Hochzeit mit Iulia Stella - Der Brautzug kommt am neuen Heim an

  • Die Geschenke von Saturninus und Crispina waren wunderbar und wir freuten uns beide sehr darüber. Ich war ebenfalls froh, dass die Gäste sich schnell selbst beschäftigten und sich Gespräche entwickelten. Das führte dazu, dass Stella bei mir sein konnte und wir zusammen alle Gäste begrüssen konnten.

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    DOMINUS FACTIONIS - FACTIO ALBATA

    Klient - Marcus Decimus Livianus

  • "Mit dir zu speisen, werter Annaeus Conservator, würde mir sehr zusagen. Oder ziehst du dem heimischen Triclinium anderes vor? Es gibt hier in Roma eine Taberna, die nicht den gewöhnlichen Gaststätten gleicht, sondern philosophischen Diskussionen und Gesprächen offen steht: Die Taberna Palindromos. Sehr nett dort und ungewöhnlich.".... außerdem hatte ich dort mit Seius Ravilla zusammen einen Rhetorikwettstreit gewonnen, und mein Name hing aus, was mir natürlich gefiel**:

    "Doch welches Ende von Odysseus meinst du genau? Ich kenne mehrere."


    "Geschätzter Saturninus, wurde nicht Odysseus wegen der gemordeten Freier von Neoptolemos exiliert und ging mach Itālia? So jedenfalls berichtet Aristoteles laut Plutarchus.", Mārcus grinste, während in seinem Kopf die pompa eine weitere Runde beschritt. "Nicht das du ähnliches zu erleben erleidest, wobei deine Exilierung dann wohl eher Achaea wäre. Daher mein Odyssos, daher." Irgendwie mochte er seinen Gesprächspartner, auch wenn dieser, seinem Geschmack nach etwas zu viel, immer was aus Achaea anzubringen hat. 'Halt dich zurück, nicht das Saturninus noch irgendwie dort aufgewachsen ist.', dachte sich Mārcus ehe er fortfuhr.


    "Es freut mich sehr, dass gemeinsam zu speisen auf deine Zustimmung stößt, Saturninus. Sollte es für dich keine großen Umstände bereiten, freue ich mich auf einen anregenden Abend im triclinium. Ich denke, für die nächsten Tage habe ich die Posca auf, von tabernae." 'Vor allem seit gestern.'' schon er in Gedanken nach.


    Er schob sich eine Olive in dem Mund, heute würde er morden können für gesalzene Oliven.

  • "Geschätzter Saturninus, wurde nicht Odysseus wegen der gemordeten Freier von Neoptolemos exiliert und ging mach Itālia? So jedenfalls berichtet Aristoteles laut Plutarchus.", Mārcus grinste, während in seinem Kopf die pompa eine weitere Runde beschritt. "Nicht das du ähnliches zu erleben erleidest, wobei deine Exilierung dann wohl eher Achaea wäre. Daher mein Odyssos, daher." Irgendwie mochte er seinen Gesprächspartner, auch wenn dieser, seinem Geschmack nach etwas zu viel, immer was aus Achaea anzubringen hat. 'Halt dich zurück, nicht das Saturninus noch irgendwie dort aufgewachsen ist.', dachte sich Mārcus ehe er fortfuhr.


    "Es freut mich sehr, dass gemeinsam zu speisen auf deine Zustimmung stößt, Saturninus. Sollte es für dich keine großen Umstände bereiten, freue ich mich auf einen anregenden Abend im triclinium. Ich denke, für die nächsten Tage habe ich die Posca auf, von tabernae." 'Vor allem seit gestern.'' schon er in Gedanken nach.


    Er schob sich eine Olive in dem Mund, heute würde er morden können für gesalzene Oliven.

    Beim Wort Exil fuhr mir ein leichter Schauer über den Rücken; Annaeus Conservator konnte es nicht wissen, aber gute Freunde und Familie, ja selbst mein früherer Patron, hatten diesen bitteren Weg gehen müssen, die patria unfreiwillig zu verlassen: Dividor haud aliter, quam si mea membra relinquam et pars abrumpi corpore visa suo est* wie der unglückliche Dichter Ovidius aus der Verbannung schrieb.... ein Schmerz, den ich mir nicht ausmalen wollte.

    Und ich war nicht hier, mich trüben Gedanken zu ergeben.


