~ Hortus ~ | Der Garten

  • Innerlich lächelte der Petronier amüsiert, nach außen blickte er die beiden Idealisten unbeeindruckt an. Er hatte mehr als genug Ansprachen, Sonntagsreden und Ermahnungen gehört um zu wissen, dass Lurcos Beitrag genau das war, was man forderte. Aber er selbst wusste es besser: Schon sein Vater hatte den braven Offizier und später Magistrat gegeben und zu Hause seinen Sohn willkürlich geprügelt! Dasselbe galt für Caius in der Schule damals und immer so weiter... Am Ende interessierte sich niemand für Gerechtigkeit oder die Schwachen - am Ende musste sich jeder selbst helfen und die, die das nicht kapierten, waren nützliche Idioten!

    'Für mich selbst!' wäre also die logische Antwort gewesen, aber die rationale, die er aussprach, war die Lüge:

    "Für Rom und meine Familie kämpfe ich!"

    Als ob! Hoffentlich war der Alte längst tot! Immerhin hatten sie seit Jahren keinen Kontakt mehr...

    Wobei es vielleicht doch auch Zeit war, auf Brautschau zu gehen und eine eigene Familie zu gründen...

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  • Scato, seit jeher ein schlechter Lügner und grausiger Schauspieler, spürte seine Wangen heiß werden bei der verpackten Botschaft von Lurco. Wie immer, wenn er spürte, dass ihm die Kontrolle über sein Minenspiel entglitt, griff er nach dem erstbesten, was er sich ins Gesicht drücken konnte. Normalerweise zerrte er zu diesem Zweck sein Focale aus der Rüstung um sich imaginären Schweiß abzureiben, doch er trug gerade nur seine Tunika und die zu nutzen, hätte doch etwas barbarisch angemutet. So griff er nach seinem Wein und nahm einige langsame Schlucke.


    "Das sind gute Gründe", schwärmte er und das galt für beide Sprecher gleichermaßen.


    Unter dem Kommando des Petronius Crispus fühlte er sich bestens aufgehoben. Wer nur für Rom zu kämpfen vorgab, war oft entweder zu faul, sich eine gute Antwort zu überlegen oder er hatte keine, weil es keine andere gab. Das waren eiskalte Karrieristen. Aber für Rom und für die Familie ... das gefiel Scato.

  • Der Petronier räusperte sich - auch wenn die beiden Jungs ganz nett waren, fühlte er sich doch komisch dabei, im pompösen Anwesen zweier einfacher Milites zu sitzen und deren Falerner zu trinken, während er selbst keine Bleibe hatte und (hoffentlich) bald ihr Offizier sein würde. Also stürzte er seinen Wein hinunter (und verzog eine Sekunde sein Gesicht, weil so viel kaltes Getränk auf einmal seinen Magen kurz rebellieren ließ), ehe er erklärte:

    "Wenn es euch nichts ausmacht, würde ich mir dann gerne mein Zimmer ansehen. Es ist ja schon spät und ich war den ganzen Tag unterwegs."

    Lucius wusste nicht, ob das unhöflich war - er stand aber immerhin sozial deutlich höher als die beiden und konnte es sich entsprechend leisten!

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  • Das war einleuchtend und wäre es das nicht gewesen, so wäre es dennoch in Ordnung.


    "Terpander", sagte Scato, "bring den Tribun auf sein Zimmer."

  • Terpander verneigte sich leicht vor seinem Herrn zum Zeichen, dass er den Befehl verstanden hatte, ehe er sich an den Petronier wandte.


    "Bitte folge mir. Ich führe dich in dein Zimmer."


    RE: [Casa Leonis] Die zwei Zimmer des Lucius Petronius Crispus >>


    Sim-Off:

    Um die Handlung im Zimmer nicht durcheinander zu bringen, verzichte ich darauf, dort die Ankunft zu schildern. Möge der Tribun sich wohlfühlen und so lange bleiben, wie es ihm beliebt. Bei Bedarf kann er sich jederzeit an die Sklaven des Hauses wenden.

  • Lucius vermied es, sich viel in der Casa Leonis aufzuhalten - genaugenommen kam er normalerweise erst spät am Abend aus der Castra Praetoria oder der Stadt nach Hause und zog sich direkt in sein Zimmer zurück und ging morgens nach dem Aufstehen. Das Frühstück ließ er auch oft aus oder ließ es sich auf sein Zimmer bringen, sodass er kaum mit den anderen Bewohnern des Hauses in Kontakt kam. Außer natürlich den Sklaven, denn die Massagen von Charislaus waren ein Service, den er gerne in Anspruch nahm.


