Was bisher hier geschah...

  • Zitat

    Original von Marcus Petronius Crispus
    "Danach kommt ein Opfer. Das Blut der Opfertiere wird dann auf eure Stirn gestrichen - du wirst Hennenblut abbekommen, Marsus das Blut eines Bocks. Dann gibt's nochmal Gebete, dann erklärt der Gode euch zu Mann und Frau. Danach tauscht ihr Ring und Schwert aus - das heißt, du bekommst Marsus' Schwert und einen Ring, er bekommt von uns das gleiche. Zuletzt müsst ihr noch über ein Feuer springen."


    Das war der Teil, der wenig erschreckend war - bevor er aber zur Frage der überwachten Hochzeitsnacht kam, wollte er erst sehen, was Octavena vom Bisherigen hielt...


    "Aha..."
    Das flaue Gefühl in ihrer Magengegend blieb fürs erste bestehen. Gut, der Anfang hörte sich ja noch ganz ähnlich wie bei ihnen an, die Sache mit der Mitgift beziehungsweise dem Muntschatz war ja auch eher etwas, das ihren Onkel oder Marsus zu interessieren hatte und auch der Gedanke, dass auch die römischen Götter der Ehe angerufen werden würden, beruhigte Octavena ein wenig. Aber die Geschichte mit dem Blut... Das klang doch etwas merkwürdig... Nachdenklich biss sie sich auf die Unterlippe. Andererseits führte daran wohl kein Weg vorbei... Und es war dann doch nur ein bisschen Blut auf ihrer Stirn. Das würde sie wohl kaum umbringen. Und bei dem Feuer würde es sich doch wohl auch kaum um einen Waldbrand handeln... Bestimmt würde alles im Bereich des zu überlebenden bleiben, oder? Und wenn die Duccier germanische Bräuche pflegten, würde sie sich da wohl oder übel damit abfinden und daran gewöhnen müssen.
    "Na ja, das hört sich alles ein wenig seltsam an, aber ich werde es wohl überleben", gab sie dann schließlich mit einem kleinen Lächeln zurück.

  • "Es gibt dann noch etwas..."


    fügte Crispus an, als Octavena die Abläufe der Feierlichkeiten abnickte. Etwas verlegen kratzte er sich am Kopf und räusperte sich.


    "Bei den Ducciern ist es außerdem üblich, dass Vertreter beider Familien der Hochzeitsnacht beiwohnen, um zu bezeugen, dass sie wirklich stattgefunden hat. Ich bin da nicht sonderlich scharf drauf, aber Marsus besteht auf diesen Brauch..."


    Er wusste auch nicht recht, was er mehr dazu sagen sollte. Deshalb kratzte er sich nochmals am Kopf und meinte


    "Also wenn dir das lieber ist, kann das auch Lucius übernehmen - wie du willst. Es muss aber eben jemand aus unserer Familie sein."

  • Octavena starrte ihren Onkel wie vom Blitz getroffen an und sagte einen Moment erst einmal gar nichts. Ihre Hochzeitsnacht sollte unter Zeugen stattfinden?! Vertretern beider Familien?!
    Damit waren die anderen Bräuche - so ungewohnt sie auch sein mochten - eindeutig nicht mehr ihr Problem. Weniger aus Gründen der Scham wie sie später im Christentum normal waren, sondern aus dem simplen Grund, dass es ihr erstes Mal und sie da auch ohne Zuschauer nervös und unsicher genug sein würde.
    Ihr Unbehagen stieg allerdings noch mehr, als ihr Onkel auch noch vorschlug, dass ausgerechnet Lucius auch der Zeuge von petronischer Seite würde sein können. Das wäre ja noch schöner gewesen! Ihr Cousin war nun wirklich von allen Mitgliedern ihrer Familie der letzte, den sie da dabei haben wollte! Zwar war sie auch genauso wenig scharf darauf, von ihrem Onkel beobachtet zu werden, aber der wäre immer noch besser als Lucius.
    Octavena schüttelte langsam den Kopf und begann langsam, ihre Gedanken zu ordnen. "Und da führt kein Weg vorbei?"

  • Die Aussicht, dass eines ihrer Familienmitglieder freie Aussicht auf ihr erstes Mal erhalten sollte, begeisterte das Mädchen erwartungsgemäß kaum. Crispus fürchtete schon fast, dass sie sich weigern würde, unter diesen Umständen überhaupt in die germanische Sippe einzuheiraten.


