• Die Augen von Marcus verengten sich als er über das Schlachtfeld vor ihm blickte, die Sonne blendete beißend und brannte auf seiner Haut. Marcus hob die Hand, um sich den Schweiß abzuwischen, hinterließ ein blutiges Mal von seiner Schwerthand an der Stirn. Er nickte zufrieden als Imperiosus prompt auf die Befehle reagierte, wandte jedoch den Blick von all den Toten vor ihnen nicht ab, es war beinahe hypnotisch. Pfeile stachen auf dem Erdreich hervor, jene Pfeile, die keine Ziele gefunden hatten, zwischen ihnen lagen viele der Feinde, aber auch die Rüstungen von römischen Soldaten erkannte Marcus, triefend rot vor Blut war das Erdreich. Marcus beobachtete einen Geier, der sich elegant auf den Boden schwang und die Flügel einzog, behäbig hüpfte er am Boden entlang und grub seinen langen Schnabel in totes Fleisch hinein. Marcus presste die Kieferknochen fest aufeinander, aber sie würden schon dafür sorgen müssen, daß die römischen Leichen geborgen wurden und verbrannt, sofern es überhaupt hier in der Einöde ging. Marcus riß mit Mühe den Blick von dem Szenario nach der Schlacht und sah zu Sparsus, der gerade an ihn heran getreten war. Marcus wandte sich ihm zu, mit einem Arm auf dem Schild abgestützt, um sich noch aufrecht auf den Beinen halten zu können. Am Liebsten hätte sich Marcus bei den Verletzten eingereiht, aber Befehl war Befehl. Wie immer.


    Salve, Iulius. Von der Zweiten? Hier?“


    Marcus sah sich suchend in dem Haufen um, es war nicht abwegig, daß sich das stark gemischt hatte wegen dem Einreihen während des Kampfes. Marcus spähte in die Gesichter der Männer, die ebenso von Erschöpfung, Blut und Verletzungen gezeichnet waren. Aber einige Gesichter erkannte Marcus wieder. Er sprach einige Männer mit Namen an – von denen er das wußte, alle kannte Marcus auch immer noch nicht auswendig – und meinte zu den Männern und anschließend an Sparsus:


    „Begebt euch zu der Zweiten rüber. Übrigens, Iulius, das mit dem Kommando eben...“


    Marcus leckte sich über die trockenen Lippen und beschloß, erst Mal seinen Hals anzufeuchten und die heisere Stimme zu schonen. Er griff nach seinen Beutel mit verdünntem Wein und trank einen Schluck von der warmen Brühe. Er ließ dabei Sparsus nicht aus den Augen.


    „Gut gemacht, tesserarius.“


    Die Stimme von Vitamalacus drang zu Marcus, durch die Schleier der Kräuter, die dumpfe Erschöpfung, die Kälte der alten Verletzungen. Marcus verstummte und spähte nach vorne. Dann war der Mann, der Parther womöglich mehr als nur ein Hauptmann? Vitamalacus würde es sicherlich besser wissen, ein Anführer – so in Marcus Augen -war meist über die andere Seite, was die hohen Offiziere anging, gut unterrichtet. Erst dann wandte sich Marcus zurück an Sparsus.


    „Gut, suche weiter die anderen Männer. Sie sollen sich zur Zweiten begeben. Zudem, richte den anderen Zenturien aus: Alle Parther, die noch leben, werden gefangen genommen. Keiner wird mehr abgestochen.“


    Schon kam der Nächste mit einem Anliegen an. Herrje, wie sollte man da die Gedanken sortieren, was zu tun war; wie Avitus das wohl immer machte? Marcus war froh, nur für seine zweite Zenturie sonst verantwortlich zu sein. Er runzelte die Stirn und dachte nach, genaue Zahlen hatte er nicht parat. So schüttelte er den Kopf bei der Frage.