    Heute kam er aber ein wenig früher aus der Castra und nachdem er gegessen hatte, beschloss er ein wenig den Himmel zu beobachten. Er ging also mit seinem Astrologie-Handbuch hinaus in den Garten und blickte zum Himmel.

    Sim-Off:

    Wer will, darf sich zu mir gesellen :)

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  • Ad

    Tribuno

    Lucio Petronio Crispo

    Casa Leonis, Urbs Aeterna



    Salve Tribun Petronius,


    hiermit lade ich dich herzlich zu einer cena in meines Vaters Casa am ANTE DIEM XVII KAL FEB DCCCLXXI A.U.C. (16.1.2021/118 n.Chr.) ein


    vale bene.


    Manius Octavius Gracchus

    Casa Octavia, Roma

  • Charislaus trat einen Moment später hinaus, um zu schauen ob mit dem hohen Gast alles in Ordnung war oder ob dieser vielleicht etwas benötigte. Der Vorgesetzte seiner Herren hatte ein Buch in der Hand und schaute gen Himmel. Charislaus räusperte sich, da er sich bemerktbar machen wollte, damit er Crispus nicht erschreckte.


    "Salve Herr, ich hoffe es ist alles in Ordnung und zu Deiner Zufriedenheit? Wünschst Du etwas? Und darf ich fragen, was Du dort beobachtest?", fragte Charislaus freundlich.


    "Herr wusstest Du, dass mein Herr zum Erbverwalter gegangen ist? In letzter Zeit ist hier viel im Haus geschehen. Zwei Trauerfälle. Die Herren Lurco und Scato haben den Verlust von Verwandten zu betrauern.


    Die Herren werden gewiss etwas erben. Ich hoffe dass ich dann weiterhin hier dienen darf. Und dass sie vielleicht ein wenig expandieren, so dass ich mit meinen Fähigkeiten dienen darf. Weißt Du, nicht nur als Bedienung in der Taberna. Dort könnte in der Nähe auch eine Liege stehen, wo es neben den Gerichten auch Massagen im Angebot gibt.


    Für unsere Taberna habe ich einige der alten Gerichte aus dem alten Fundus von Viridomarus aufgeschrieben. So könnten wir einige besondere Speisen anbieten. Möchtest Du etwas essen oder trinken?", bot Charislaus an.

  • Dieser Charislaus war ein schräger Vogel und bewies einfach, dass manche Leute zum Sklaven geboren waren. Zwar interessierte Lucius nicht, was seine Gastgeber betrauerten, aber das mit dem Erbe war natürlich interessant...

    "Was erben sie denn? Ist es viel?"

    fragte er deshalb und rollte sein Buch zusammen - Gesellschaft störte immer beim Sternegucken!

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  • "Das kann ich Dir noch nicht genau sagen Herr, aber ich vermute so wie sie schauen Häuser, Grundstücke, Sklaven. Du weißt schon, das Übliche halt. Eigentlich wollte ich nur etwas mit Dir plaudern, um zu schauen ob Du alles hast was Du benötigst. Es wäre nicht recht, wenn Du Dir selbst überlassen hier herumgeistern musst, nicht wahr? Drum bin ich hier und schaue ob alles zu Deiner Zufriedenheit ist und dachte ich halte Dich ein wenig auf dem Laufenden. Vielleicht doch ein Getränk?", schlug Chari freundlich vor.

  • Häuser, Grundstücke, Sklaven - wenn der Petronier geglaubt hätte, dass Götter die Welt beeinflussten, hätte er glauben müssen, dieser Lurco und dieser Scato waren die Lieblinge aller Götter: Erst bekamen sie einfach so ein stattliches Anwesen in Rom geschenkt, jetzt erbten sie scheinbar gleich noch ein paar Reichtümer... wobei man natürlich auch nicht wusste, was dieser Sklave genau wusste. Trotz der regelmäßigen Massagen und so weiter hatte Lucius eigentlich noch kein vernünftiges Gespräch mit ihm geführt und diese untertänige Art sprach doch dafür, dass er nicht besonders helle war...

    "Warmer Würzwein vielleicht..."

    orderte er bei der Gelegenheit gleich eine Bestellung. Das war zwar etwas unpraktisch beim Sternegucken, aber der Winter war auch in Rom kühl und eine kleine Aufwärmung schadete sicher nicht!

    "Sind die Eltern der beiden gestorben?"