    Trotzdem gab es nichts zu beschönigen:


    "Es sieht nicht danach aus - ich bin auch nicht sonderlich heiß darauf... äh, ich möchte das auch nicht unbedingt. Aber wenn es die Gebräuche der Germanen sind, dann muss man sich wohl beugen."


    Das Wort "heiß" im Zusammenhang mit unfreiwilligem Voyeurismus war doch etwas unpassend und der alte Petronier errötete ein wenig.

  • Athicus war etwas überrascht wie ablehnend der junhe Petronier einer Kastration gegenüber stand. Er sollte doch froh seinnwenn die Familie preisgünstig uu einem Eunuchendiener für Octavena kam. Etwas verwirrt sagte er:


    "Hmmhh. Nein also Kinder will ich nicht unbedingt. Ich hab ja gesehen wie es jemadem geht wenn die Eltern arm sind und nicht für einen Sorgen können. Da lasse ich mich doch lieber unfruchtbar machen. Die Kastration ist auch garkeine so grosse Sache wie die meisten glauben, solamge nur die Hoden entfernt werden und das Glied unverletzt bleibt. Ich hab in Sizillien ein paar mal gesehen wie Sklaven für den Haushalt kastriert wurden. Ein geschickter Arzt braucht nur 5 Minuten einen Knaben oder jungen Mann zum Eunuchen zu machen. Der grosse Vorteil von Eunuchen ist halt das sie die Intelligenz eines Mannes haben, ohne dessen Potenz. Wer würde wichtige Aufgaben schon einer Frau mit ihrem emotionalen und ja doch recht beschränkten Geist überantworten wollen? Ein potenter Mann hingegen stellt eine Gefahr für die Ehre und die Blutlinie des Hausherren dar. Ein Eunuch der nach der Pubert kastriert wurde hat den Geist eines Mannes ohne seine Fruchtbarkeit und Potenz. Das ist eine vielversprechende Kombination. Ich erwarte ja garnicht jetztsofort besser bezahlt zu werden, aber ich gehe davon aus das die Entmannung mir in Zukunft noch sehr nützen wird. Ich bin schon relativ alt um ein Eunuch zu werden. Da will ich es jetzt hinter mich bringen."

  • Zitat

    Original von Marcus Petronius Crispus
    "Ich würde mich auch ziemlich wundern, wenn Bassus extra anreisen würde - es ist doch ganz schön weit von Tarraco bis hierher. Ich würde aber ein paar Decurionen einladen und noch ein paar von meinen Freunden hier."
    [...]
    "Beim Termin steht uns eigentlich alles frei - die ungünstigen Monate sind schon vorbei und es gibt nur noch ganz vereinzelte Tage - schlecht sind immer Feiertage für Kriegs- oder Totengötter."


    erklärte er dann noch zu den Terminwünschen. Wobei ihm doch noch etwas einfiel...


    "Ach ja, in den letzten Tagen des Iulius bin ich geschäftlich ziemlich eingespannt, da ist's auch ein bisschen ungünstig*."


    "Ja, das dachte ich mir schon", sagte Witjon in Bezug auf die unwahrscheinliche Anreise von Octavenas Vater. "Aus Hispania ist es ja ein ebenso beschwerlicher Weg wie für meine Verwandten, die aus Italia über die Alpes Montes anreisen müssten. Das kann man derart kurzfristig nun wirklich niemandem zumuten." Dass Octavena diesen Umstand wohl nicht allzu sehr bedauerte, fiel Witjon nicht auf. Er war gleich darauf in Gedanken schon damit beschäftigt, eine grobe Gästezahl zu schätzen. Marcus äußerte dann ja auch noch den berechtigten und erwarteten Wunsch, Freunde und Bekannte einzuladen, was Witjon gern bewilligte.
    "Gern", sagte er deshalb. "Wenn das Wetter mitspielt, können wir eine ganze Menge Gäste einfach im Garten unterbringen. Lade ein, wen du möchtest." Dabei grinste er schief. Witjon stellte sich ein großes, fröhliches Fest vor. So hatte er es bei der Hochzeit seines Vetters Lando erlebt und so wünschte er es sich auch für seine eigene Vermählung.


