Beiträge von Titus Matinius Pacatus

    Zitat

    Petronius Crispus: ".. Du redest hier immer von öffentlichem Handel und so - was ist denn das genau?"


    Autsch, da hatte Pacatus auf jemand den Fuß getreten. Manchmal hilft's, wenn der Fußbesitzer dann von der Wut gepackt, exakt auf den richtigen Punkt kommt.


    "Verzeih, werter Petronius Crispus, dass ich ganz kurz der Lust an der Sottise nachgegeben habe. Deine Reaktion hat mich aber weiter gebracht. Mit dem Artikel I habe ich mich nämlich endlos lange gequält. Ich suchte einen Begriff mit dem ich den Handel mit dem Endkunden beschreiben konnte. Jetzt komme ich drauf: ich meinte den Kleinhandel, den Einzelhandel. Das ist es nämlich, was sich auf dem Markt und in den Läden abspielt und was Gegenstand einer Marktordnung sein sollte. Das Merkmal 'öffentlich/nicht öffentlich' ist dafür völlig untauglich. Schreiben wir also in Artikel I (1): Handel im Sinne dieser Marktordnung ist ausschließlich der Einzelhandel."


    Zitat

    Petronius Crispus: ".. Ist die Hütte von Willigis in meinem Steinbruch dann eine Taberna im Sinne der Marktordnung? Oder das Lagerhaus .."


    Jetzt noch die Tabernae. Pacatus kratzte sich ausgiebig am Kopf.


    "Ja natürlich, Petronius Crispus, das sind sie. Wenn nämlich unsere Ahnen von einer Taberna gesprochen haben, dann meinten sie gewöhnlich einen Schuppen. Heutzutage meinen wir damit einen Laden, in dem Waren für den Verkauf an Kunden angeboten werden und die finden sich verteilt in den Häusern der ganzen Stadt, oft auch direkt mit Werkstätten verbunden. Wenn Willigis in seiner Hütte Kunden empfängt, ihnen Waren verkauft und den Kaufpreis entgegennimmt, dann haben wir es mit einer Taberna im Sinne von Artikel III, zu tun, für die somit nach Artikel VII,(2) eine jährliche Gebühr von 10 Sesterzen zu entrichten ist.


    Gegenstand der Genehmigung ist also hier nicht die Taberna als Gebäude, sondern der Betrieb eines Verkaufs- oder Gastraums in einer Taberna. Vielleicht sollte ich das noch in Artikel III deutlich machen.


    Verstehst Du, ich wollte in der Marktordnung den Unterschied zwischen Marktstand und Taberna klarstellen. Das ist wichtig, weil der Besitzer oder Pächter einer Taberna, denk mal an den Streit der Töpfer, gegenüber den Betreibern von Marktständen den Vorteil hat, dass er sozusagen über einen ständig vorhandenen,'gebauten' Marktstand verfügt. Und deshalb muss er, wenn er zusätzlich einen Stand auf dem Markt betreiben will, nach Artikel VII,(2) eine höhere Gebühr berappen."

    Pacatus fragte sich langsam, ob der alte Crispus den Marktordnungsentwurf überhaupt gelesen hatte. Seine Einwände gingen an dem, was dort drin stand manchmal meilenweit vorbei. Oder hatte Crispus Begriffe im Kopf, die ganz anders waren, als die, die man gemeinhin benutzte?


    Zitat

    Petronius Crispus: " .. Deswegen sollten wir, wenn, dann immer dazuschreiben 'Tabernae in der Basilica Germanica' oder so."


    "Verehrter Petronius Crispus, die Marktordnung betrifft alle Tabernae, nicht nur die in der Basilica. Das wird in Artikel III, (1) und (2) eindeutig klargestellt."


    Zitat

    Petronius Crispus: "Aber ich würde trotzdem auch ein paar Worte zu allgemeinen Geschäften in Mogontiacum verlieren. Dass man zum Beispiel Betriebe und Handelsstellen aller Art anmelden muss. Weil wenn wir nicht wissen, wo überhaupt Handel stattfindet, dann haben wir nicht einmal die Möglichkeit, Stichproben zu machen! Und dann können wir auch nicht feststellen, wenn jemand zu hohe oder zu niedrige Preise macht und so weiter. Außerdem können wir für die Eröffnung von Betrieben auch eine kleine Gebühr erheben für die Konzession!"


