• Diese Entspannung war ein wahrer Segen für die arg geprüften Muskeln Artoriers. Wenn er bedachte, dass er diesen Komfort erst jetzt genießen konnte und schon bald nicht mehr, dann konnte er schon fast etwas wehmütig werden. Denn auf dem Feldzug gäbe es wohl sicher keine Thermen, die die Legionäre mal so eben benutzen könnten, obwohl dies natürliche ein großartige Idee wäre und die Kampfmoral doch unheimlich steigern musste. Ein dummer Gedanke, wie Regulus gleichsam feststellte und sich wieder ein wenig zurücklehnte. Im caldarium saßen nur zwei weitere Legionäre, die er noch nie gesehen hatte. Er beschloss erst einmal kein Gespräch anzufangen, auch wenn ihm schon hin und wieder etwas langweilig wurde. Gern hätte Regulus ein paar mehr Legionäre etwas besser kennengelernt, aber manchmal war er einfach zu zaghaft und zurückhaltend. Dieser Sönke schien immerhin ein recht netter Kerl zu sein, auch wenn er einen komischen Freund hatte. Auch Tacitus, mit dem er sich auf dem Rückmarsch zum Lager unterhalten konnte, war sehr sympathisch. Aber leider sah er die beiden recht selten. Tacitus war dazu auch noch in einer ganz anderen Kohorte.


    Nun überlegte Regulus aber lieber, ob er auch noch im sudatorium ein kleines Schwitzbad absolvieren sollte. Aber hatte er darauf gerade wirklich Lust? Naja, nicht so wirklich, wahrscheinlich würde er lieber eine Runde in der großen Schwimmhalle drehen. Er hatte gehört, dass in dieser großen Halle normalerweise auch die Rekruten ihren Schwimmunterricht im Winter bekamen. Zu schade, dachte sich der Artorier, dass er im Sommer zur Legion gestoßen ist. Irgendwie hätte er es in den Thermen entspannter gefunden den Schwimmunterricht zu absolvieren und er konnte sich beim besten Willen auch nicht vorstellen, dass es ähnlich hart geworden wäre, wie in einem echten Fluss mit Strömung sein Training zu absolvieren. Aber gut, zum Glück hatte er das hinter sich gebracht und konnte sich wieder auf andere Dinge konzentrieren.

  • Nach dem Abendessen am späten Nachmittag gingen die Legionäre, welche dem Wachdienst oder sonstigen Diensten entgangen waren - was die deutlich kleinere Gruppe war -, trafen sich im Bad. Sie genossen das warme, von den diensthabenden Kameraden erhitzte Wasser, ließen sich zur Entspannung ihrer Muskeln, die täglich unter den schwersten Bedingungen im Einsatz waren, massieren oder ließen die Würfel fallen, um den Kameraden ihren Sold aus der Tasche zu ziehen. Bei all diesen Aktivitäten durfte natürlich Bier und Wein nicht fehlen, was natürlich je nach Pegel für hitzige Stimmungen sorgen konnte. Auch einige Offiziere waren anwesend, allerdings je nach Stellung untereinander an bevorzugten Plätzen der Thermen, an denen sie mehr oder weniger unter sich sein konnten.
    Auch Vespa war an diesem Abend wieder einmal in den Thermen und saß wie gewöhnlich an einer Ecke angelehnt im Wasser und genoss seinen Wein in stoischer Ruhe, wie man es von ihm gewohnt war. Einige seiner Männer alberten herum und gaben ihre Männergeschichten aus der Frauenwelt zum Besten, was er ihnen auf jedenfall gönnte. Sein Duplicarius war ganz in seiner Nähe, konnte sich aber nicht wirklich in die Entspannung fallen lassen, da er sich stets von dem Decurio beobachtet fühlte und sich somit von seiner besten und verantwortungsbewusstesten Seite zeigen wollte - vermutlich um sich einzuschleimen. Sich einzuschleimen brachte bei dem Vibier allerdings überhaupt nichts. Für ihn zählten nur Disziplin, Gehorsam und die Taten, letztere vornehmlich auf dem Schlachtfeld oder in kleineren Mannövern. Vespa beobachtete die Szenerie und versuchte einfach abzuschalten.
    Auch einige der neuen Tirones waren anwesend, welche es allerdings noch schwer hatten sich bei den übrigen fertigen Legionären einzugliedern oder einen bestimmten Platz einzufordern. So saßen die meisten Anwärter zusammen und unterhielten sich über ihre Ausbilder, was natürlich alles andere als bewundernd ausfiel, immerhin wurden sie tagtäglich geschunden, oder würfelten.