    Als es dann um den Termin ging, hörte Witjon mit Erleichterung, dass es wohl nur wenige Hindernisse in nächster Zeit geben würde. Abgesehen von diversen ungeeigneten Feiertagen und der Zeit, in der Marcus' Geschäfte etwas mehr Aufmerksamkeit brauchten, gab es offenbar freie Auswahl.
    "Was haltet ihr dann vom...sagen wir...ANTE DIEM III NON IUL (05.07.)?"*
    Er wechselte einen weiteren Blick zwischen Octavena und Marcus, bevor er hinzufügte: "Bis dahin bleibt uns noch genug Zeit, um die Einladungen auszusprechen und entsprechende Vorkehrungen für das Fest zu treffen..." **


    Sim-Off:

    *Siehe PN.
    **Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass dieses Gespräch hier ja schon Ende Mai begonnen hat.

  • Zitat

    Original von Marcus Petronius Crispus
    "Es sieht nicht danach aus - ich bin auch nicht sonderlich heiß darauf... äh, ich möchte das auch nicht unbedingt. Aber wenn es die Gebräuche der Germanen sind, dann muss man sich wohl beugen."


    Dann muss man sich wohl beugen...
    Octavena schluckte und ermahnte sich selbst etwas zur Ruhe, um erst einmal ihre Gedanken zu ordnen. Die unglückliche Formulierung ihres Onkels fiel ihr da gar nicht auf. Hätte sie nicht sowieso schon gesessen, hätte sie dazu spätestens jetzt Platz genommen. Einfach, um besser nachdenken zu können.
    Eigentlich war das ja schon zu erwarten gewesen. Nicht dieser Brauch an sich, sondern eher die Tatsache, dass sie darum wohl nicht herum kommen würde. Ansonsten hätte ihr Onkel sie dem wohl kaum ausgesetzt, oder?
    Der Gedanke hinterließ einen bitteren Beigeschmack, während der jungen Petronia klar wurde, was ihr Onkel bereits gesagt hatte: Sie würde sich fügen müssen.
    Nicht dass es das besser gemacht oder ihre Unsicherheit verkleinert hätte, aber ihrer Angst bei diesem Gedanken zum Trotz sah Octavena gleichzeitig ein, dass es wohl nichts helfen würde.
    Sie biss sich auf die Unterlippe und blickte zu Boden. Vielleicht würde es ja gar nicht so schlimm sein, wenn sie sich erst einmal an den Gedanken gewöhnt hatte? Aber dafür musste sie sich auch erst einmal daran gewöhnen! Andererseits war es ja noch etwas Zeit bis zur Hochzeit...
    Doch wie sie es auch drehte und wendete, wirklich besser fühlte sie sich nicht.
    Stattdessen kam ihr ihre Mutter in den Sinn, die immer der Ansicht gewesen war, dass man sich mit allem würde arrangieren können und müssen, wenn es denn sein musste. Und offenbar musste das hier sein.
    Langsam hob Octavena wieder den Kopf und nickte ein wenig unsicher. "Dann hilft es wohl nichts."

  • Dieser Aspekt bereitete Octavena dann doch noch ziemlich Unbehagen, wie man deutlich erkennen konnte. Dem alten Petronier blieb nichts als abzuwarten, bis sie sich entschied - was hätte er auch sonst tun sollen? So blickte er betreten zu Boden, dann wieder zu Octavena und wieder zu Boden.


    Schließlich äußerte sie sich doch nach einer gefühlten Ewigkeit und Crispus atmete erleichtert auf.


    "Gut. Du bist sehr tapfer, Octavena."


    Dabei fragte er sich, ob er selbst nicht fast noch tapferer sein musste - seinen Decurionen-Kollegen bei der Sache mit seiner Nichte zu beobachten... er würde den Duccier danach zweifellos mit anderen Augen sehen...