    „Das können wir noch nicht sagen. Schätzungsweise knapp die Hälfte ist verletzt oder tot, aber das zeigt sich erst heute Abend. Optio Artorius? Hast Du Zahlen von Deiner Einheit?“

  • Imperiosus hörte den Tribunus zu. Zwar hatten sie gekämpft, so wie es Rom verlangte, doch nicht alle haben diesen Kampf überlebt. Er dachte da an einige seiner Kameraden, aus seiner Einheit. Als dann der Tribun ging und ein Bote an kam, sowie die Frage vom Centurio. Schaute er sich um, nicht mehr viele konnte er sehen, die da noch standen. Selbst unter denen, die noch hier gebliebe waren, hatten die meisten irgendwelche Verletzungen davon getragen, sowie Tiberius selber.


    " Centurio, ca. 70 Mann meiner Centurie stehen hier noch auf dem Schlachtfeld. Ich kann nicht sagen, wieviel Tod sind oder nur zum Castell zurück gegangen sind, auf deinen Befehl hin. "


    Es war nicht gerade gut um die erste Centurie, doch glaubte er nicht, dass sie alle gefallen waren, sicherlich sind die meisten mit Licinus gegangen.

  • Irgendwo sah Priscus seinen Centurio vorbeilaufen, als er selber gerade beim Signifer stand. Der hatte also auch überlebt, das war schonmal gut. Aber dann war er auch schon wieder verschwunden. Wenn man den Worten des Tribun Glauben schenken konnte, hatte auch der Primus Pilus überlebt, so dass die Führungsspitze der ersten Kohorte noch halbwegs beisammen war. Priscus wies den Signifer an, weiter wie befohlen die Stellung zu halten und die Nachzügler vom Schlachtfeld in Empfang zu nehmen, während er sich selber auf den Weg zum Verbandsplatz machte, um dort nachzuschauen, ob schon Leute seiner Centurie dort eingetroffen waren. Er hoffte, schnell fündig zu werden, denn langwieriges Durchfragen würde seine Stimme ganz sicher nicht mehr aushalten.

  • Zitat

    Original von Narrator
    Zügig leerte sich das Schlachtfeld auf parthischer Seite. Bis auf die tausenden Toten und Sterbenden natürlich, die zurückblieben. Blutgetränkt war der Boden. Die ersten Aasgeier stürzten sich schon vom Himmel, und auch menschliche Leichenfledderer waren unterwegs. In der Nacht würden dann die Schakale kommen und die Leoparden, und einen großen Festschmaus halten.


    So wie sich das Schalchtfeld von den Parthern leerte, war es nun an den Römern das Schlacht zu säubern und sich der Toten anzunehmen, bevor sich die Aasfresser sich ihrer annahmen, seien dieses nun zierischer oder menschlicher Herkunft. Es mochte nicht für alle gelingen, doch zumindest die eigenen Tote galt es zu bergen und vor den Leichenfledderer zu schützen.


    "Meldung an alle Centurie der I. Legion : Jeder, der beim Plündern eines römischen Gefallenen gestellt wird, ist festzusetzen, ungeachtet, ob es ein Fremder oder ein Mitglied des Exercitus Romanus ist. Der Besitz der Parther ist bis zum Sonnenuntergang freigegeben, aber die Miles sollen nicht vergessen, das sie Römer sind !"


    Sollten die Soldaten doch nun die Möglichkeit haben, sich einige Andenken zu beschaffen, kleine Geschenke für ihre Lieben in der Ferne. Und so konnten sie auch etwas das, was man in späteren Jahrhunderten Adrenalin nennen würde, abzubauen.


    Dann sandte er noch einen Melder an den Kommandostab, damit auch der Legatus und der Imperator informiert waren, wie die Lage vor Ort aussah.

  • Der Kaiser, der sich schon auf das Zentrum der Schlacht zubewegt hat, reitet nun hinter der Linie entlang, während sich die Fußsoldaten sammeln und die Reiter den flüchtenden Parthern nachjagen. Seine Worte sind laut und an die Soldaten gerichtet.