    "Noch einmal, geschätzter Petronius Crispus: Diese Marktordnung gilt für das öffentliche Feibieten und den öffentlichen Verkauf von Waren und Dienstleistungen nach Artikel I auf unseren Märkten. Alles übrige ist Sache der Gerichte. Wenn sich ein Käufer bei einem nicht öffentlichen Handel übervorteilt fühlt, kann er klagen. Aber ich vermute, dass Du auf etwas anderes hinaus willst: Dir scheint es ein Dorn im Auge zu sein, dass das hier ansässige Handelskonsortium Freya Mercurioque gänzlich ungeschröpft davon kommt."

    Pacatus hatte nun wirklich laut genug gebrüllt, aber nicht das Geringste tat sich. Er drehte sich zu den Wartenden um und hob die Schultern.


    "Weiß der Geier, wo die sich grade wieder rumtreiben. Ich würd sagen, geht einfach durch. Immer die Straße lang, die macht einen leichten Bogen nach links. Ihr kommt dann zwangsläufig auf das Forum. Otmar, Du gehst am Besten über den Platz zur Basilica hinüber. Gleich am Eingang zur Basilica fragst Du nach Notker. Der teilt Dir einen Standplatz zu."


    "Und Du, Helvetius Curio, Du biegst am Forum nach links ab. Die Straße geht bergauf direkt zum Tor am Castellum. Dort kannst Du bei der Wache gleich nach Deinem Verwandten fragen. Gute Verrichtung, Leute, valete."

    Pacatus nickte dem Händler zu: "Pelze? Ah, interessant. Ich werf mal ein Auge drauf, Otmar Hadamarus .. äh, entschuldige, ich hab's mit den germanischen Namen noch nicht so drauf, bin noch nicht lange hier. Biberpelze?"


    Dann wandte er sich an den anderen Typ. "Ah, Helvetius Curio, den Corvinus kenn ich vom Sehen. Den findest Du da oben im Castellum".


    Er schaute sich um: "Wo ist eigentlich die Wache? Die Kerle stehen hier den ganzen Tag rum und gucken in's Leere, aber dann, wenn jemand kommt, ist keiner zu sehen."


    Er ging durch das Tor und rief: "Wacheee!"

    Zitat

    Corvinus: " ... Ich denke ich könnte den Tribun der Dienst hat überzeugen einiges an Männern abzukommandieren die hier aufräumen!"


    Eine gute Idee, dachte sich Pacatus. Sieh da, auch Militärs haben machmal ausgeschlafene Ideen. Er schaute sich um. Eben war ja Marsus noch neben ihm gestanden. Aber der kümmerte sich grade im Hintergrund um sein Geziefer.


    "Also ich denke, das wäre sicher gut, wenn Eure Leute das übernehmen würden, Centurio. Aber frag den Duccius Marsus lieber noch mal, manchmal sind die Germanen etwas eigensinnig und wollen's lieber selber machen."

    Zitat

    Petronius Crispus: "Aber trotzdem verstehe ich nicht, wieso Kontore schwieriger zu kontrollieren sein sollten als Tabernae..."


    Es schien hier reihenweise Missverständnisse zu geben, die man erst einmal niederringen musste. Pacatus seufzt leise.