  • Zitat

    Original von Gaius Athicus
    "Hmmhh. Nein also Kinder will ich nicht unbedingt. Ich hab ja gesehen wie es jemadem geht wenn die Eltern arm sind und nicht für einen Sorgen können. Da lasse ich mich doch lieber unfruchtbar machen. Die Kastration ist auch garkeine so grosse Sache wie die meisten glauben, solamge nur die Hoden entfernt werden und das Glied unverletzt bleibt. Ich hab in Sizillien ein paar mal gesehen wie Sklaven für den Haushalt kastriert wurden. Ein geschickter Arzt braucht nur 5 Minuten einen Knaben oder jungen Mann zum Eunuchen zu machen. Der grosse Vorteil von Eunuchen ist halt das sie die Intelligenz eines Mannes haben, ohne dessen Potenz. Wer würde wichtige Aufgaben schon einer Frau mit ihrem emotionalen und ja doch recht beschränkten Geist überantworten wollen? Ein potenter Mann hingegen stellt eine Gefahr für die Ehre und die Blutlinie des Hausherren dar. Ein Eunuch der nach der Pubert kastriert wurde hat den Geist eines Mannes ohne seine Fruchtbarkeit und Potenz. Das ist eine vielversprechende Kombination. Ich erwarte ja garnicht jetztsofort besser bezahlt zu werden, aber ich gehe davon aus das die Entmannung mir in Zukunft noch sehr nützen wird. Ich bin schon relativ alt um ein Eunuch zu werden. Da will ich es jetzt hinter mich bringen."


    Der junge Petronier konnte sich kaum in die Perspektiven eines Sklaven oder Dieners eindenken, aber sein Vater hatte ihm stets eingeschärft, wie wichtig der Erhalt der Familie war - was einerseits rational war angesichts des religiösen Firlefanz, dem die meisten Menschen anhingen, andererseits aber auch handfeste Vorteile hatte, wenn man die Versorgungslage im Alter bedachte. Selbst unter wohlhabenden Decuriones war es nützlich, als bettlägriger Greis einen vertrauenswürdigen Nachfolger zu haben, der vor dem Neid anderer schützte und den Haushalt in Ordnung hielt.


    Die Vorteile für den Herren lagen aber auch auf der Hand - Octavena war ja das beste Beispiel für die Beschränktheit des weiblichen Geschlechts.


    "Aber dir ist schon klar, dass es dann keinen Weg zurück gibt, oder?"


    Gerade Vilici hatten ja nicht selten selbst eine Familie - sogar die unfreien gelegentlich...

    cu-tribunuscohortisurbanae.png petronia2.png

    Klient - Herius Claudius Menecrates

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

  • Zitat

    Original von Numerius Duccius Marsus
    "Gern", sagte er deshalb. "Wenn das Wetter mitspielt, können wir eine ganze Menge Gäste einfach im Garten unterbringen. Lade ein, wen du möchtest." Dabei grinste er schief. Witjon stellte sich ein großes, fröhliches Fest vor. So hatte er es bei der Hochzeit seines Vetters Lando erlebt und so wünschte er es sich auch für seine eigene Vermählung.


    Als es dann um den Termin ging, hörte Witjon mit Erleichterung, dass es wohl nur wenige Hindernisse in nächster Zeit geben würde. Abgesehen von diversen ungeeigneten Feiertagen und der Zeit, in der Marcus' Geschäfte etwas mehr Aufmerksamkeit brauchten, gab es offenbar freie Auswahl.
    "Was haltet ihr dann vom...sagen wir...ANTE DIEM III NON IUL (05.07.)?"*
    Er wechselte einen weiteren Blick zwischen Octavena und Marcus, bevor er hinzufügte: "Bis dahin bleibt uns noch genug Zeit, um die Einladungen auszusprechen und entsprechende Vorkehrungen für das Fest zu treffen..."


    Während der Alte vor Freude fast verging, blieb Lucius distanziert und beobachtete die Szenerie einfach. Noch immer fragte er sich, ob die Gens Petronia sich einen Gefallen tat, wenn sie sich mit germanischen Barbaren vermischte. Andererseits waren die Würfel offensichtlich gefallen und es war irrational, diesen Schicksalsschlag zu bedauern - abgesehen davon gab es ja auch noch ihn selbst, der der Familie Ehre und einwandfreien Nachwuchs bereiten konnte.


    Als es zur Terminfrage kam, wurde ihm plötzlich bewusst, dass diese Verbindung bedeutete, dass er Octavena los werden würde. So gesehen konnte es gar nicht schnell genug gehen - bis zum Iulius war ja eine unerträglich lange Zeit!

    cu-tribunuscohortisurbanae.png petronia2.png

    Klient - Herius Claudius Menecrates

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

  • Zitat

    Original von Marcus Petronius Crispus
    "Gut. Du bist sehr tapfer, Octavena."


    Dabei fragte er sich, ob er selbst nicht fast noch tapferer sein musste - seinen Decurionen-Kollegen bei der Sache mit seiner Nichte zu beobachten... er würde den Duccier danach zweifellos mit anderen Augen sehen...