    "Männer, ihr habt Rom heute Ehre erwiesen! Es war eine blutige Schlacht, doch es war auch eine siegreiche Schlacht! Kein Feldzeichen ist gefallen, keine Linie überrannt worden! Der Feind stellte sich in unseren Weg, doch der Weg ist nun frei! Die Felder von Edessa sind Felder des Sieges! Wir danken den Göttern für diesen Sieg! Ich danke euch für diesen Sieg! Ihr habt gezeigt, wofür ihr gekommen seid! Trauert um eure Kameraden, aber vergesst nicht den Stolz auf euren Sieg! Ihr habt den heutigen Tag zu einem großen Tag für Rom gemacht!"


    Er reitet langsam weiter, spricht ähnliche Worte etwas weiter noch einmal, damit jeder römisch Soldat, ob stehend oder liegend, ob unversetzt oder rot vor Blut, sein verdientes Lob erhalten kann. Nebenbei gibt er in normaler Lautstärke Befehle an die Offiziere weiter.


    "Der Platz ist ausreichend groß, wir lagern die Nacht hier. Schafft Wasser herbei für die Versorgung der Verletzten. Legt Verschanzungen an wie immer und lasst die Toten außerhalb der Wälle. Sammelt die Gefangenen an mehreren getrennten Plätzen. Ich schaue sie mir später an."


    Außerdem schwärmen Schreiber des Stabes aus, um Meldungen der einzelnen Einheiten zusammen zu tragen und auch die gefallenen Parther zählen. Oder zumindest ihre Zahl schätzen, für den Bericht nach Rom.

  • Zitat

    Original von Marcus Flavius Aristides
    „Junge, er ist tot. Gehe ins valetudinarium und lass nach Dir sehen. Noch einen Toten können wir nicht gebrauchen.“


    Ich weinte bitterlich neben Lucullus' totem Körper. Was um mich rum passierte, bekam ich gar nicht mehr mit. Irgendwann drang dann die Stimme meines Centurio bis zu mir vor. Er stand neben mir und legte mir die Hand auf die Schulter, wie ein Vater. Ich hob die verheulten Augen zu ihm und starrte ihn trostlos, mit abgrundtiefer Verzweiflung an. Er nickte mir zu und ging weiter.
    Valetudinarium. Ja. Ich versuchte aufzustehen. Die Welt schwankte heftig, und ich wäre gleich wieder auf die Nase gefallen, wenn nicht ein Kamerad - er war wohl von der Ersten, ich kannte ihn nicht - zugepackt und mich festgehalten hätte. Dann zog er meinen rechten Arm über seine Schultern, und so, mit seiner Hilfe, humpelte ich los.
    Ich bekam aber noch mit wie der Imperator selbst ein paar Worte an die Truppe richtete. Wir hatten also Rom Ehre gemacht. Ein großer Tag für Rom. Das war mir im Moment geradezu gleichgültig, und in meiner Trauer tönten mir diese kaiserlichen Worte sogar falsch und taktlos in den Ohren - denn sie klangen ja danach, als wäre alles in bester Ordnung. Dabei war gar nichts in Ordnung! Lucullus war tot! Hatte sein Leben gegeben, für den Imperator dort auf seinem Ross, und das obwohl er nicht an den Sieg geglaubt hatte. Ich hätte den Parthern in diesem Augenblick den Adler in den Rachen werfen können, wenn das Lucullus wieder lebendig gemacht hätte.
    In den aufkommenden Jubel und die Huldigungsrufe an den Kaiser stimmte ich nicht ein, sondern schleppte mich nur, gestützt von dem Kameraden, vom Schlachtfeld und zum Valetudinarium.

  • Hörte Imperiosus jetzt da richtig oder hatte er sich, vor lauter Müdigkeit verhört. Der Tribunus erlaubte nur der ersten Legion, die erlaubnis gegeben, den Schmuck der Parthern zu Plündern. Kaum hatte er dies gesagt, beeilten sich eingie, um sich den Schmuck zu holen.


    Der Optio hörte noch mit an, was der Kaiser zu sagen hatte, als er sich auf den Schlachtfeld umsah. Viele seiner Kameraden sind gefallen und er wollte dafür sorgen, dass hier hab und gut an die Familien nach Rom geschickt werden würde.


