• Pinytus, Secutor


    Da stand er nun und wartete darauf in die Arnea zu dürfen. Er würde es seinem Gegner nicht leicht machen auch wenn er ihn gut kannte. Hier ging es wenn man so wollte um Leben und Tot.
    Pinytus überprüfte eben noch seine Ausrüstung ob alles passte, als dann auch schon das Zeichen für seinen Auftritt kam. Er straffte sich und marschierte siegesbewußt in die Mitte der Arena. Es würde sein Tag werden, zumindest ging Pinytus davon aus. Das sein Gegner ein Retiarius war, ließ ihn dabei ziemlich kalt. Würde er angst haben, so würde er schon lange nicht mehr hier stehen. Die meisten seiner Kämpfe hatt er für sich entschieden und es waren einige.

  • Sim-Off:

    Nachschlag für die Wettbegeisterten! ;)
    Da ich kein schönes Bild gefunden habe, mach ich einfach zu Beginne eine längere Beschreibung.


    Theon - Retiarius


    Die letzten Minuten vor Beginn des Kampfes waren angebrochen. Der etwa 1,65 m große Theon war bereit, seinem Gegner gegenüber zu treten. Furcht hatte er keine. Sein gut gebräunter Körper war 1A durchtrainiert, wobei er natürlich mehr einem Athleten glich, denn einem Ringer oder Gewichtheber. Das schwarze Haar erst vor wenigen Tagen gekürzt, sodass es ihn nicht behindert konnte und in seinen grünen Augen flackerte fremdländisches Feuer, das nur darauf wartete, seine Energie zu zeigen. Es waren auch genau diese Augen, die schon so manchem Kontrahenten einiges an Furcht eingeflößt hatten und Theon somit zum Retiarius prädestinierten. Diese Gladiatorengattung war schließlich die einzige, die ohne jegliche Form von Helm antrat und auch sonst nur sehr wenig Rüstung trug. Denn auch statt eines Schildes hatte er lediglich einen als galerus bezeichneten massivbronzenen Schulterschirm an der linken Seite. Beinschienen hingegen trug er gar keine; seine manica, wie der Armschutz allgemein genannt wurde, war links statt rechts.


    Dann wurde der Weg in die Arena freigegeben. Mit dem Ende seines Dreizack stieß er einmal auf dem Boden, griff das fast 5kg schwere Netz noch ein bisschen fester und betrat den Platz. Bis ganz zur Mitte ging er natürlich nicht, denn dort stand schließlich der deutlich schwerfäligere Secutor, der unter seinem fast gänzlich geschlossenen Helm wohl vermutlich jetzt schon schwitzte. Noch ein letzter flüchtiger Blick, das Theon auch sein pugio genannten, überlebenwichtigen Dolch an der richten Stelle griffbereit trug, dann konnte es losgehen:


    Theon umging den Gegner und deutete ein paar Mal an, sein Netz zu werfen oder mit dem Dreizack zuzustoßen. Mal sehen, wie nervös der Secutor wirklich war. Die Zeit spielte auf jeden Fall für Theon, da die schwere Ausrüstung eines Secutors besonders langwierige Kämpf fast unmöglich machte. Der Fisch musste also zum Fischer kommen...

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    Klient - Marcus Vinicius Hungaricus

  • Potitus nutzte die kleine Pause, um ein paar Rosinen zu verschlingen. Er liebte diese kleinen süßen Dinger! Nachdem er sich selbst eine Handvoll in den Mund gesteckt hatte, hielt er die goldene Schale auch Cyprianus und seiner Verlobten hin. "Auch ein paar?" fragte er mit vollem Mund.


    Dann wurde auch schon das nächste Pärchen angekündigt. Kämpfe zwischen Retiarius und Secutor mochte der Vescularier besonders! "Das wird bestimmt interessanter!" bemerkte er mit nur noch halbvollem Mund und griff wieder in die Schüssel.

  • Pinytus, Secutor


    Als der Retiarius anfing mit seinem Netz und seinem Dreizack herumzuwirbeln, ging der kräftige und muskulöse Pinytus einen Schritt zurück. Er wollte nicht gleich zu Beginn des Kampfes einen Treffer einfangen. Er hatte eh schon bei der Hitze mit sich zu kämpfen und da wäre eine Wunde gleich am Anfang und überhaupt ganz und gar nicht von Vorteil. Allerdings wollte er auch nicht gleich auf volles Risiko gehen und seinen Gegner frontal angreifen, da dieser die längere Bewaffnung hatte. Er mußte als geschickt vorgehen und erst einmal sehen, was sein Gegner konnte.
    So begann Pinytus erst einmal vorisichtig um Theon herumzuschleichen, mit seinem großem Schild als Deckung vor sich. Er suchte ein Lücke was relativ schwer war, da Theon mit seinem Netz doch flexibler war und es als Verteidigung als auch als Angriffswaffe nutzen konnte. Und wenn gar dumm lief, so verfing sich das Gladius der Secutor im Netz des Retiarius. Diese wäre ein sehr sehr schlechter Ausgangspunkt für ihn. Also war Vorsicht geboten...