    "Werter Petronius, ich habe nicht umsonst in Artikel I (1) gesagt: 'Handel im Sinne dieses Edictums ist das öffentliche Feilbieten und der öffentliche Verkauf von Waren'. Damit wollte ich klarstellen, dass diese Marktordnung ausschließlich den Markt und den Handel im öffentlichen Raum betrifft. Marktstände und Tabernae sind öffentlicher Raum, denn sie können von jedermann ohne weiteres betreten werden. Also auch von einem kontrollierenden Aedil."
    "Wenn aber irgendwo in Mogontiacum zum Beispiel Freya Mercurioque mit einem Händler aus der Silva Arduina die Lieferung von 80 Bären für Gladiatorenspiele vereinbart, dann findet dies in den meisten Fällen nicht im öffentlichen Raum statt, sondern vielleicht in einem privaten Tablinum oder in einem Kontor. Erst dann, wenn die Bären auf unserem Forum zum Verkauf angeboten werden, erscheinen sie auf dem öffentlichen Markt und dann, aber erst dann greift unsere Marktordnung und der Aedil kann seine Kontrolle ausüben. Insofern ist der Einwurf von Ovinius Sabinus richtig: Unsere Marktordnung soll nicht jeden beliebigen Handel regulieren, das macht ja die Lex Mercatus, sondern eben nur den auf unseren Märkten und Tabernae."

    Zitat

    Petronius Crispus: "Dann müssten wir aber auch klar machen, dass es immer um die Tabernae der Basilica geht, weil das eben ein ziemlich weiter Begriff is'..."


    "Das verstehe ich nicht, werter Petronius Crispus, vielleicht kannst Du so gut sein und einen entsprechenden Text dazu formulieren, den wir dann in die Marktordnung aufnehmen könnten? Ja, und zuletzt noch: Das, was Du zu den Zöllen und Standgebühren gesagt hast, findet meine vollkommene Zustimmung."

    Warum hackte der alte Legionär so hartnäckig auf dem Punkt herum, bei dem es um das Wort 'jeder' ging? Pacatus fand keine Erklärung dazu und beschloss daher, selber hartnäckig zu bleiben.


    "Ich gebe ja zu, dass Deine Formulierung für Artikel I, (2) kürzer ist, ich meine aber, dass die meinige den Vorteil hat, klarer zu sein."


    Jetzt zum Handel in Kontoren. Pacatus sah sich außerstande, dies zu kontrollieren. "Ich vertrete die Auffassung, dass der Aedil nur das Geschehen im öffentlichen Raum kontrollieren darf. Somit macht es keinen Sinn, Regelungen in eine Marktordnung aufzunehmen, deren Kontrolle über den Zuständigkeitbereich eines Aedils hinausgehen würde. Oder sind Dir, werter Petronius Crispus, Fälle in anderen Municipia bekannt, in denen dem Aedil oder einem anderen Magistratus solche Aufgaben zugewiesen wurden?"


    Und dann die Einfuhrzölle. Anscheinend waren die Konsequenzen aus dem Vorhaben an der Uferstraße den Decuriones nicht gewärtig. "Ich bitte darum, bei der Erhebung von Einfuhrzöllen Vorsicht walten zu lassen. Ich erinnere daran, dass der Ordo Decurionum das Vorhaben Uferstraße bewilligt hat und den Quaestor gebeten hat, die Höhe für einen Zoll zu dessen Finanzierung festzulegen. Der Quaestor hat inzwischen festgelegt, dass zwei vom Hundert auf den Wert der über den Hafen eingeführten Güter erhoben werden sollen. Jeder weitere Zoll wird sich ungünstig auf das Marktgeschehen in Mogontiacum auswirken."

    Pacatus nickte. "Ja, Duccius Marsus ist mein Patron. Ich selber hab bisher nur eine Handvoll Klienten zusammengebracht. Die meisten noch aus der Zeit, als ich im Vicus Navaliorum Stimmen für die Wahl als Magister Vici gesammelt habe. Aber die Leute dort sind meist arme Schlucker und wollen bei ihrer Klientschaft Geld von ihrem Patron haben. Und da gibt's bei mir gewisse Grenzen, verstehst Du?"

    Pacatus ließ ein kurzes meckerndes Lachen heraus, während er schon mit einem Auge auf das Geschehen in der Arena schielte. Er beugte sich etwas zu dem Petronier hinüber.


    "Ja richtig, Petronius Crispus, aber nur weil die Götter so freundlich waren, meinen Wählern einen Schubs in die richtige Richtung zu geben. Das Aedilat hat mir dann so viel Vergnügen bereitet, dass ich vorhabe, nochmal eine Runde zu drehen. Ich hoffe dann auch auf Deine werte Stimme."