    Imperiosus nahm einen der Toten und trug in zu einem Wagen, der mittlerweile in ihrer nähe stand, warf die Leiche drauf und begab sich zum nächsten toten Römer. Tiberius dachte nicht daran, wie ein Geier auf die Parther zu stürzen, um sich deren Schmuck zu holen.


    Tiberius fand es zwar schwer, jetzt noch die toten Römer weg zu räumen, doch sie verdienten es, eine anständige Verbrennung zu bekommen, damit sie der Fährmann mitnahm in den Styx.

  • Die Schlacht war also geschlagen, die Parther vom Feld der Ehre vertrieben. Die Centurien der Garde hatten sich gesammelt, und als der Kaiser einen Ritt über das Schlachtfeld absolvierte hatten sie seinen Worten gelauscht und ihn (und sich selbst) hochleben lassen.


    Decius blickte sich um, die I. Centurie hatte nicht wenige Milites verloren. Der größte Teil war nach einer allerersten Bestandaufnahme verletzt, doch unter den Toten erblickte er auch einige Gardisten aus seiner Centurie. Er gab seinen Kameraden Anweisung die gefallenen Praetorianer zu einem freigeräumten Platz zu bringen, die Verletzten soweit sie hilfe bedurften zum Valetudinarium zu geleiten und schließlich die Leichen der Feinde auf einen großen Haufen zu schichten.


    Da auf Befehl des Kaisers das Nachtlager quasi neben dem Schlachtfeld aufgestellt werden sollte musste das Gelände schnellstmöglich freigeräumt werden, und so machten die Soldaten sich an die alles andere als freudvolle Arbeit.

  • Mit einer Hand fingerte Marcus an seinem Beutel am cingulum herum und öffnete ihn einen Daumen breit, um daraus etwas von den Kräutern zu nehmen, welche ihm der medicus – widerwillig – überlassen hatte. Der Schmerz in seiner Schulter wurde immer schlimmer, zudem die neueren Blessuren. Immer wieder wogten Schleier vor Marcus Augen, er hatte immer mehr Mühe noch auf den Beinen zu bleiben. Bitter schmeckten die Kräuter als er sie in den Mund steckte und darauf herum kaute. Er nickte knapp als er die Antwort von Imperiosus vernahm. Himmel, das war mehr als die Hälfte? Drei Viertel? Marcus Geist fing an zu rechnen. Hundertsechzig minus siebzig...er gab auf, sein Kopf hatte nicht mehr die Kapazität für solcherlei Spielchen, es mußte ihn auf andere Dinge konzentrieren. Er wandte sich an den scriba.


    „Ich laße Dir in einer Stunde genauere Zahlen schicken. Von der ersten Kohorte dann.“


    Augenblicklich vernahm Marcus von einem Melder die Befehle des Tribuns und nickte abermals. Also neigte sich nun alles dem Ende zu, die letzten Scharmützel waren wohl ausgefochten worden und die Parther über alle Berge; Marcus war es Recht, einen weiteren Kampf könnte er nicht mehr mitmachen, geschweige denn noch etwas anführen. Plündern? Marcus sah sich um und auf die Gefallenen der Gegenseite, immerhin, bei den Reitern würden die Soldaten wohl noch etwas holen können. Marcus wandte sich erneut an Imperiosus, der immer noch in seiner Nähe war.


    „Du hast ja die Befehle des Tribuns gehört. Sage den Männern zudem, daß sie die Beute brüderlich zu teilen haben. Sie haben alle gleich schwer gekämpft, ich will kein Beutestreit unter den Männern sehen, ja?“


    Marcus würde das auch den Männern überlaßen, was sie sich heute greifen konnten. Ähnliches ließ Marcus auch an die anderen vier Zenturien – einschließlich Priscus – ausrichten. Gerade war das getan als er schon das edle Roß des Kaisers erspähen konnte. Marcus richtete sich schnell aus seiner laschen und erschöpften Haltung auf, straffte seine Gestalt. Der Stolz – den der Kaiser herauf beschwören wollte – den verspürte Marcus durchaus, nicht weil sie heute so bitter und standhaft um den Adler gekämpft haben – nicht nur zumindest – sondern weil er dem Kaiser folgen durfte, in den Krieg. Aber Marcus ist zufrieden, die Worte sind genau richtig für die Männer, bestärken sie, selbst in ihrer Erschöpfung. Die Befehle des Kaisers nimmt Marcus aufmerksam entgegen.