  • Theon - Retiarius


    Oh! Da wich der Secutor doch tatsächlich gleich erstmal zurück. Nun da schien der Fisch wohl deutlichen Respekt vor dem Netz des Fischers zu haben! Das freute den Retiarius natürlich - sichtlich, denn er hatte ja keinen Helm, der sein gemeines Grinsen hätte verbergen können. Ja, diese Kampfhaltung sorgte bei Theon für zusätzliche Sicherheit in der Arena...


    BAM! Bam-bam-bam-bam-bam!


    Das 5kg-Netz war das erste Mal ausgeworfen worden und traf allerdings nur auf das gegnerische scuntum, hinter dem sich Pintytus versteckte. Doch die gewichtigen Enden, die diesen kleinen Trommelwirbel auf dem Schild verursacht hatten, waren eben auch erstmal auszuhalten. 5kg plus Beschleunigung wäre nicht unbedingt ein Pappenstiel. Ein paar solcher Angriffe, dann würde der Secutor wohl angreifen müssen. Andernfalls würde der Fisch wohl baden gehen... in seinem eigenen Schweiß!


    Direkt nach dem Aufprall zog Theon das Netz über die Kordel wieder zurück. Es landete sicher wieder in seiner Hand. Es folgten wieder hier eine Finte und dort. Der Retiarius müsste nur aufpassen, dass er nicht zu leichtsinnig wurde. Aufgrund der bescheidenen Ausrüstung besaß er schließlich allerhand Lücken, die er nur durch seine Schnelligkeit im Ausweichen und durch Einsatz von Netz und Dreizack würde ausgleichen können. Ein Treffer wäre unweigerlich ein Treffer - keine Beinschiene, kein Helm, die da irgendetwas abfingen.


    "Na komm, mein kleines Goldfischchen!", rief Theon aus vermeintlich sicherer Entfernung. Er war sich so sicher, dass er auch einer verbalen Provokation einfach nicht widerstehen konnte...

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    Klient - Marcus Vinicius Hungaricus

  • "Dein Sklave soll das Geld doch lieber einem Tempel spenden." gab ich der Iunia kalt zurück. Diese wortreiche Verteidigung war mir äusserst unangenehm anzuhören. Nicht mal zu ihrer Schandtat stehen wollte sie, wenn man das so hörte hätte man meinen können eine Vestalin vor sich zu haben! "Und zwar dem Tempel der Vesta bitte. Vale Iunia."


    Von so einer wollte ich kein Geld. Aber dass Massa mir so in den Rücken fallen mußte!
    "Was?!" erwiderte ich auf seinen, mir doch sehr vorwurfsvoll erscheinenden, Blick. "Die Frau ist ein Flittchen. Alles was ich getan habe, war die Wahrheit auszusprechen, und schon zetert sie los und erzählt uns irgendwelchen Blödsinn!"
    Ich zog eine naive Miene, klimperte mit den Wimpern und hauchte mit dünnem Stimmchen: "Ich bin ja sooo unschuldig... er war verrückt nach mir.... er wollte mich in den Palast einsperren..." Mit einem harschen Lachen beendete ich die Parodie. "Ihr nehmt ihr den Quatsch doch nicht etwa ab? Archias war verrückt, aber verrückt nach Seiana, ich weiß das, ich hab mich nämlich deswegen mit ihm geprügelt. Die falsche Schlange hat ihm den Kopf verdreht, wegen ihr hat er meine Schwester sehr, sehr unglücklich gemacht."
    Wütend stieß ich die Luft durch die Nase aus, dann beugte ich mich näher zu den beiden, um ihnen das schockierendste Wissen überhaupt anzuvertrauen: "Und! Und sie ist der Zögling einer Bordellbetreiberin. Der Iunia, die in Alexandria auf der Agora ermordet gefunden wurde, mit den Worten 'Hure Alexandrias' ins Fleisch geritzt. Ich habe in dem Fall ermittelt, ich weiß Bescheid. - Ihr seht also aus welchem Milieu die Frau kommt. Mit so einer sollten wir uns wirklich nicht abgeben."
    Mit einem bekräftigenden Nicken lehnte ich mich wieder zurück. Hoffentlich waren meine Sumpf-der-Hauptstadt-unerfahrenen Verwandten nun ausreichend gewarnt... (und nicht etwa von der Verruchtheit der Frau um so mehr fasziniert). - Aber dass ich anfangs einen so ganz anderen Eindruck gewonnen hatte... das war schon merkwürdig...


    Der nächste Kampf begann, und bot eine willkommene Ablenkung. Natürlich war ich für den Retiarius, ich liebte diese schnellen, waghalsigen Kämpfer, und der hier hatte Feuer, das sah man gleich. Das Wetten überließ ich aber jetzt den anderen. Gebannt verfolgte ich den Kampf, und auch die folgenden, genoß die angenehme Gesellschaft von Massa und Flavus, und vergaß dabei beinahe, aber nur beinahe, diese unangenehme Begegnung.