    Zitat

    Petronius Crispus: .. Wär es dann nicht kürzer, wenn man die Definition weglässt und stattdessen immer direkt 'jeder' schreibt? .. dass Tiere und Sklaven nicht handeln dürfen, versteht sich ja wohl von selbst!"


    "Werter Petronius Crispus, Du hast ein bißchen recht. Nach allgemeiner Rechtsauffassung dürfen Sklaven keinen Handel treiben. Wenn wir jedoch in unserer Marktordnung schreiben, dass 'jeder' Handel treiben darf, dann würden wir ja genau dies den Sklaven entgegen der allgemeinen Rechtsauffassung erlauben. Das wollte ich vermeiden."

    Zitat

    Petronius Crispus: "Und den Handel in Kontoren lassen wir dann komplett unreguliert? .."


    "Vorschriften sind nur dann wirksam, wenn man ihre Befolgung auch kontrollieren kann. Und dafür bin ich zuständig. Ich kann aber nicht kontrollieren, was hinter verschlossenen Türen vor sich geht."

    Zitat

    Petronius Crispus: "... aber die Vorstellung, dass im Vicus Britannicus ein Fernhändler Gewürze aus dem Osten und Stoffballen anbietet, wirkt auf mich auch ein bisschen komisch.."


    "Dann zum Stichwort 'Fernhändler' noch das Folgende: Ich wollte mit der Marktordnung zum Einen den Fernhandel nicht behindern, ihn aber zum Anderen von den Vicinalmärkten fernhalten, damit die Municipes dort ungehindert Handel treiben können. Natürlich kann ich mir auch nicht vorstellen, dass ein Fernhändler sich ausgerechnet den Vicus Britannicus auserwählt, aber sehr wohl könnte er es auf dem Vicinalmarkt in den Canabae versuchen, denn dort hat er einen Großkunden vor der Nase."

    Pacatus musste den Einwand des Petroniers erst einmal in seine Bestandteile zerpflücken, bevor er darauf eingehen konnte. Er nahm sich erst mal die 'lange Definition' zur Brust.


    "Verehrter Petronius Crispus, oft muss man zuächst gewisse Definitionen treffen, um darauf dann Vorschriften aufbauen zu können. So habe ich in Artikel I, Absatz 1 klarstellen wollen, dass es hier lediglich um den 'Markthandel' geht, also nicht etwa um den Handel in Kontoren oder Börsen. Weitere notwendige Definitionen finden sich dann in Artikel II, Absätze 1 und 2, den Hauptmarkt und die Vicinalmärkte betreffend. Alles weitere im Entwurf sind dann tatsächlich Vorschriften."


    Er kratzte sich am Kopf, um seinen Gedanken etwas mehr Flughöhe zu verleihen. "In diesem Sinne benutze ich die Definition in Artikel II, (1), um auswärtige Händler dann mit Artikel II, (3) auf den Hauptmarkt und den Markt am Hafen zu beschränken. Wenn dem hochgeschätzten Ordo diese Einschränkung, die ja die mogontinischen Municipes etwas bevorzugt, zuwenig ist, dann kann man natürlich auch über eine Erhöhung der Gebühren für Auswärtige reden. Allerdings sollten wir daran denken, den Fernhandel nicht ungebührlich belasten."

    Zitat

    Corvinus: "Eine Idee wie es dazu kommen konnte?"


    Pacatus hatte die Frage des Centurio gehört und hakte nach. "Verzeih, Patron, ich weiß nicht, ob Dir jetzt schon der Sinn danach steht, über derartiges nachzudenken, aber rein amtsmäßig hätte ich auch Interesse daran, darüber etwas zu erfahren."

    Vor seinem Auge zog noch einmal die Erinnerung an seine Alpenüberquerung vorbei. Wie er mit seinem Sklaven Struthas auf dem Paß einer Göttin ein Opfer gebracht hatte, wie ihnen dann die Rebellenarmee entgegen gekommen war. Und wie sie dann bei ihrer Reise das Tal des Rhenus hinunter mit einem 'germanischen' Herbst belohnt wurden. Er war sich fast sicher, dass die ganze Aktion richtig gewesen war.