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  • Vielleicht? Sollte Charislaus entscheiden was der ehrenwerte Gast zu trinken wünschte? Oder war sich Crispus noch nicht ganz sicher? Nun er würde ihm einen Würzwein bringen, falls ihn die Lust bis dato darauf verlassen hatte, konnte er das Getränk stehen lassen. Für einen Tribun der Urbaner war der Mann wirklich nicht sehr aufmerksam. Er hatte doch erklärt, dass er noch nichts Genaues wusste.


    Möglicherweise war er auch abgespannt und müde, er hatte die ganze Zeit im kalten Hof verbracht und... ja was hatte Crispus hier eigentlich getan? Er hatte ein Buch dabei, stand aber. Wer bei den Göttern las im Stehen? Charislaus musterte den Gast von oben bis unten. Ob er vielleicht einen verspannten Rücken hatte, der ihm das Sitzen erschwerte und Linderung in der Kühle suchte? Sowas konnte ihm der Mann doch sagen!


    "Warum liest Du im Stehen, hier in der Kälte? Kannst Du Dich nicht beschwerdefrei hinsetzen Herr? Suchst Du Linderung in der Kühle? Ich hole Dir erstmal ein wunderbares Heißgetränk zum Aufwärmen und wenn Du möchtest kümmern wir uns dann um Deinen Rücken. Falls Du Beschwerden hast. Wer von den Herren verstorben ist, weiß ich noch nicht. Nichts genaues ist mir bekannt. Aber sobald ich etwas weiß, lasse ich Dich an meinem Wissen teilhaben", lächelte Charislaus freundlich.


    Chari verschwand wieder im Haus und begab sich in die direkt angrenzende Taberne "den Lallenden Löwen" um direkt einen warmen Würzwein für Crispus bereit stellen zu können. Einige Augenblicke später war er wieder im Garten mit dem gewünschten Getränk.


    "Der gewünschte Würzwein für Dich", erklärte Charislaus freundlich und reichte Crispus einen großen Becher.

  • Der Tribun fragte sich, ob sein Herr wusste, was der Sklave trieb - dass er die Gäste ständig zu kostenlosen Massagen überredete, war ja nicht unbedingt rational für den Besitzer! Aber gut, vielleicht hatten die beiden Milites ihn auch auf Lucius angesetzt, um Vorteile bei ihrem Vorgesetzten zu bekommen! Wenn sie sich da nicht irrten!

    "Mein Rücken ist in Ordnung."

    Heute war ihm nicht danach.


    Dann ließ er den Sklaven gehen und rollte währenddessen sein Buch auf. Noch einmal las er nach, dann suchte er am Himmel die Hesperiden als Ausgangspunkt für seine Beobachtungen.


    Da kam Charislaus auch schon wieder. Der Petronier nahm den warmen Wein und trank einen Schluck.

    "Hast du heute nichts mehr zu tun?"

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  • "Doch Herr, dieser Aufgabe komme ich sogar gerade nach. Ich schaue nach jedem Gast, ob alles zu seiner Zufriedenheit ist. Niemand soll Grund zu Klage haben. Dann lasse ich Euch mit Eurem Buch und dem Wein allein. einen angenehmen Abend wünsche ich Dir", verabschiedete sich Charislaus freundlich und verließ wieder den Garten.


    Gut gelaunt kehrte er zu Terpander in den lallenden Löwen zurück.

  • Einen Moment fragte Lucius sich, ob er Charislaus jetzt doch etwas verärgert hatte. Im Prinzip hatte er auch gar nicht vorgehabt, ihn zu verscheuchen - zu viel Freundlichkeit irritierte ihn nur, das war er aus der Castra nicht gewohnt.


    Aber eigentlich war es auch egal - war ja nur ein Sklave. Also schlug er sein Buch wieder auf und suchte den Sirius am Sternenhimmel. Wie gut, dass heute so eine sternklare Winternacht war!

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  • <-- RE: Der Übergang in ein neues Jahr


    Als Ravilla des Nächtens heimkehrte von der Feierlichkeit, entdeckte er überraschend einen Gast im Hortus der Casa Leonis. Zwar hatte Ravilla diesen schon das eine oder andere Mal geistern gesehen innerhalb der Wände, doch war ihm noch nie begegnet in einem Moment, da sich ein Gespräch angeboten hätte. Noch geputscht vom Weingenuss - wenn auch er weit entfernt davon war, trunken zu sein - beschloss er, sich zu dem Manne zu gesellen.


    "Salve, o Gast, welcher die Sterne blickt. Darf ich mich einen Moment zu dir setzen in dieser herrlich klaren Nacht?"


    Sprach`s und ließ sich nieder, woraufhin Anaxis rasch die Falten der Toga vor dem Erdboden rettete.