    Simoff: Ich bin raus, geht einfach davon aus dass Serapio dabei ist, Nüsse ißt, und mehr oder weniger fachmännische Kommentare zu den Kämpfen abgibt ;)

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  • Zitat

    Original von Marcus Iulius Dives


    Pinytus, Secutor


    War zu gelassen um sich auf irgendwelche Sprüch einzulassen. Er hatte ja im Endeffekt auch nichts davon. Am Ende würde man ja sehen wer die Nase vorne hatte.
    Allerdings als das Netz auf sein Scutum donnerte, zog er seinen Kopf ein und hielt seinen Schild mit aller Kraft fest. Wie schnell konnte es einem aus der Hand gerissen werden und man war dann seinem Gegner ohne Deckung ausgeliefert. Allerdings war es nun an der Zeit, auch ein wenig in Bewegung zu kommen. So hatte sich der Secutor eine Stelle für seinen Angriff herausgesucht, welche wie er fand nicht wirklich gut geschützt war.
    Er visierte seinen Gegner an, ließ einmal kunstvoll sein Gladius kreisen, so als würde er nicht daran denken seinen Gegenüber anzugreifen und machte dann ein paar schnelle Schritte und war dann bei seinem Gegner. In dieser Entfernung, konnte er mit seinem Netz nicht viel ausrichten. Er rammte ihm sein Scutum in den Bauch versuchte mit seinem Gladius ihn an der linken Hüfte zu treffen. Er merkte zwar einen kleinen Widerstand, doch was er nun getroffen hatte, konnte er im ersten Moment nicht erkennen. Es hätte genauso gut etwas von der Ausrüstung sein können. So zog sich Pinytus erst einmal wieder zurück. Er hätte seinen Gegner vielleicht noch weiter bedrängen sollen aber er wollte ihn ja auch nicht gleich töten, sondern dem Publikum ein kleines Spektakel bieten.

  • Theon - Retiarius


    Whoa! Da war sich Theon wohl doch etwas zu sicher gewesen. Plötzlich stürmte der Secutor, wie von Iuppiters Blitz selbst getroffen, auf ihn zu. Zwar war der Retiarius grundsätzlich schneller durch die leichtere Bewaffnung, aber was sein Gegenüber da gerade an Kräften aufbot, um die Distanz zu überwinden, dagegen kam Theon so plötzlich und ohne die kleinste Andeutung nicht an. Pinytus' scuntum schlug mit voller Wucht leicht links von seiner Körpermitte ein, da er dabei war, nach rechts auszuweichen. Nun jedoch wurde aus der Rechtsbewegung mehr ein nach schräg nach rechts-hinten stolpern und es war mehr Glück als Verstand, dass der Dreizack dabei irgendwie den Schwertangriff abwendete.


    Zwar war dieser Angriff damit glücklicherweise überstanden, da sich der Secutor so plötzlich wie er nach vorn gestürmt war, auch wieder zurück zog, doch änderte es nichts daran, dass der Retiarius das Gleichgewicht nicht mehr halten konnte und nach schräg rechts hinten auf den Arenaboden fiel. Der Sand federte den Sturz etwas ab, aber nicht viel. So konnte Theon die hölzerne Bodenkonstruktion mehr als deutlich spühren. Doch zum Zeigen der Schmerzen blieb nur wenig Zeit, da der Secutor jeden Moment von seinem Rückwärtsgang wieder umschalten könnte, wenn er erkannte, wie vorteilhaft die Lage für ihn doch gerade war: Bei dem Sturz hatte der Retiarius sowohl seinen Dolch, als auch seinen Dreizack verloren. Beide Waffen lagen - eine rechts, eine links - neben ihm.


    Reflexartig griff Theon den Dreizack und richtete sich in Windeseile wieder auf. Natürlich könnte es ihn sein Leben kosten, auf sein pugio verzichten zu müssen, doch ohne Dreizack sähe es sicherlich noch schlimmer aus! Die Zeit, den Dolch wieder entsprechend zu befestigen und dann mit Netz in der Linken und Dreizack in der Rechten weiterzukämpfen, blieb schlicht und ergreifend nicht, denn Theons Gefühl sagte ihm, dass der nächste Sturm unmttelbar bevor stand. Diesmal jedoch war er zumindest auf einen Blitzangriff gefasst, was einen erneuten derartig durchschlagenden Erfolg hoffentlich verhindern würde...

