 8) ) denn noch?"


    Versuchte Avarus die Vorzüge zu erkennen, die gutes römisches Geld wert waren.

    Wenn es etwas gab, das Avarus nicht glauben konnte, dann das von der ganzen Sippe Decima keiner zu Hause war. Geduldig hatte er seine Zeit vor dem Tore gewartet. nun aber gab er dem Sklaven an der Tür einen Wink etwas männlicher an die Pforte zu hämmern.


    Er selbst blickte dabei auf der Straße einer gerade vorbei eilenden Sänfte nach. Jene war durchaus ansehnlich bestückt gewesen...

    "Soso als Postreiter möchtest du also deine Laufbahn beginnen. Das wirft ein sauberes Licht auf dich, immerhin gibt es nicht viele Römer und ähm ja auch Ägypter, die bescheiden auf materielle Dinge -wie Geld- verzichten, um sich einzuarbeiten.


    In welcher Provinz möchtest du deine Arbeit beginnen?"


    Rein formell war die Frage gestellt. Wahrscheinlich würde ein Aegypter nur im Staate des Nils froh werden. Manchmal gab es aber eben auch Menschen, die vor anderen Induvidien davon eilten und einige Jahre gewisse Landstriche mieden. Auszuschließen war sein Ansinnen und der Silenos Lakedaimonios würde es ihm schon vermelden, wo er gerne das Pferd zu führen gedachte.

    Jenen Sitzplatz eroberte er im Sturm. Nicht so ganz, aber es tat gut sich ab und an hinzusetzen. Auch bei seinen Aufgaben im Officium XVI mußte er einen Teil der Zeit stehend verbringen. Also warum nicht setzen, wenn man es konnte.


    "Nun...." begann er "... ich bin mir nicht sicher, ob du alle Arbeiten vertrittst, solange der Palatin wie leergefegt ist." Das dem nicht so war, wußte Avarus natürlich. Manchmal aber neigte er zur Überteibung. "Ich wollte mich im Officum XIV nicht Grundlos umhören. Wie steht es mit freiem saatfähigen Land in Germanien und Italien?" ... fragte er also unverblümt und wenn Callidus jener Arbeitserledigung abgeneigt gegenüber saß, würde er ihn schon in Kenntnis setzen.

    "Ja wenn ich das wüßte, er saß hinter der Barriere, die wohl dazu dient den Gast im Officium von den Schreibpulten fern zu halten. Regte sich auf keine Anfrage. Nun nach einer Weile wurde es mir zu bunt und ich kam zu dir. Hm..." er winkte ab, Callidus bräuchte wirklich nicht so einen Wind machen und mit diesen Worten hatte der Senator Germanicus Avarus seine Empörung bereits hinter sich gelassen. Er blickte den Aelier an und fragte sich, ob jener ihm vielleicht helfen konnte. Ohne Callidus zu vernehmen, würde er es nicht herausfinden. "... vielleicht kannst du mir ja weiterhelfen?" Ein prüfender Blick folgte, nachdem Avarus kurz nachdenklich auf eins der Regale im Raum gestarrt hatte.

    Sein Blick von dem gelangweilten Neffen kommend, richtete er auf den Fremden, welcher zuerst das Wort erhob. Zwar konnte er sich die Zusammenhänge ihres Besuches denken, manchmal suchten ihn aber auch Händler auf, um Waren aufzuschwatzen. Da jener Kerl nun noch so begann, wurde Avarus etwas vorsichtiger.


    "Ahja... reich an Erfahrung und Ideen oder an zusammengeklaubten Sesterzen? Naja nicht so wichtig. Dann hast du eine Ausbildung in Schrift genossen und kennst dich mit dem Führen von Tabulae aus?"


    Heute nicht in Geberlaune, ließ er die beiden Bewerber auf dem Trockenen sitzen. Schenkte sich selbst aber ebenfalls keinen verdünnten oder reinen Wein ein. So lange würde es wohl nicht dauern und Avarus konnte zurück an seine Arbeit...

    Zitat

    Original von Camillus Matinius Plautius


    ah, die ewige verlobte, meldet sich zu wort. du bist ja nur neidisch auf medeia und mich, weil wir bereits verheiratet sind und dich dein stänker-senator nicht heiratet.


    Eieiei, was liest man denn da. Setzt sich da ein wenig Neid fest? :D


    Die Quoten stehen garnicht mal so schlecht. 8)

    Nachdem sich Sklave und Neffe einig geworden waren, erschien Avarus in einer recht einfachen -eher untypisch für ihn- gekleideten Toga im Atrium.


    "Salve die Herren. Ich hörte das Kommen im Grunde vereint euch, nun dann könnt ihr mir sicher etwas berichten, das euch qualifiziert."


    Er setzte sich auf eine der Liegen, die sonst bei Anlässen und Feiern zum Flätzen dienten und bot mit der Hand auch den Gästen Plätze an. Innerlich freute er sich gleich zwei Gäste mit der selben Bestrebung vor sich zu haben.