    "Weißt Du, ich hab mir damals in Roma überlegt, wo ich vor den Prätorianern einigermaßen sicher sein würde. Und da fiel mir Germania ein, denn daher kam ja ein Teil der Rebellion gegen Salinator. Ich war ja nur ein kleiner Fisch und wegen mir würden die keine große Fangaktion hierzulande veranstalten. Als ich dann erst mal hier war, na ja, das hast Du ja mitbekommen. Mogontiacum wollte mich einfach nicht wieder weglaufen lassen."

    Das verschwörerische Grinsen des Petroniers beantwortete Pacatus mit dem Zukneifen eines Auges.


    "Danke Alpina für das Pröbchen. Es gibt ja Tage, an denen man schon beim Aufstehen total zerknirscht ist. Vielleicht hilft da Dein Anti-Zerknirschungstee. Aber ich will hier Deine Behandlung nicht weiter aufhalten, Petronius Crispus. Valete."

    Letztes Jahr haben wir ja eine Debatte über die ACTA DIURNA geführt. Es gab kluge Beiträge, scharfsinnige Beiträge, wundervolle Angebote zur Mitarbeit und fabelhafte Ideen. Man kann nicht behaupten, dass die Spieler im IR schreibfaul wären, außer beim Debattieren :motz: natürlich.


    Aber Machen ist halt was anderes als Disputieren, jedefalls tut sich da nix und ich habe erfahren, dass wegen dieses nix-tuens der Tod dieses Printmediums im Hintergrund erwogen wird.


    Vale, Acta Diurna
    Pacatus

    Zitat

    Petronius Crispus: "Was hat Salinator denn gemacht, dass du wegmusstest?"


    Pacatus lächelte, obwohl sich diese Reminiszenz an seine vergangenen römischen Tage etwas unbehaglich anfühlte.


    "Tja, Petronius Crispus, der Salinator hat mir so direkt nichts getan. Ich habe in Roma gelegentlich für einen Winkeladvokaten Informationen beschafft. In einer Erbschaftsangelegenheit hatte ich seinerzeit Näheres über einen Typ auszukundschaften, der, wie sich überraschenderweise herausstellte, ein höherer Prätorianer war. Leider musste ich dann feststellen, dass ich meinerseits auch beobachtet wurde. Von zwei Prätorianern. Das war mir zu ungemütlich, verstehst Du?"

    Zitat

    Petronius Crispus: "Matinius - du hier? Und du holst dem Quaestor seine Medizin? Hat er dafür keine Sklaven oder Scribae?"


    Mit beiden Armen abwinkend stellte Pacatus klar: "Nee, nee, ich hab den stadtbekannten Sauertopf nur mithilfe eines Kräutertees von Alpina gefügig gemacht. Ich kann die Methode nur empfehlen, zum Beispiel, wenn Du einen widerborstigen Verhandlungspartner hast. Der Tee ist ein echter Gemütsaufheller."

    Man hatte den Göttern aus Freude über die Stadterhebung Dank abgestattet und Pacatus hoffte, dass sie ihre Opfer auch mit Vergnügen entgegen nehmen würden. Er war schon etwas erleichtert, dass es bei dem Opfer für Apollo nicht zu mehr Pannen gekommen war als diesen Windstoß, den irgendein Gott oder Dämon geschickt und sich möglicherweise über den kleinen Pacatus amüsiert hatte.


    Er schüttelte sich kurz und ging hinüber zur Curia, wo das Festbankett auf ihn wartete.

    Pacatus war's zufrieden. Jetzt konnte man die Sache anlaufen lassen. "Na fein, dann werde ich das mal rauslassen. Schauen wir mal, was die geschätzten Decuriones dazu sagen werden."


    Er schob den Qaestor vor sich her aus dem Officium hinaus. "Danke, Duumviri. Vale." Zu Icilius Cotta meinte er: "Na siehst Du, jetzt hast Du die Sache vom Tisch. Ist doch auch was, oder?"