    „Verstanden, mein Kaiser.“


    Schon war der Kaiser vorbei geritten, um die Worte auch an die anderen Soldaten zu richten. Marcus wandte sich erneut - alle guten Dinge waren mindestens drei – an Imperiosus.


    „Nun denn, optio. Lass die Männer der ersten Zenturie kurz noch ausruhen. Sie sollen alle noch eine Ration Wasser erhalten. Du übernimmst die Leitung über die Arbeit bei Deiner Einheit. Die Kadaver der Parther müssen von hier weg ehe wir mit dem Graben anfangen. Die Leichen unserer commilitones sollen in das Lager gebracht werden, damit sie heute noch bestattet werden können. Stelle von Deiner Einheit ein paar Mann zur Seite, sie sollen die Gefangenen zusammen treiben und an die Stelle....


    Marcus spähte zu einem alleine stehenden Baum in der Nähe und deutete darauf.


    „...dort hinten. Außerdem ein paar Männer, die die Wägen mit dem Wasser her bringen sollen. Age!“


    Auch an Priscus - und die anderen Einheiten der ersten cohors- ließ Marcus die Befehle ausrichten. Wasser wurde verteilt, der Troß wurde herbei gerufen, damit die schwere Ausrüstung auf den Wägen herbei geschafft werden konnte; somit konnte mit der Schanzarbeit und all dem Üblichen begonnen werden, und die feindlichen Leichen etwas zur Seite geschafft werden. Ein Lager mußte errichtet werden. Zwischenzeitlich gab Marcus das Kommando an den Zenturio der Dritten ab, um im Lazarett vorbei zu sehen. Wo er nicht lange blieb -entgegen jeglicher Meinungen von den medici – sondern wieder zu den Männern zurück kehrte. Die Männer wurden gezählt, die Lebenden und die Toten. Marcus ließ die Zahl schließlich an den scriba von Cyprianus ausrichten, ehe andere Dinge seiner Aufmerksamkeit bedurften.

  • "Princeps Flavius?! Tesserarius Iulius von der ersten centuria. Der primus Pilus hat mich wieder nach vorne geschickt und befohlen, dass ich das Signum übernehmen soll."
    Mit diesen Worten meldete sich Licinus bei seinem provisorischen Vorgesetzten zurück, nachdem seine Hand versorgt worden war.

  • Imperiosus schaute zu dem Centurio, während er bereits die Leichen wegbrachte und bestätigte die Befehle kurz.


    " Wird sofort gemacht Centurio. "


    Dann schaute er zu seiner Einheit, die immer noch damit beschäftig waren, die Leichen von ihrem Besitz etwas zu erleichtern.


    " Milites, 20 Mann gehen jetzt sofort Wasser holen und die weitere Wagen, damit die Leichen abtransportiert werden können. Denkt auch an die Ausrüstung, damit wir hier mit den Schanzarbeietn beginnen können. Und ihr habt den Centurio gehört, alles wird Brüderlich geteilt... Also will ich sehen, wie alles gleich im Lager auf einen Haufen gelegt wird, damit jeder gleich viel bekommt. "


    Sofort machten sich 20 Mann auf, um das Schanzzeug zu holen, sowie die Wagen, um ihre toten Kameraden weg zu schaffen.


    Nachdem Imperiosus bereits einige der Leiche auf den Wagen geschafft hatte, sah er, wie Licinus kam und anscheinend den Signifer ablöste. Dieser ging zum Lager, dort wollte er sich untersuchen lasen, denn auch er hatte einige kleinere Schnittwunden.