    Tapfer? Octavena schnaubte leise, lächelte aber auch ein wenig amüsiert.
    Nein, als tapfer hätte sie sich im Moment nicht bezeichnet, eher als pragmatisch, aber vermutlich war das auch nur ein Teil ihrer eigenen Wahrnehmung.
    "Sonst noch etwas?", fragte sie stattdessen, auch wenn sie bezweifelte, dass er nun mit noch irgendeinem Hammer um die Ecke kommen würde...

  • "Nicht, dass ich wüsste..."


    erwiderte Crispus, wobei man erkennen konnte, dass er sich tatsächlich nicht sicher war, ob Marsus vielleicht noch irgendetwas Wesentliches vergessen hatte.


    "Aber das wird schon werden - du kannst ja auch nochmal mit Gunda sprechen, die kennt sich vielleicht mit germanischen Hochzeiten etwas besser aus..."

  • Zitat

    Original von Lucius Petronius Crispus
    Als es zur Terminfrage kam, wurde ihm plötzlich bewusst, dass diese Verbindung bedeutete, dass er Octavena los werden würde. So gesehen konnte es gar nicht schnell genug gehen - bis zum Iulius war ja eine unerträglich lange Zeit!


    "Der Tag klingt gut. Beginnt das ganze dann hier oder gleich bei euch? Oder von wo nach wo geht der Brautlauf?"


    fragte Crispus, der die Sache mit dem Brautlauf zwar akzeptiert hatte, nun aber bemerkte, dass das ganze hier und da doch etwas klärungsbedürftig war. Zusätzlich nahm er noch einen Schluck Wein.

  • Zitat

    Original von Marcus Petronius Crispus
    "Aber das wird schon werden - du kannst ja auch nochmal mit Gunda sprechen, die kennt sich vielleicht mit germanischen Hochzeiten etwas besser aus..."


    Octavena nickte, auch wenn sie selbst bemerkte, dass ihr Onkel sich bei seiner Antwort auch nicht völlig sicher war. Aber das lag vermutlich auch mit daran, dass er sich mit den germanischen Bräuchen vermutlich nicht so richtig auskannte.
    Doch ein Gespräch mit Gunda, das war vielleicht wirklich eine gute Idee... Gunda war eine gute Seele, vielleicht würde es ihr ja auch gelingen, sie etwas zu beruhigen, indem sie ihr tatsächlich noch einmal die ein oder andere Sache in Ruhe erklärte.
    "Gut..." Sie erhob sich wieder. "Dann werde ich das tun..."

  • "Dann bis morgen! Ich muss heute Abend noch einen Freund besuchen..."


    Die frohe Kunde musste ja auch im persönlichen Umfeld verkündet werden - und das tat man am besten mit einem guten Freund in der Taverne seiner Wahl! Das war zumindest etwas weniger kompliziert als mit einem jungen Mädchen germanische Hochzeitsbräuche zu diskutieren...

  • Zitat

    Original von Marcus Petronius Crispus


    "Der Tag klingt gut. Beginnt das ganze dann hier oder gleich bei euch? Oder von wo nach wo geht der Brautlauf?"


    fragte Crispus, der die Sache mit dem Brautlauf zwar akzeptiert hatte, nun aber bemerkte, dass das ganze hier und da doch etwas klärungsbedürftig war. Zusätzlich nahm er noch einen Schluck Wein.


    "Der Brautlauf wird hier beginnen und zur Casa Duccia führen. Wo genau die Braut dann in meine Sippe aufgenommen wird, steht uns im Grunde genommen frei", erklärte Witjon. Mit Blick zu Octavena sagte er weiter: "Octavena, wenn du möchtest, können wir das einfach am großen Tor zu unserem Garten machen. Das Fest wird nämlich dort stattfinden und da ist auch genügend Platz."


    Dass Lucius sich für die Vorbereitungen und überhaupt für den ganzen Anlass nur wenig begeistern konnte, registrierte Witjon weiterhin nicht und würde ihn auch nicht sonderlich jucken. Er war unfassbar froh und konzentrierte sich nun vollends auf das Organisatorische.