    Sim-Off:

    Ich habe mir gedacht, ein bisschen Lagerleben könnte nicht schaden, jetzt wo wir mehrere IDs beherbergen. Der Thread ist offen für alle, also Teilnahme unbedingt erwünscht! Das gilt natürlich auch für die neuen Herren der Schöpfung ;)

  • Cicero hatte einen stressigen Tag gehabt. Diese Schinderei beim Militär wasr so was von lächerlich. Aber anscheinend musste man sich auf das geistige Niveau der Tirones niederlassen damit die alles verstanden. Cicero war sich sicher, dass er egal was gefordert wurde wesentlich schneller hin bekam als die anderen Pfeiffen. Schließlich hatte Cicero auch ein großes Ziel er wollte der größte Schieber im Römischen Reich werden.


    Doch nun war erst einmal die Therme angesagt, dass war zumindestens für die Tirones erlaubt worden damit sie sich reinigen konnten. Überraschender weise stellte Cicero fest, dass die Thermea gut besucht war und so hatte er nur die Möglichkeit neben einem Decurio sich ein Plätzchen zu verschaffen. aber Cicero hatte damit keine Probleme er war schließlich der größte Dieb aller Zeiten. So begrüßte er den Decurio nur kurz:
    Salve Decurio ich bin Tirones Marcus Matinius Cicero.
    Mehr brauchte er wohl nicht zu sagen. So genoss er das Wasser und entspannte sich, während er seinen schrägen Ideen nachhing.

  • Titus betrachtete interessiert die Wandgemälde der Lagertherme. Fresken mit römischen Götterbildern waren ihm nicht unbekannt, doch das hier waren anscheinend auch germanische und die waren im bisher noch nie begegnet. Er fand sie hatten etwas dunkles an sich. Da bleib ich doch besser bei meinen Göttern dachte er, als hinter ihm die Stimme des Wiesels, wie er für sich Persaeus nannte, ertönte. „Frugi nun mach schon, zuerst drängelst du und jetzt trödelst du. Theopompus wartet im Tepidarium auf uns.“ Nickend folgte er Persaeus. Schnell hatte er seine Kleider an einem der Haken hängen und rekelte sich schon bald, wohlig grunzend in einem Lab des Tepidarium. „Wie lange habe ich schon davon geträumt“, murmelte er genießerisch. Es störte die drei nicht im geringsten, dass sie noch alleine hier waren. Der Rest der Legio hatte noch Dienst und der würde sie auch schnell genug in seinen Fängen haben.

  • Der Dienst für heute war getan. Die Ausbildung von Babilus war in den nächsten tagen abgeschlossen, alles hatte sein gang. So auch dieses Ritual. Ein Besuch in der Therme fand jeden Tag statt. Mal kurz,mal länger...


    Nachdem er sich seiner Klamotten entledigt hatte, stieg Babilus in das warme Becken. Ein paar gestalten waren bereits da.Das müssen die neuen sein dachte sich Babilus.
    Salve Kameraden.. begrüßte er die unbekannten und musterte sie sogleich...

  • Die drei dösten friedlich vor sich hin, da ertönte der erste Gruß. „Salve“, murmelte Persaeus als Antwort. Von Frugi kam nichts außer dem blinzeln mit einem Auge in Richtung Stimme. Pompus Stimme dagegen dröhnte laut, „Salve Kamerad, was geht hier so?“
    Na denn, dachte Der Octavier, dann ist jetzt Schluß mit der Ruhe, ich sollte noch ein paar Runden schwimen. „Jungs ich zieh noch ein paar Bahnen aber draußen“. Erwartungsvoll schaute er seine Kameraden, doch die rührten sich nicht. Bestimmt wollen sie den Kleinen ausquetschen, dachte er sich und zog alleine los.