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    Klient - Marcus Vinicius Hungaricus

  • Auch wenn sich Flavs nicht sicher war ob Serapios Worte nicht auch die eines gekränkten Bruders waren, im Moment war es egal, der Kampf hatte begonnen. Und zu Beginn sah es wirklich nicht gut aus für seinen Secutor, der Retarius setzte den ersten Angriff.
    "Ach komm schon, wehr dich endlich, los!!!! Er verstand gerade was so spannend an den Kämpfen war, man musste nur wetten und mitfiebern. Natürlich gab auch hier Serapio seine Kommentare von sich, Flavus hörte aber nicht hin er war im Bann des Kampfes. Und gerade als er eine Dattel zu sich nehmen wollte verschluckte er sich beinah daran, denn sein Secutor machte einen guten Angriff.
    "Ha, seht ihr das. Ja genauso macht man das mit diesem Fischer, so und nidd anders. Ihr könnt bereits die Sesterzen zu mir geben, das Ding wird einfach." Er kannte sich so gar nicht wieder, selbst Massa und Flavus sahen ihn merkwürdig an. Was war schon dabei, er hatte gerade ne Menge Spaß und außerdem war er jung, er durfte das.

  • Aus Serapio's Worten war eindeutig Mißfallen heraus zu hören. Das Verbotene, etwas anrüchige, was er da präsentierte, klang nach verletztem Stolz und Bruderliebe. Ich sah der Iunia hinterher, ihre Geschichte faszinierte mich bei weitem mehr als ich dachte. Nichts desto Trotz, das Thema Iunia war vorerst abgeschlossen.


    " THEOOON! Beweg deinen Hintern und wickel den Fisch ein!" Meine Sesterzen sah ich schon davon schwimmen. Ein kleiner Ellbogenstoß zu Flavus. " Das war nur Zufall. Dein Pinytus schnappt unter dem Helm bald nach Luft und dann ist er geliefert." Sein Husten brachte mich vom Kampf ab. Zwei gemäßtigte, wohlplatzierte Schläge mit der flachen Hand zwischen die Schultern, befreiten ihn hoffentlich gleich von seinem zu groß geratenen Bissen. " Ein Wein zum Nachspülen wäre gut...THESEUS, hole drei Becher verdünnten Wein. Hier hast du 2 Sesterzen."


    Theon hatte sich wieder gefangen, so halb jedenfalls. " Spieß ihn auf!" rief ich nach unten.

  • Garulf machte sich auf den Weg und kehrte auch wieder schnell zurück.
    Hier Herr, es sind noch 2 As übrig. Er gab das Geld Massa und verteilte schnell die Becher unter den 3 Decimern. Flavus sah wieder besser aus, auch wenn er immer noch einen roten Kopf vom Husten hatte. Garulf verstand immer noch nicht was man an diesem Spektakel gut finden konnte, aber anscheinend begeisterte es das ganze Volk.

  • Die Schläge von Massa taten gut, die Dattel flog im hohen Bogen aus seinem Mund und landete auf der Kopfbedeckung einer Dame, etwa 2,3 Reihen weiter vorne.Ups, na egal, sie wird es nidd merken.
    "Abwarten Massa, abwarten. Ich sage dir dein Theon weiß gar nicht was er tut, sieh dir den mal an....aber ist ja klar dass der Classis-Soldat dem Fischer beihält. Loooos, auf gehts Pinytus, mach den Fischer fertig!"

  • Pinytus, Secutor



    Pinytus war von dem Erfolg seines Angriffes selbst ein wenig überrascht und verägert, dass er nicht mehr daraus gemacht hatte, sondern sich gleich wieder zurückgezogen hatte. Verägert über sich selbst knurrte er vor sich hin. Allerdings war sein Gegner noch nicht richtig auf den Beinen und so konnte er es vielleicht noch einmal wagen ihn anzugreifen, wenn es nur schnell genug ginge.
    Theon tastete zwar schon nach seinen Waffen aber er hatte sie noch nicht wirklich einsatzbereit. So schlug Pinytus auf`s neue los mit seinem Schild als Rammbock vorweg. Als er allerdings bei seinem Gegenüber ankam, stand dieser schon wieder halbwegs auf den Beinen und hatte sogar den Dreizack schon wieder in der Hand. Egal, da mußte er nun durch. Ein Zurück gab es jetzt nicht mehr. So schob er sich voran, mit dem Schildende voran auf Theon zu. Er verstärkte sogar noch seinen Anlauf. Vielleicht würde er seinen Feind erneut zu Fall bringen. Dann aber würde er über ihm stehen und die Klinge seiner Waffe Theon an den Hals halten.
    Noch war kein Blut geflossen, aber dies würde sich mit diesem Angriff ändern, so oder so.

  • Theon - Retiarius


    Wie er vorausgesagt hatte! Zumindest in diesem Punkt ließ ihn sein Gefühl nicht im Stich: Der Secutor stürmte mit der scheinbar gleichen Taktik wieder auf Theon zu, als dieser gerade wieder auf die Beine gekommen war. Es gab jedoch einen feinen Unterschied zur letzten Angriff: Er war nicht so überrascht und überrumpelt, wie beim letzten Mal! So sah er diese Attacke genau kommen und konnte darauf reagieren...


