Überarbeitung des Rangsystems

  • Zitat

    Original von Sisenna Iunius Scato
    ;)


    Ist "Kaffee" ein Codewort für "Schnaps"? :D

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  • Ganz so weit ist es noch nicht! :D Es ist stinknormaler schwarzer, zuckerloser Kaffee - ohne Schuss. Aus einem Edelstahlbecher.


    "Ein guter Kaffee muss schwarz wie die Nacht, heiß wie die Liebe und so süß oder bitter wie das Leben sein."

  • Ich hab mir jetzt noch nicht alles angeguckt, nur an einer Stelle ist mir etwas aufgefallen (womit sich wahrscheinlich hier sonst auch noch keiner auseinandergesetzt hat mangels Vigilen-Dasein :D)


    In eurer Übersicht habt ihr einen "Praefectus Castrorum" bei den Vigilen drin. Der kann weg. Sowas gibt es nicht. Die Vigilen sind in dem Punkt anders aufgebaut als andere Militäreinheiten. Die sitzen ja auch nicht alle zusammen in einer Kaserne, sondern haben ihre einzelnen Stützpunkte in der Stadt verteilt. in jedem Stützpunkt sitzt genau eine Cohorte, und jede dieser sieben Cohorten hat einen eigenen Tribunus Vigilum an der Spitze. Da fällt dann die Notwendigkeit eines Praefectus Castrorum schlichtweg weg, weil es halt keine große Castra gibt :D


    Den könnt ihr also von eurer Liste streichen.

  • Als Exiland kann ich nicht editieren, also Doppelpost:
    Ich hab jetzt auch grad über die Cultus-Deorum-Ecke geguckt. Ich kapier da eure Graphik nicht :D


    Ränge im Cultus Deorum sind historisch gesehen eh "etwas kompliziert", um es mal euphemistisch auszudrücken. Das liegt daran, dass die römische Religion sich aus hunderten einzelner Kulte zusammengesetzt hat, die alle eigene Regeln hatten, die sich teils gravierend voneinander unterschieden.
    Noch dazu kennt die römische Religion anders als die christliche kaum Priester, da jeder Römer direkt selber opfern udn mit den Göttern in Kontakt treten kann und dafür keinen Vorbeter oder sonstigen Helfer braucht.


    Camillus ist kein wirklicher Rang. So nannte man einfach nur die Kinder, die beim Opfer geholfen haben (eben um das Opfern zu lernen), aber das waren in 90% der Fälle einfach die jüngsten Familienmitglieder des Opferherren. Da gibt es auch sogesehen keine Aufstiegsmöglichkeiten.
    Victimarius ist einfach nur der Opferschlachter. Das kann vom Sklaven bis zum Metzger alles sein. Den Pfeil rüber zu den Vestalinnen kapier ich da nicht, denn der Victimarius war normalerweise ein kräftiger Mann, der stark genug war, mit einem Hammer mal eben eine Kuh umzubringen, während die Amata minor bei den Vestalis ein etwa 6-12 Jahre altes Mädchen ist :D
    Popae gibt es meines Wissens nach nicht, aber da bin ich jetzt nicht 100%ig sicher.
    Sacrificulus beschreibt eigentlich nur den Opfernden, das ist eigentlich auch kein Rang sondern halt der, der da grade opfert.


    Von all jenem gibt es jetzt auch keinen Aufstieg in die anderen Ämter. Das sind einzelne Kultgremien, die jeweils unterschiedliche Aufnahmekriterien historisch hatten. (Haruspices mussten beispielsweise etruskische Vorfahren haben, Auguren mussten Senatoren sein...)


    Und auch die Pfeile weiter nach oben versteh ich nicht, weil die nur sehr bedingt was mit den weiter oben stehenden Ämtern zu tun haben.


    Cultus deorum ist wahnsinnig kompliziert :D Wäre schön, wenn der in so ein Schema passen würde. Tut er bei den Römern aber leider nicht :D Der ist das gelebte Chaos :D


  • Eine Stimme aus dem "Off":
    Erstmal Respekt, wie das IR plötzlich wieder zu sprudeln beginnt! Ich freue mich wirklich, dass wir eine so engagierte Truppe gefunden haben, die uns als alte Spielleitung beerbt hat und frischen Wind hinein bringt! Wenn die "Rush-Hour des Lebens" sich bei mir mal wieder beruhigt, komme ich sicher gerne wieder zurück :-)


    Jetzt zur Sache:
    Das Schaubild, das ihr gemacht habt, beinhaltet in der Tat viele Ränge, die wir - aus den hier genannten Historizitäts-Gründen - längst begraben hatten. Das Pendant zum Quaestor Sacri Palatii wäre übrigens nicht der Quaestor Principis (den man historisch korrekter auch Quaestor Augusti nennen könnte), sondern der Procurator a cognitionibus (also der Rechtsberater).