  • Sie ritten und ritten, und töteten und töteten.... Irgendwann blickten sie zurück und sahen die Infantrie weit entfernt... EIn idealer Zeitpunkt zum Umkehren, eine Spur von Gefallenen markierte den gerittenen Weg... Der Tribunus stoppte, und blickte den Parthern hinterher...
    'Bei der nächsten Schlacht kriegen wir euch', dachte er sich...
    "Die Prima hat gesiegt Männer! Reiten wir zurück zu unseren Kameraden, wir haben Rom einen guten Dienst getan!"
    Sagte Numerianuns und ließ die Truppen umkehren...
    Dann ließ er sich einen Duplicarius ordern..
    "Zähle die toten Parther, und unsere Verluste."
    Orderte er an und ritt los..
    Der Duplicarius nickte, ritt mit seiner Turma nach, und begann zu zählen.

    'Hannibal wusste wie man Siege erringt, aber nicht wie man damit umzugehen hat.'

  • Die Equites nickten stumm, doch sie jubelten nicht. Zu viele ihrer Kameraden von der Infanterie waren im Kampfe gefallen als dass sie über den Sieg jubeln konnten. Sie kehrten um und ritten entlang der von ihnen getöteten Parther entlang zurück. In der Ferne konnte man schon einige Soldaten beim Plündern der Parther sehen. Ob man ihnen wohl auch noch etwas übrig ließ?

  • Zitat

    Original von Marcus Flavius Aristides
    ...


    Sparsus wollte gerade einem Miles aus seiner Centurie zurufen, als er plötzlich das Lob seines Centurio's vernahm. Sparsus' Gesichtsausdruck war eine Mischung aus Verwunderung, Erstaunen, Grinsen und Schreck. Alle wollten gleichzeitig Auftreten aber keiner der Gesichtsausdrücke schaffte es so richtig. Daher entschied sich Sparsus für ein Nicken und ging mit den restlichen Miles weiter suchen. Bei der Ersten alleine fand Sparsus knapp 20 Miles und auch bei den anderen Centurien fanden sich noch Miles, die sich im Gefecht einfach nur verirrt hatten. Allerdings mussten auch einige zurück ins Lager gebracht werden und einer verstarb auf dem Weg dorthin an seinen Verletzungen.
    Von der kurzen Rede des Augustus hatte er nichts mitbekommen und auch wenn, es hätte kaum zu einer Anhebung von Sparsus Laune geführt. Nachdem auch der letzte Verwundete vom Schlachtfeld gebracht wurde, setzte sich Sparsus auf einen Hügel ein Stück weit hinter der Legio und besah sich die Szene. Er fragte sich wieso sie nochmal hier waren, jedoch fiel es ihm beim besten Willen nicht ein. Er ließ sich nach hinten sinken und lag nun auf dem steinigen, heißen Hügel, betrachtete den Himmel und lauschte den Miles, wie sie ihre Gefangenen nahmen. Er wusste nicht, wieso er nicht runter ging um seinen Kameraden zu helfen. Er wusste nur, das er keine Lust mehr hatte. Er wollte nur noch schlafen und seine Ruhe haben. Und in diesem Augenblick schwor er bei allen Göttern, dass, für den Fall das er all das hier überleben sollte, er nach seinem Dienst Farmer oder Koch werden würde. Oder halt irgend ein Beruf, mit dem man Ruhe im Leben hat.

  • Priscus kam gerade wieder von seiner Runde über den Verbandsplatz zurück, wo er noch einige Soldaten der zweiten Centurie aufgesammelt hatte, als ihm die neuen Anweisungen von Centurio Aristides überbracht wurden. "Weißt du schon, wo wir heute Nacht lagern werden?" erkundigte er sich beim Signifer, der ihm auch tatsächlich ungefähr Auskunft geben konnte. "Gut. Haben wir noch unseren Cornicen?" Der war bisher verschwunden. "Irgendjemand hier, der ein Cornu hat und benutzen kann?" Es fand sich jemand, der ein paar halbwegs hörbare Töne hervor brachte. So gut es ging und die Männer noch dazu in der Lage waren, teilte Priscus sie dann für verschiedene Arbeiten ein. Parthische Leichen zu tragen war noch halbwegs angenehm, versprach es doch Aussicht auf Beute. Ein paar Soldaten hatten schon beute gemacht, so dass Priscus sie losschickte, nach Schanzwerkzeug zu holen. Wieder andere ließ er Wasser für die Kameraden holen und die übrigen kümmerten sich darum, dass die herumliegenden toten Kameraden sorgfältiger beiseite geschafft wurden, als man das mit den Parthern tat.