    Es handelte sich zwar nur um wenige Augenblicke, vielleicht gerade zwei oder drei Wimpernschläge, doch einem geschulten Kämpferauge und mit antrainierten Reflexen wäre das gerade ausreichend. Der Retiarius fasste seinen Dreizack fester und nun mit beiden Händen, verlagerte sein Gewicht nach unten, um den bevorstehenden Aufprall möglichst gut abfangen zu können. Gleichzeitig machte er sich aber auch dazu bereit, notfalls mit einem Hechtsprung aus der Schussweite des Anstürmenden zu entkommen.


    Der letzte Schritt vor dem Auftreffen: Ein furchtloser Blick. Die letzte Elle vor dem Auftreffen: Verteidigendes Kampfgebrüll. Die letzte Fingerbreite vor dem Auftreffen: Jetzt war es soweit! Es gab einen heftigen Ruck und Theon konnte nicht sagen, ob es wirklich einige Zentimeter rückwärts geschoben wurde oder ob es sich nur so anfühlte. Dazu konnte man das Holz richtig ächtzen hören, wobei dem Retiarius keine Zeit dazu blieb, zu überlegen, ob dieses Geräusch vom gegnerischen scuntum ausging oder vom Griff des Dreizacks. Im nächsten Moment nämlich knackte es einmal mächtig: Der Griff war direkt vor Theons Führungshand gebrochen, sodass er nun gezwungen war, sich mit einem beherzten Sprung nach rechts zu retten...


    Autsch. Wieder spührte er die Härte des Bodens und der Sand schmirgelte seinen rechten Oberarm und Oberkörper entlang, während er durch den Sprung noch ein kurzes Stück auf dem Sand entlang rutschte. Er kam mit dem Blick zum Secutor zum Liegen und sah, dass der vordere Teil seines Dreizacks zumindest zur Hälfte, wenn nicht gar zu zwei Dritteln im Schild seines Kontrahenten steckte. Das erneute Aufstehen fiel schon um einiges schwerer, als es noch beim ersten Mal der Fall gewesen war. Dennoch war es wohl vor allem dem harten Training und der leichten Rüstung zu verdanken, dass Theon trotzdem sofort wieder hoch kam, als der Boden seine Geschwindigkeit schmerzhaft wieder auf Null reduziert hatte. Er hatte noch immer sein Netz und könnte hoffen, vielleicht irgendwie zu seinem Dolch zu kommen. Zudem hätte sein Kontrahent wohl ein um einiges unhandlicher gewordenes scuntum, welches auch ersteinmal bei all der sonstigen Ausrüstung getragen werden wollte...

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  • Pinytus, Secutor


    Und wieder hatte Pinytus seinen Gegner zu Fall gebracht und dabei noch seine Hauptwaffe von der nun ein Teil in seinem Scutum steckte, was ihm aber nicht viel ausmachte zerstört.
    Ein schneller Schritt zu Theons Dolch und ein leichter Schnicker, so dass dieser ihn nicht mehr erreichen würde. Nun hatte sein Gegenüber nur noch sein Netz, was als Waffe immer noch ausreichte um Pinytus zu Fall zu bringen. Allerdings war Theon schon verwundet und hatte sicherlich einiges an Schmerzen. Wenn er noch etwas würde reißen wollen, so mußte dies schnell gehen.
    Das Problem was Pinytus hatte, war einfach seine schwere Ausrüstung. Bis er über seinem Gegner stand und ihm den Rest geben konnte, stand dieser schon wieder auf den Beinen. Zwar angeschlagen aber stand.
    Kurz versuchte der Secutor mit seinem Gladius den Rest des Dreizackes welcher in seinem Scutum steckte wegzuschlagen. Ein paar Teile flogen davon aber so ein großer Erfolg war es nicht. Der vordere Teil der Waffe steckte immer noch fest. Allerdings konnte es auch von Vorteil sein. Wenn Theon mit seinem Netz angriff, so konnte sich dieses darin verfangen und er mußte nur fest mit dem Schtum ziehen und dann hätter auch noch seine letzte Waffe verloren.
    Nun begann der dritte Angriff von Seiten des Secutors. Langsam und mit Vorischt ging er Schritt für Schritt auf den Retiarius zu, sein Schild in die Höhe gehoben, so das er gerade noch über den Rand sehen konnte. Aber immer bereit, es so schnell wie nur möglich zu senken. Denn wie schnell konnte er mit dem Netz seines Gegners die Füße weggezogen bekommen wenn er nicht aufpasste.

  • Theon - Retiarius


    Etwas irritiert, aber dennoch dankbar für die kurze Zeit zum Kräftesammeln, nahm Theon zur Kenntnis, dass sich sein Kontrahent scheinbar um den verlorenen Dolch zu kümmern schien. Nachdem der Retiarius bereits zweimal mehr oder wenigr spektakulär nach rechts ausgewichen war, war jene Waffen zwar eh bereits in einige Entfernung gerückt, doch nun gut. Er müsste sich jetzt also fast einmal quer durch die ganze Arena schlagen, um zumindest wieder irgendein 'stichiges Argument' gegen den Secutor in der Hand zu halten. Oder aber er versuchte seinem Gegner dessen Waffe abzunehmen...