    Wir haben uns damals für die Karriere-Anleitungen in dieser Form entschieden (und eben nicht für eine "Sparten-Pfeildiagramm-Übersicht), weil wir deutlich machen wollten, dass es für die Römer nicht so ein "Fachbeamtentum" gab, wie wir das kennen (also eine Festlegung: "Ich bin Finanzbeamter und diene mich von der Pike auf bis zum Finanzminister hoch"). Karrieren liefen nicht innerhalb einer Fachabteilung, sondern entlang bestimmter "Rangstufen" (besonders deutlich im Cursus Honorum, der eben nur für Senatoren geht und schon an der Spitze verschiedener Behörden einsteigt - analog auch der ritterliche CH - während einfache Cives eben ohne Rangerhöhung nicht sehr weit kommen). Im Handbuch sind meines Wissens auch alle Ränge drin, die wir letztlich übrig gelassen hatten.
    Kann man jetzt drüber streiten, ob diese Karriere-orientierte Darstellung für einen modernen Menschen nicht zu verwirrend ist - aber wenn man wissen will, wer wo zuständig ist, kann man sich ja auch durchs Tabularium (oder die Foren-Beschreibungen) klicken und für einen Spieler ist ja vermutlich die interessanteste Frage, wohin man sich entwickeln kann als die Organigramme aller Abteilungen. Wenn schon "Gesamt-Übersicht" würde ich jedenfalls raten, diese "ständische" Komponente gegenüber der fachlichen Zuordnung stärker hervorzuheben (zumindest wenn die neue SL es dabei belassen will, dass wir eher historische Karrieren nachbilden und eben nicht den Aufstieg vom Apparitor zum Proconsul haben wollen, der nie aus seiner Provinz rausgekommen ist).


    Das nur dazu.


    Sonst würde ich als gelernter Historiker ebenfalls dazu ermutigen, Ränge nicht zu kleinteilig zu konzipieren. Sicherlich gab es historisch verschiedenste Fachleute z.B. in der Verwaltung, aber ich glaube fast, dass es z.B. für einen Notarius am Kaiserhof interessanter ist, nicht auf eine ganz bestimmte Abteilung festgenagelt zu sein, weil sich dann einfach mehr Spielansätze ergeben. Aus ähnlichen Gründen war ich auch dafür, den Liktor abzuschaffen und stattdessen breiter den "Apparitor" auf Provinzebene einzuführen (was historisch der Überbegriff für Liktoren, Scribae, Herolde, Boten etc. eines Statthalters/Magistrats ist) - damit kann der Spieler sich flexibler entscheiden, welche Schwerpunkte er in seinem Amt setzen will, was mir übrigens historisch auch nicht unwahrscheinlich vorkommt, denn diese Ämter sind ja im Prinzip persönliche Bedienstete des Statthalters und der kann ja auch entscheiden, dass sein Diener ihn heute mit Fasces begleitet, morgen vielleicht einen Botendienst übernimmt und am dritten Tage irgendeine andere anfallende Aufgabe, für die er geeignet ist...
    Dasselbe gilt für die Prätorianer etc. Das Wiki ist ein hervorragender Ort, die Vielfalt von Ämtern und Funktionen breit zu erläutern - wer ein Amt bekleidet, kann sich dort ja Inspirationen ohne Ende holen. Ob man das dann alles im Tabularium 1:1 abbilden muss... ich weiß nicht, ob das wirklich das Spiel fördert oder Leute nicht eher unnötig festlegt...

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    Klient - Herius Claudius Menecrates

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  • Zitat

    Das Schaubild, das ihr gemacht habt, beinhaltet in der Tat viele Ränge, die wir - aus den hier genannten Historizitäts-Gründen - längst begraben hatten.


    Die Grafik wurde nicht von uns erstellt, sondern wurde uns zur Verfügung gestellt. Sie ist schon sehr alt und entsprechend teilweise auch veraltet, drum bitten wir um Mithilfe, um sie auf einen aktuellen Stand zu bringen. :)

  • Insbesondere bzgl. des Cultus Deorum stimme ich Pompeius und Petronius zu. Das ist wirklich ein sehr, sehr altes Schaubild - für den Cultus Deorum gab es wenn ich mich recht erinnere zwei Reformen seitdem, davon zuletzt die größere Historifizierung (allfällig sollte ich nicht "sehr, sehr alt" schreiben, immerhin hat Gracchus als Camillus hier angefangen... ). Dadurch gibt es weniger "direkte" Karrierelinien - die Kollegien etwa sind Schritte einer allgemeinen Ritter oder Senatoren-Laufbahn.


    Auch der Cursus Honorum wurde zwischenzeitlich historifiziert und passt nicht mehr zu dem Schaubild.


    Ich kann aber durchaus den Wunsch der Spielleitung verstehen. Für einen Neuling ist diese gesamte Karriere-Welt überaus komplex und vermutlich sehr undurchsichtig. Natürlich kann man es im Handbuch auf vielen Seiten mit noch viel mehr Worten nachlesen, doch ein Schaubild wäre vermutlich für die erste Orientierung wesentlich besser.


    Dafür könnte ich mir zwei Ansätze vorstellen. Der eine wäre das Ziel: ich suche mir als Spieler z.B. aus, dass ich irgendwann flamen dialis sein möchte. Dann bräuchten wir für jeden dieser Posten ein eigenes Schaubild, welches aufzeigt welche Möglichkeiten (vielleicht begrenzt auf die direktesten oder gängigsten) zu diesem Ziel führen. Der Nachteil daran ist, dass dies ziemlich viele Schaubilder benötigen würde. Es sei denn, mann kann eine geeignete Datenstruktur anlegen, welche die Schaubilder generiert (ähnlich wie die Familien-Stammbäume im Tabularium).


    Der andere Ansatz ist "von unten". Du bist ein männlicher, plebeischer Civis - das sind alle Möglichkeiten, die du (z.B. im Bereich "Kult", "Militär", "Kaiserpalast") hast. Das wäre etwa die grafische Abbildung der Beschreibungen im Handbuch. Dabei würden jedoch wieder viele Faktoren Einfluss nehmen (Statusänderung, CH-Karriere, ...) , so dass die Schaubilder wiederum sehr komplex werden würden.

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