  • Octavena war zunächst ein wenig irritiert angesichts der Formulierung mit dem "Brautlauf" und runzelte ein wenig die Stirn, dachte sich aber nicht groß etwas dabei und vermutete einfach den Brautzug dahinter und schob angesichts ihrer guten Laune das kurzzeitig aufkeimende flaue Gefühl zur Seite.
    "Soll mir recht sein", erwiderte sie stattdessen, als Marsus sich direkt an sie wandte und lächelte, auch wenn sie ein wenig angesichts der Tatsache stutzte, dass die Feier offenbar in der Casa Duccia und nicht im Haus ihres Onkels stattfinden sollte... Noch wusste sie ja nichts von den germanischen Bräuchen, die sie erwarteten.

  • Mit dem regungslosen Bündel Mensch über der Schulter ging Haakon die noch immer schneebedeckte Straße entlang, bis er an die Pforte zum Domus Petronia kam. Dort entledigte er sich des Sklaven und drappierte ihn seitlich neben der Porta, stellte sich dann direkt vor die Tür und klopfte an.


    Knock Knock Knock


    Ein kurzer Kontrollblick zurück auf Ballomar, der noch immer keinerlei Regung von sich gab. Offensichtlich hatte der Germane ihn ordentlich erwischt beim K.O.-schlagen, sodass die Wirkung noch immer anhielt.
    Es war gerade erst der Abend angebrochen, doch jahreszeitbedingt war es bereits Dunkel auf den Straßen der Stadt, die noch immer unter einer centimeterdicken Schneedecke begraben lagen. Erst ein Tag war vergangen, seit Haakon das letzte Mal im Domus Petronia war und seinen Auftrag erhalten hatte. Ein ganz respektable Zeit, in der er diesen erfüllen konnte. Geschuldet war dies zwar einem glücklichen Zufall, dass Ballomar es noch nicht aus der Stadt geschafft hatte, doch was zählte war das Ergebnis und Pontifex Petronius konnte zufrieden sein mit diesem Ergebnis.

  • Zitat

    Original von Petronia Octavena
    Octavena war zunächst ein wenig irritiert angesichts der Formulierung mit dem "Brautlauf" und runzelte ein wenig die Stirn, dachte sich aber nicht groß etwas dabei und vermutete einfach den Brautzug dahinter und schob angesichts ihrer guten Laune das kurzzeitig aufkeimende flaue Gefühl zur Seite.
    "Soll mir recht sein", erwiderte sie stattdessen, als Marsus sich direkt an sie wandte und lächelte, auch wenn sie ein wenig angesichts der Tatsache stutzte, dass die Feier offenbar in der Casa Duccia und nicht im Haus ihres Onkels stattfinden sollte... Noch wusste sie ja nichts von den germanischen Bräuchen, die sie erwarteten.


    "Ja, das passt!"


    erwiderte Crispus, ohne dabei daran zu denken, dass er Octavena vielleicht die Gepflogenheiten germanischer Hochzeiten erklären müsste - dazu war er viel zu ausgelassen.


    Diese Grundstimmung blieb auch den übrigen Abend erhalten. Der alte Petronier langte beim Wein kräftig zu und unterhielt die Runde mit Geschichten aus seiner Militärzeit, aber auch wie er und Heilruna, seine verstorbene Frau, sich in der Basilika Germanica kennen gelernt hatten. Irgendwann war der Alte ziemlich betrunken und Morag, der Haussklave, wirkte sanft darauf hin, dass die Feier vorerst unterbrochen würde. Bald schon würde es ja eine Hochzeit geben - und außerdem musste der Hausherr am nächsten Tag morgens zu einer Sitzung des Collegium Pontificum.

    Sim-Off:

    Ende der Episode ;)

  • | Morag

    Zitat

    Original von Haakon
    Mit dem regungslosen Bündel Mensch über der Schulter ging Haakon die noch immer schneebedeckte Straße entlang, bis er an die Pforte zum Domus Petronia kam. Dort entledigte er sich des Sklaven und drappierte ihn seitlich neben der Porta, stellte sich dann direkt vor die Tür und klopfte an.


    Knock Knock Knock


    Als es klopfte, öffnete wie üblich Morag die Tür. Er erschrak ziemlich, als er einen Mann mit einem anderen Mann über der Schulter entdeckte. Es dauerte einen Moment, bis er sich erholte und erkannte, dass er den Typen am Vortag schon eingelassen hatte. Also hatte das ganze wohl seine Richtigkeit.


    "Du willst zum Pontifex, nehme ich an?"


    sagte er und zog seinen Mantel enger. Es war wirklich lausekalt!





    SKLAVE - MARCUS PETRONIUS CRISPUS

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