  • Verwirrt schaute Pompus auf, na der hat aber auch nicht das Sprechen erfunden dachte er. „Dachte das sieht man“, grinste er. „Aber ja sind wir. Was gehen soll? Wenn du schon denkst das wir die Neuen sind, wirst du dir auch denken können was uns interessiert. Bist wohl selber noch neu? Uns interessiert natürlich, wie ist der Dienst, die Vorgesetzten und die Verpflegung ist. Übrigens ich bin Theopompus, das da ist Persaeus und der weg ging ist Titus Octavius Frugi und du bist?“

  • Babilus hatte recht. Es handelte sich um die neuen. Ich bin Aulus Iulius Babilus, noch Tiro eine Pause folgte.
    Nun, die vorgesetzten sind wahrscheinlich in jeder Legion gleich. Es gibt solche und solche. Der Praefectus Castrorum, ein entfernter Verwandter ist ein Harter Knochen. Ich kenne ihn zwar nicht gut. Und der Dienst? Wahrscheinlich der selbe wie in euerer alten Einheit. Wo eart ihr vorher?

  • „Das mit den Vorgesetzten möchte ich jetzt nicht so sagen, da gibt es schon gewaltige Unterschiede“, mischte sich das Wiesel ein. Persaeus war der Dienstälteste von dem Trio. „Wir waren in der Cohortes Urbanae in Rom. Warst du schon mal in Rom und hast die CU in Aktion gesehen?“ Mit etwas Wehmut dachte Pompus an Rom zurück, nie hätte er gedacht, dass man ihn versetzen würde. So wie ihm ging es allen anderen auch. „Kennst du dich in Mogontiacum aus. Gibt es vernünftige Tavernen, Lupanars oder sonstige interessante Adressen?“

  • Babilus nickte anerkennend. Die Cohortes Urbanae also, Stadt römische Einheit... Nicht das was Babilus gewollt hätte. Aber welche Einheit jetzt ein Mehrwert hatte, welche härter oder besser war, darüber lies sich streiten. Aber alle hatten eines gemeinsam. Sie dienten Rom...
    In Rom war ich. Aber die Cohortes Urbanae hab ich nie in Aktion gesehen... eine kurze stille folgte, er dachte nach.Die Taverne in der Stadt soll ganz git sein, die Therme ebenso. Was die Lupanars angeht kann ich nicht viel sagen. Aber der Markt hier, der ist gut. Gute Auswahl, vernünftige Preise


    Wieder folgte eine stille.Und was die vorgesetzten angeht. Ich denke die sind im grosen und ganzen Überall gleich.

  • Oktavius war von den anderen unbemerkt zurückgekommen. Er bemerkte wie es in ihm zu gären begann. Was er bisher mitbekommen hatte, war es ruhig und friedlich in diesem Teil von Germanien. In ihm tönten die Worte seines ehemaligen Optios in seinen Ohren, er hatte sie sich genau eingeprägt.
    *dir und deinen Kameraden hier wird eine ganz besondere Ehre zuteil. Ihr wurdet ausgewählt, heldenhaft und ehrenvoll die Grenzen unseres Reiches zu schützen! Gemeinsam werdet ihr in den Norden aufbrechen, nach Germania, wo die glorreiche Legio II euch bereits erwartet!*


    „Ich dachte hier in Germanien brennt die Luft, weil ihr dringend Verstärkung braucht“, sprach er den Tiro an. „Alles was ich hier vor finde ist das reinste Erholungsgebiet. Verflucht noch mal, kann mir einer sagen was ich hier soll?
    Allmählich kam ihm der Verdacht in Rom bereitete es irgendeinem Schreibtischtäter Freude Menschen sinnlos durch die Gegend zu scheuchen. Wütend haute er mit der Faust gegen die Wand.

  • Babilus drehte sich verwundert um. Der andere neue, der weg ging, kam wieder zurück. Zitierte seinen Optio und schlug gegen die wand.
    Beruhig dich doch, das meiste hier bekommt die ALa ab. Wir greifen nur ein wenn es brenzlig wird. Hab ja nicht gesagt das hier nix los ist!