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  • Sim-Off:

    Dann ist es also noch Silvester... :-P

    Lucius war kein sehr geselliger Mensch. Eigentlich hatte er nur einen einzigen Freund - wenn man das so nennen konnte, denn Armin war ja sein Sklave. Mit ihm hatte er früher weitaus mehr gefeiert, hatte manche Nacht in mancher Taverne verbracht - seitdem der Arzt ihm vom starken Weingenuss abriet, hatte er sich aber vollständig abgesondert und so auch ganz aus den Augen verloren, dass das Jahr in dieser Nacht endete. Die Rufe aus dem lallenden Löwen, in der auch einige Zecher feierten, hatte er ebenfalls ignoriert - dort wurde ständig irgendetwas gefeiert. Stattdessen hatte er sich ganz der Sternenguckerei hingegeben und dabei offensichtlich ein bisschen die Zeit vergessen. Dazwischen hatte er auch ein bisschen gerechnet, sodass auf den Gartentisch eine eng beschriebene Tabula lag, daneben das Astrologie-Buch. Armin war auch schon ins Bett gegangen.


    Als der junge noble Mann zu ihm herantrat, blickte er etwas unwillig auf. Der Kerl kam ihm bekannt vor - wohnte er nicht auch hier? Auf jeden Fall sah er ihn manchmal beim Abendessen im lallenden Löwen... ein bisschen seltsam, dass er um diese Uhrzeit so ein unpraktisches Kleidungsstück wie eine Toga trug - wahrscheinlich ein Schnösel...

    "Sicher, ist ja nicht meine Bank..."
    erwiderte er und schaute noch einmal auf seine Berechnung. Er schaute noch einmal prüfend in das manikürte Gesicht - war das nicht der Typ, der immer so geschwollen daherredete?

    "Petronius."
    stellte er sich einsilbig vor.

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  • Sim-Off:

    Sieht so aus, als hätte Ravilla im trunkenen Zustand etwas länger für den Heimweg benötigt. :P


    "Petronius", rief Ravilla so enthusiastisch, als würde ihm dieser Name etwas sagen. Wobei ... da dämmerte in der Tat eine Erinnerung im ziervollen Hinterkopf. "Tribun Petronius Crispus, nehme ich an? Man ist in der Casa Leonis sehr stolz darauf, dich hier hausen zu haben und wird nicht müde, diesen Umstand zu erwähnen. Mein lieber Neffe hat von dir erzählt." Er zwinkerte jovial. "Nur Gutes, freilich. Wer verscherzt es sich schon bewusst mit seinem Vorgesetzten? Galeo Seius Ravilla ist mein Name, aufsteigender Stern am Firmament der römischen Politik."

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  • Der Typ auf der Bank war betrunken - das wurde schnell deutlich: Nicht nur das Herumgebrülle in der Nacht, auch das wirre Zeug, das er redete, waren klare Indizien!


    Auf die richtige Zuordnung reagierte er nur mit einem Nicken. Die Selbstvorstellung des Kerls dagegen mit einem kritischen Blick - "aufsteigender Stern am Firmament der römischen Politik"? Das war nicht nur schwülstig dahergeredet, sondern auch ziemlich unklar, ob es ein Scherz war. Ein Besoffener, der hier aus- und einging, konnte eigentlich unmöglich ein reicher Politiker sein! Andererseits waren die Hausherren ja offensichtlich mit Leuten verwandt, die Häuser und Ländereien vererbten, insofern musste man hier mit allem rechnen...

    "Dein Neffe? Wer soll das sein?"

    fragte er schließlich misstrauisch.

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  • "Oh, vergib meine Unachtsamkeit. Mir war der Umstand nicht bewusst, dass du ob der Verwandtschaft nicht informiert bist. Sisenna Iunius Scato ist mein Neffe. Er ist der Sohn meiner Tante väterlicherseits, Seia Sanga."


    Ravilla war sicher, Scato einen Gefallen damit zu erweisen, die Verwandtschaft zu betonen.


    "Und wie hast du deinen Weg in diese sehr gemütlichen Wände gefunden? Und ich muss dich warnen vor Charislaus. Sofern du ob seines Benehmens missgestimmt bist, lass nicht zu, dass er dich zum Ausgleich massiert. Im Anschluss bist du zu entspannt dafür, um ihn für seine Verfehlungen noch zu rügen oder gar zu strafen. Auf einmal erscheint er dir sehr zuvorkommend und du zweifelst daran, ob dein vorhergehendes Urteil über ihn wirklich gerecht war. Sie sind raffiniert diese Sklaven. Man kann ihm nicht mehr böse sein, wenngleich man vorher sicher war, dass er allen Zorn verdiente!"

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