    Kurzerhand entschied er sich für den Mittelweg: Einerseits würde er versuchen, den Weg zu seinem pugio langsam aber stetig zu verkürzen, während er andererseits bei Angriffen des Secutors mit seinem Netz versuchen würde, geschickt dessen Waffe aus der Hand zu lösen. Zwischen all diesen Gedanken und unter dem hohen Adrenalinspiegel verschwanden die Schmerzen durch die Schürfwunden recht schnell wieder. Die Anspannung stieg weiter, als sich dann der nächste Angriff des Pinytus anbahnte. Mit unmenschlichen Kräften nährte dieser sich, das 8-10 kg schwere - und mittlerweile ja auch noch zusätzlich beschwerte - scuntum soweit erhoben, dass die beiden schmalen Löcher seines ansonsten geschlossenen Helms darüber hinausragten. 'Schwitzen müsste der doch bei diesem dritten Angehen auch bereits wie ein Ochse!', schoss es Theon ungläubig durch den Kopf. Nur war von Erschöpfung keine Spur... fast keine. Er rannte schließlich nicht mehr, sondern schritt vorsichtig in Theons Richtung.


    Dass diesem Pinytus dieser Kampf scheinbar so überhaupt nichts ausmachte, trotz seiner mit 15-18 kg schweren und damit etwa 10 kg schwereren Ausrüstung als Theon sie hatte, war wahrscheinlich der Grund dafür, dass sich im Retiarius langsam so etwas wie Verzweiflung ausbreitete. Selbst wenn er es irgendwie schaffen würde, zu seinem Dolch zu gelangen, wie sollte er dann dieses Monstrum, diese wahrliche Kampfmaschine hier überwältigen? - Aber aufgeben? Nein, das verbot ihm sein gladiatorischer Stolz!


    BAM! Bam-bam-bam-bam-bam!


    Das ausgeworfene 5-kg-Netz passelte wieder einmal auf das Schild seines Rivalen ein und wurde sofort wieder über die Kordel eingezogen. Zeigte sich eine Wirkung? Nicht in den Augen von Theon. Er konnte keine Wirkung ausmachen. Dann ein erneuter Auswurf seines Netzes. Diesmal direkt vor die Füße seines Kontrahenten - auf dass er in seiner Vorwärtsbewegung einen Fuß auf das Netz setzte, der Fischer seine Hauptwaffe einholte und damit dem Fisch wahrlich den Boden unter den Füßen entgleiten ließe. Doch auch hier kein Erfolg.


    BAM! Bam-bam-bam-bam-bam!


    Erneut fand das Netz den Weg auf den gegnerischen Schild und wurde direkt danach abermals eingezogen. Zumindest war das der Plan. Doch irgendwo hatte sich dieses Ding nun verfangen. An den Resten des Dreizacks? Am Schild selbst irgendwie? Darüber nachzudenken blieb keine Zeit und Theon wurde vollends von Panik erfüllt bei seinen zwei Versuchen weiteren Versuchen das Netz einzuholen. Doch es löste sich kein bisschen und das gegnerische Monstrum schien gar die Kraft zu besitzen, auch nichts loszulassen. Letztlich versuchte er dann sogar die Kordel und den ledernen Brustgurt irgendwie zu durchtrennen, bevor das geschah, was nun geschehen musste...

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  • Pinytus, Secutor


    Beim Angriff von Theon, mit dem Mut der Verzweiflung, wich Pinytus etwas zurück, so das der Angriff mehr oder weniger ins Leere lief. Das Netz traf zwar das Scutum, aber mehr auch nicht. In der Zwischenzeit überlegte sich Pinytus, was er denn mit seinem Gegner würde anstellen sollen. Letztenendes würde er selbst nur der Entscheidung nachkommen, die das Volk und der Praefectus Urbi für ihn bereit hielt. Aber zuerst mußte er Theon noch vollends zur Strecke bringen. Er trieb ihn durch die komplette Arena vor sich her, bis er schließlich nicht mehr weiter konnte und an der Wand festsaß. Nun hatte er ihn dort wo er ihn haben wollte. Es gab kein Entkommen!


    Nun, wie war das von wegen dem Fisch?


    Wenn er seinen Helm abgenommern hätte, hätte mein die Ruinen seinen Zähne sehen können. Er hatte schon den ein oder anderen Zahn bei diversen Kämpfen in der Arena verloren.
    Er baute sich schließlich vor Theon auf, der für ihn nur eine halbe Partion war. Pinythus wog um die 90 Kilo und ihm machte auch die Hitze unter seiner Rüstung nichts aus. Schließlich kam er aus einer Region, in der es immer so heiß war. Ein klarer Vorteil für ihn wie sich nun herausstellte.