    Das konnte ja lustig werden. Anscheinend hatten alle Jungs in Rom eine völlig falsche Vorstellung was hier in Germanica passiert.

  • Frugi starrte den Tiro an, was redete der denn jetzt für einen Blödsinn. Dachte der der etwa er hätte Schiss? „Mir geht es nicht darum wer was ab bekommt, sondern, dass hier Überhaupt was abgeht. Was ich bisher mitbekam, ist das hier eine Sommerfrische. In Rom selbst wenn es eine Stadt ist, war wesentlich mehr los. Was macht ihr denn überhaupt, wenn die Ala das meiste macht. Vor allem wofür braucht ihr uns. Ne Leute so geht das nicht,ich muss hier weg.“ Der Miles hetzte zu seinen Kleidern, zog sich an, verließ nicht nur die Thermen sondern das Gelände der Legio.

  • Mit leicht geöffneten Mund sah Babilus den Kameraden hinterher, dann Theopompus und Persaeus an. Ist der immer so? oder hat ihn die lange reise hier her zugesetzt?
    Babilus hatte schon einiges erlebt. Aber so ein verhalten? Wie hatte er nur die Ausbildung bestanden.

  • „Frugi? Der ist schon in Ordnung, eigendlich immer gut gelaunt und zu Späßen aufgelegt. Meldet sich gerne zu Sonderaufgaben und tritt für seine Freunde ein.“ Nachdenklich schaute Pompus in die Richtung in der Frugi verschwunden war und wandte sich wieder an Aulus. „Du bist noch nicht lange dabei und kannst es bestimmt nicht verstehen. Da gibst du immer dein Bestes und denkst alles ist in Ordnung dann so was.“
    Jetzt mischte sich Persaeus ein. „Stell dir vor du hast dein Leben hier eingerichtet und plötzlich heißt es in Nikopolis brennt die Luft du kannst viel für Kaiser und Reich tun und es ist eine Ehre den Kameraden dort zur Seite zu stehen. Du kommst dort an, du siehst die Kameraden dort schieben eine ruhige Kugel. Zu allem Überfluss erzählt dir da auch noch einer, alles ist gut und das meiste macht eh eine andere Einheit. Kämst du dir nicht verarscht vor? Ehrlich, ich kann ihn verstehen und gehe ihn suchen, gehst du mit Pomp? Mach es gut Kamerad wir sehen uns.“
    Kaum gesagt stiegen die beiden aus dem Becken und verschwanden ebenfalls.

  • Selbst die Casa eines Tribunus Laticlavius in einem Standlager verfügte nicht über eigene Thermen, weshalb Manius Minor sich genötigt sah, seit seinem Aufenthalt im fernen Alexandria, wo stets er in der Gesellschaft der Myrmidonen war gewesen, wieder einmal eine nicht-private Thermenanlage aufzusuchen, um jene Sauberkeit zu erlangen, für welche das Volk der Quiriten weithin bekannt war. Obschon es einem Römer ob dieses Umstandes gemeinhin nicht infamiliar war, seine Hüllen vor Dritten fallen zu lassen, so genierte sich der Jüngling doch, als er gleich einem gemeinen Plebejer in den Umkleideräumen seine edle Tunica laticlava an einen Haken hängte und bereits um sich die ausnahmslos athletischen, wohltrainierten Leiber der Milites gregarii erblickte. Obschon manch altgedienter Veteran zwischen den kräftigen Armen durchaus ein kleines Wohlstandsbäuchlein vor sich hintransportierte, mancher langjährige Scriba des Praetoriums an Muskulatur abgebaut hatte, so ragte der weiche, wülstige Leib des jungen Flavius doch merklich aus der Schar der Gäste heraus. All seinen Mühen zu Trotze war er nicht imstande gewesen, seinen Leib dergestalt zu stählen, dass jene überflüssigen Fettreserven sich hatte gemindert oder gar seine Muskulatur unter ihnen hervorgetreten war, weshalb noch immer er einem unförmigen, kraftlosen Sack glich, welcher unablässig und bar jedweder Kontrolle Speisen sich einverleibte.