  • Zitat

    Original von Marcus Iulius Licinus
    "Princeps Flavius?! Tesserarius Iulius von der ersten centuria. Der primus Pilus hat mich wieder nach vorne geschickt und befohlen, dass ich das Signum übernehmen soll."
    Mit diesen Worten meldete sich Licinus bei seinem provisorischen Vorgesetzten zurück, nachdem seine Hand versorgt worden war.


    All die Geier stürzten sich nun auf die Leichen, die von den Römern zur Seite geschafft wurden und einfach dem Aasvolke überlaßen wurden; Marcus betrachtete sie und ihm wurde fast übel bei dem Anblick. Irreal war das Bedürfnis nach vorne zu laufen und mit dem Schwert auf diese elenden Vögel einzuschlagen, die sich unparteiisch an jedem Brocken Fleisch laben würden, waren es Römer oder Parther. Marcus preßte seine Lippen fest aufeinander als er angesprochen und aus seinem grimmigen Starren heraus gerißen wurde. Marcus wandte sich um und sah einen jungen Soldaten vor sich, der ihm bekannt vor kam. Marcus Augenbrauen zogen sich zusammen und er dachte nach, woher er ihn kannte, in Mantua, war er womöglich mal in seiner Einheit, irgendwas mit einem Iulier ging Marcus auf, doch mehr entsann er sich – mit seinem schlechtem Namensgedächtnis nicht. Aber das Magere kratzte er zusammen.


    Miles Iulius. Wunderbar, dann kannst Du es gleich zu der Stelle tragen, wo die Erste lagern wird. Zudem Dich mit an die Arbeit machen. Sofern Deine Verletzung das zuläst. Age, miles!“


    Nicht unfreundlich nickte Marcus dem Mann zu und beobachtete das Treiben. Zufrieden sah er das der optio von Avitus eifrig bei der Sache war, aber auch die anderen Soldaten machten sich ans Werk, trotz all des Gemetzels am Tage und dem Bewußtsein, daß viele Kameraden gestorben waren, doch womöglich half Arbeit da am Meisten. Irgendwann ging Marcus dann auch ins Lazarett, um nach seinen Verwundungen sehen zu laßen und sich erneut Kräuter zu holen. Als die pila in den Boden gerammt wurden, die Zelte aufgebaut, da kam Marcus erst zurück, um die Wacheinteilung der ersten Kohors mit den anderen centuriones zu besprechen, die Bestattungen zu besprechen und alles, was anfiel und Marcus noch mehr verzehrte an jenem Tage, aber es mußte nun mal getan werden. So ging für Marcus auch jener Tag zu Ende, der ihm wohl noch lange im Gedächtnis bleiben würde, und auch die Nacht zeigte sich nicht besser.

  • Licinus salutierte vor dem Flavier und machte sich dann auf zu dem Soldaten, der das Signum während der Schlacht übernommen hatte.


    "Commilitone, du sollst auf Befehl des centurio deine Wunden untersuchen lassen. Ich soll derweil das signum übernehmen."


    Kaum hatte er es ausgesprochen, war er sich auch schon sicher den falschen Tonfall getroffen zu haben, er hätte es wirklich freundlicher sagen können, aber er war nun auch müde, zu müde um auf solcherlei zu achten. Zu seiner Überraschung entgegente der miles jedoch


    "Ja tesserarius, danke!" und machte sich ohne ein weiteres Wort davon.


    Licius übernahm also das Feldzeichen und begab sich zu jenem Punkt, an dem die erste centuria der ersten cohors nach dem Universalplan, nach dem alle Lager auf diesem Feldzug gebaut wurde, ihre Zelte aufschlagen würde.
    Seine Hilfe jedoch musste er darauf beschränken Dinge festzuhalten, während seine Kameraden die meiste Arbeit machten.

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