    Sein Scutum war am heutigen Tag sein bester Freund. Das Netz des Retiarius hatte sich am Rest des Dreizackes verfangen. Pinythus nutzte diese Chance und zog den "Fischer" zu sich heran. Als er ihn dann in der Nähe des Scutums hatte, holte er mit diesem aus, und schlug ihm in die Seite. Dieser Hieb war so fest, dass der Retiarius zusammenbrechen mußte. Wenn es gar dumm verlaufen war, so hatte ihn der Stumpf seiner eigenen Waffe getroffen.

  • Theon - Retiarius


    Es zeigte sich nun also mehr als deutlich, wie überlebenswichtig der Dolch eines Retiarius wirklich war. Hätte Theon diesen vorhin nicht verloren, so hätte er die Kordel, die den umgelegten Ledergurt mit dem Netz verband, schlicht durchtrennen können und der Kampf hätte danach aufgegeben oder weiter ausgefochten werden können. Aber so hatte er momentan keine Alternative, als zu versuchen, diese Kordel irgendwie durchzubeißen. Wie wollte Theon in dieser Situation seine Waffen fallen lassen, wo er unweigerlich mit dem Netz verbunden war und sich dieses nun beim seinem Gegner verfangen hatte? Es ging nicht. Und auch seine Zähne waren keine Dolche, die zum Durchtrennen der Kordel in diesem kurzen Moment gereicht hätten...


    In seiner Verzweiflung antwortete er nicht nur deshalb nicht auf die Frage des Secutors, weil er den Mund voll hatte, sondern auch, weil er in seiner Panik voll und ganz auf diese Kordel fixiert war und ansonsten nichts weiter wahrnahm. Es folgte ein kräftiger Ruck, der ihm die Kordel aus dem Mund zog. Dann spührte er, wie über die Kordel mit leichter Verzögerung auch der Rest seines Körpers hinterhergezogen wurde, sodass er binnen kurzem direkt vor seinem Kontrahenten zum Stehen kam. Noch bevor er fähig zu irgendeiner Reaktion gewesen wäre, spührte er einen stechenden Schmerz der von seiner linken Seite rasend schnell bis zur Körpermitte vordrang. Mit weit aufgeschlagenen Augen, in denen man den Hauch von Ungläubigkeit sehen konnte, blickte er den Secutor an. Die Zeit schien plötzlich still zu stehen.


    Nach und nach schwanden Theons Kräfte. Was ihm selbst nochmals wie eine halbe Ewigkeit vorkam, ging wohl in Realität doch um einiges schneller. Er merkte, wie er das Gefühl in seinen Finger verlor und keinerlei Kontrolle mehr über sie hatte. Dann schienen ihn auch seine Beine nicht mehr tragen zu wollen und langsam fiel er zu Boden. Im Fallen wandte er seinen Kopf nach rechts, wo er tausende zuschauender Gesichter in weiter Ferne sah. Dazu in der Mitte seines Blickfeldes: Die Kaiserloge mit einem gewichtigen Mann in deren Mitte. Dann fühlte er den warmen Sand unter sich und mit jedem Ausatmen wurde er wieder ein Stück leichter und er hatte weniger Schmerzen. Irgendwann spührte und hörte er gar nichts mehr und nur noch sein Blick verband ihn mit der irdischen Welt. Doch auch hier verschwammen nach und nach die verschiedenen Konturen und ein buntes Farbenmeer wurde zu einer Farbmasse, in deren Mitte immernoch der editor der Spiele war.


    Dann begann sich auch das letzte Bild seines Lebens aufzulösen: während es in seinen Augenwinkeln langsam immer dunkler, fast schwarz wurde, wurde der Praefectus immer blasser und blasser, bis er schließlich vollkommen in einem weißen Punkt unterging. Es sah plötzlich so aus, als würde sich Theon unter einer enorm langen Brücke befinden, die immer breiter wurde, sodass sich das Ende also immer weiter von ihm entfernte. Wo er hier wohl gerade war? Der Retiarius könnte nichtmal sagen, ob er gerade im Fallen oder Aufsteigen begriffen war, wobei er von Ersterem ausging, da eine Apotheosis wohl kaum einem einfachen Gladiator zustehen würde. Ober Pluto damit jetzt direkt in die Arme fiel? Oder fiel er gar kopfüber und merkte es nicht? Nein, dann würde das Licht nicht immer kleiner werden und mittlerweile handelte es sich dabei wirklich nurnoch um einen kleinen Punkt, vergleichbar mit einem Stern am schwarzen Nachthimmel. Und bei diesem Gedanken 'sah' Theon dann eine Sternschnuppe und es ward ewige Nacht.



    Dass diese Sternschnuppe in Realität die Klinge eines Messers war, die ihm die Kehle durchschnitt, nachdem er aus die Arena durch die Porta Libitina in einem separaten Raum verlassen hatte, nahm er nicht mehr wahr...

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  • Potitus war aufgesprungen, sodass seine Purpurtoga verrutschte. Beim zweiten Kampf war es deutlich mehr zur Sache gegangen, selbst wenn der Retiarius offensichtlich völlig unterlegen war! Auch wenn die meisten Zuschauer einen langen und ausgeglichenen Kampf schätzten, gefiel es dem Vescularier, wenn jemand keine großen Schnörkel machte, sondern seine Überlegenheit demonstrierte. So wie jetzt! "Der hätte von mir sowieso kein Daumen-hoch bekommen!" erklärte er begeistert seinen beiden Logennachbarn.