    Folglich wählte er eine Stille Ecke, in welcher Patrokolos ihn mit Strigilis und Öl den Schweiß vom Leibe schabte, ehe beide gemeinsam sich ins Frigidarium begaben, wo heftig prustend der Jüngling ins kühle Nass glitt, einige Schwimmbewegungen vollführte und dann erlahmte, um einen Augenschlag zu verweilen und sodann eilig sich ins Tepidarium zu begaben, wo das Verweilen ihm leichter erschien.
    In der Tat fand er dort ein Bänklein, auf welchem es ihm gestattet war im wohltemperierten Nass ein wenig zu verweilen und die übrigen Gäste zu beobachten, welche hier ihrerseits jenes prinzipale Stück römischer Lebenskunst zelebrierten.

    Sim-Off:

    Passanten sind herzlich willkommen!

  • In einer Ecke des Wärmeraumes kauerte Verus auf einer Marmorbank, da er seine Wunden pflegte, die inzwischen zwar vernarbt waren aber immer noch in satter Farbe erstrahlten. Mit den Zeichen des Krieges gesegnet, strich sich Verus mit einem kleinen Holzstückchen; einem Spachtel, eine Creme auf, die ihm eine bekannte Heilerin verkauft hatte. Er tat dies in diesem Raum, weil es seinen schmerzenden Gelenken gut tat. Seine Oberschenkelnarbe, welche sich über das ganze Bein zog und die groben Schnittwunden an den Oberarmen sprachen von einem harten Kampf. Auch eine Narbe über dem Auge erzählte ihre eigene Geschichte. Verus beachtete die anderen kaum, wurde aber gelegentlich von hereinkommenden Soldaten gegrüßt und zwar mit einem knappen: "Centurio." Es war die stille Achtung vor einem Mann, der alles zu opfern bereit war und am Ende sogar für Rom eine nahezu unschuldige Frau bestrafte.

  • Endlich war ich im Bade angekommen. Es war nicht voll, aber dennoch auch nicht leer und die Blicke von Legionären, gehärtet durch jahrelanges Training, folgten jeder meiner Bewegungen, als ich, der vermeintlich verwöhnte Senatorensohn, eintrat und mich anschickte meine Kleidung auszuziehen.


    Wenn ich die Männer ansah, so blickten sie schnell weg, ohne mich zu grüssen, denn sie kannten mich noch nicht und wussten noch nicht, ob ich nur einer von vielen neuen Laticlavii sein würde oder ob ich es verdienen würde, dass sie mich zur Kenntnis nahmen.


    Immerhin war ich nicht schüchtern und musste mich für meinen Körper auch nicht schämen. Ich war zwar nicht muskulös, aber trainiert hatte ich genug und meine Muskeln waren hart und zäh und konnten einiges ertragen. Mein Bauch war definiert, die Beine vermutlich der muskulöseste Teil meines Körpers. Die Oberschenkel waren austrainiert vom Heben verschiedener Gewichte, dem Reiten und den langen Läufen, welche ich in Mantua täglich, danach in Roma nur noch seltener aber trotzdem regelmässig unternommen hatte.


    Genüsslich liess ich mir beim Einölen helfen.

  • Als danach das Öl zusammen mit dem Schweiss und Dreck des Tages endlich entfernt waren und auf der Haut bloss das leicht brennende Gefühl des metallenen Strigilis übrig blieb, begab ich mich in das entspannende Heissbad. Die Muskeln sollten gelockert werden und es tat richtig gut, in dem heissen Wasser einen moment zu verweilen und sich einfach treiben zu lassen.


    Danach ein kurzer Schwumm im Kaltbad, damit der Kreislauf wieder so richtig in die Gänge kommen würde und dann war es an der Zeit, sich zu vielen anderen Soldaten ins lauwarme Wasser zu begeben und darauf zu hoffen, dass man ohne Kleidung nur einer unter Vielen wäre und sich vielleicht auch ein Gespräch mit jemanden ergeben würde, denn dafür waren die Thermen auch da, nicht bloss zur Entspannung. Nirgends sonst konnte man den Puls der einfachen Mannschaft so gut spüren wie hier.

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