  • So blutig und spektakulär wie das Theaterstück zu Ende gegangen war, so unblutig und unspektakulär begann der erste Kampf. Was waren denn das für komische Gladiatoren, bei denen zwischenzeitlich sogar ein Schiedsrichter einschreiten musste um die Beiden zum kämpfen zu animieren. Prisca schüttelte belustigt den Kopf über das Schauspiel unten in der Arena und richtete ihr Interesse lieber auf die Menschen in den Logen. Die oberen Ränge ließ sie selbst redend aus, schließlich saßen die wichtigen Persönlichkeiten alle in den vordersten Reihen und einige interessante und bekannte Gesichter entdeckte sie auch darunter. naschte sie versonnen von den Rosinen die Tilla bereit gestellt hatte. Die Dienste der Sklaven waren so selbstverständlich, dass die Aurelia zunächst gar nicht weiter darauf achtete bis diese ihr plötzlich die Hand streichelte.


    Ein wenig irritiert blickte Prisca ihre Sklavin an, da sie gerade ganz andere Gedanken im Kopf hatte und am wenigsten hätte sie erwartet, was jetzt kam. "Wie, ... ihr seid ein Paar?", fragte Prisca irritiert nach, obwohl sie sehr wohl verstanden hatte was Tilla damit meinte. Das war ja die Höhe! Seit wann stand es Sklaven zu selbst darüber zu entscheiden, wann und mit wem sie zusammen waren? Verhindern konnte es freilich niemand, dass auch Sklaven es ab und zu miteinander trieben, aber verbieten konnte man es ihnen unter Androhung von Strafen. Sie und Hektor snd also ein Paar? … Pah! Unwillkürlich entzog Prisca ihrer Sklavin die Hand da sie augenblicklich an ihre ehemalige Leibsklavin Leonita denken musste, die ihr damals eine ähnliche Liebesbeziehung und darüber hinaus ihre Schwangerschaft verschwiegen hatte, bis zu jenem Tag, an dem sie eigentlich mit ihrer Herrin die Reise nach Germanien hätte antreten sollen.


    Damals war Prisca schwer enttäuscht gewesen, da sie ihre Sklavin stets wie eien Freundin behandelt hatte und seitdem hatte sie sich geschworen es niemals wieder so weit kommen zu lassen. Dumm nur, dass sie bei Tilla anscheinend wieder den gleichen Fehler begangen hatte, indem sie ihr vollstes Vertrauen in die junge Frau gesetzt hatte. "Und warum erfahre ich das erst jetzt? … Willst du mir am Ende gar damit andeuten, dass du bereits schwanger von ihm bist?", stellte Prisca deshalb kühl und abweisend die Frage, wobei sie eher enttäuscht als wütend klang. Und ich dachte ich könnte ihr vertrauen. Und jetzt das … Einzig und allein Tillas Nachsatz mit der Liebe bewog die Aurelia dazu die Verbindung nicht augenblicklich zu verbieten. Ja, Liebe ist schön, musste sie sich stattdessen eingestehen, dass Tilla recht hatte und sie wusste nur zu gut, wie schwer die große Liebe zu finden war.


    "Dann werde von mir aus glücklich mit ihm!!", gab sie schließlich doch ihren Segen, wobei alles andere als Freude aus ihr sprach. So lange Tilla ihre Pflichten nicht vernachlässigen würde, gäbe es keinen Grund ihr den Umgang mit Hektor zu verbieten. "Aber wehe dir wenn du schwanger wirst. Dann … dann werde ich dich und deinen Balg an den nächstbesten Händler verkaufen und dein Hektor wird da unten, in der Arena, den Gladiatoren Gesellschaft leisten", schickte Prisca mit funkelnden Augen eine Drohung nach, die ernster klang als sie gemeint war. In ihrem tiefsten Inneren hatte die Aurelia ihre Sklavin längst ins Herz geschlossen und niemals würde sie Tilla einfach so verkaufen, ebenso wenig wie sie ihr das Kind wegnehmen würde. Vielmehr hatte Prisca vor ihrer treuen Dienerin irgendwann die Freiheit zu schenken, doch bis es soweit war gehörte das Leben der jungen Frau ihr und dementsprechend würde sie darüber bestimmen.


    "Ich habe genug. Lass mich für heute allein! Du kannst gehen!" Und dich mit deinem Hektor vergnügen Mit einer abweisenden Handbewegung und beleidigt klingend schickte Prisca ihre Sklavin schließlich fort. Sie war eingeschnappt und wollte allein sein. Allein an diesem wohl denkbar schlechtesten Ort, inmitten der tosenden Menge, wo man sich verlieren konnte und genau das wollte die Aurelia nun ...

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