    "Edepol!",** sagte ich, und hoffte, dass der Name des göttlichen Dioskuren jegliches Unheil bannen würde, und ich grinste: "Achaea ist eine durchaus liebreizende Stätte, wenn auch äußerst überlaufen, da de facto jeder junger Römer, dessen finanzielle Mittel es erlauben, seine Ausbildung in Athen vollenden möchte. Es gibt weit unangenehmere Orte!"

    Germania oder auch Cappadocia stellte ich mir schlimmer vor. Oder eine Insel:


    "Vielleicht wäre selbst aber ein Exil kein zu hoher Preis, wenn man dafür ein Odysseus sein könnte!

    Er, der in keiner Lage verzagt und immer eine Lösung findet, ist tatsächlich einer meiner Lieblingshelden. Welcher ist deiner, werter Annaeus Conservator und weshalb?

    Ich hoffe sehr, dass du mir diese Frage in jenem gemütlichen und intimen Rahmen beantworten wirst, den nur das eigene Zuhause bieten kann, da stimme ich dir zu.

    Es wäre mir somit eine große Freude und eine Ehre, dich als Gast zu einer kleinen und zwanglosen Cena in der Casa Furia begrüßen zu dürfen. Wäre es dir übermorgen *** genehm ?"


    Mit "klein" meinte ich zwanglos, Tunika statt Toga und höchstens vier Gänge an Speisen. Und ich würde keinen Chiton tragen, obwohl das als Freizeitkleidung in Roma en vogue war, garantiert.


    Sim-Off:

    *Ich wurde zerrissen, nicht anders, als wenn ich meine Glieder zurück ließe, und ein Teil meines Körpers schien abgerissen zu werden, Ovidius: Tristia 1,3 ** etwa: Bei Pollux ! *** komm, wenn du Zeit findest =)

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    SODALIS FACTIO VENETA - FACTIO VENETA

    KLIENT - LUCIUS ANNAEUS FLORUS MINOR

  • "Achaea ist eine durchaus liebreizende Stätte, wenn auch äußerst überlaufen, da de facto jeder junger Römer, dessen finanzielle Mittel es erlauben, seine Ausbildung in Athen vollenden möchte. Es gibt weit unangenehmere Orte!"

    Germania oder auch Cappadocia stellte ich mir schlimmer vor. Oder eine Insel:


    Mārcus mußte bei der Schilderung des Sāturnīnus lachen. "Verzeih, geschätzter Sāturnīnus, mein Lachen. Ich habe mir nur gerade vorgestellt, daß in ferner Zukunft solch überlaufene Orte in unseren nördlichen Provinzen, wie Belgica oder Batavia, als Freizeitstätte errichtet werden, wo Menschen mit wenig Begabung und noch weniger geistigem Vermögen sich in überteuerten Kammern einpferchen lassen um noch schlechteres Essen aus noch fragwürdigeren caupōnae zu essen, um im Anschluß von Kurzweil und Erholung zu sprechen.(*) Natürlich möchte ich nicht absprechen, daß jede Landschaft ihre Reize hat. Die Frage ist blos, zu welchem Preis."

    Damit verschand erneut eine dieser köstlichen gesalzenen Oliven im Mund und er hatte so langsam das Gefühl, dass sich seine inner pompa langsam dem Ende näherte. 'Bei allen Göttern, dass wird auch langsam Zeit.', dachte Marcus.


    "Vielleicht wäre selbst aber ein Exil kein zu hoher Preis, wenn man dafür ein Odysseus sein könnte!

    Er, der in keiner Lage verzagt und immer eine Lösung findet, ist tatsächlich einer meiner Lieblingshelden. Welcher ist deiner, werter Annaeus Conservator und weshalb?

    Ich hoffe sehr, dass du mir diese Frage in jenem gemütlichen und intimen Rahmen beantworten wirst, den nur das eigene Zuhause bieten kann, da stimme ich dir zu.

    Es wäre mir somit eine große Freude und eine Ehre, dich als Gast zu einer kleinen und zwanglosen Cena in der Casa Furia begrüßen zu dürfen. Wäre es dir übermorgen genehm ?"


    "gratias tibi, Sāturnīne. Ich nehme mit Vergnügen deine Einladung an. Ich bin mir sicher, es wird eine interessante Unterhaltung und darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit deine Gastfreundschaft zu würdigen zu wissen." Es folgte ein Schluck Wasser gegen den inneren Brand. 'Wasser ist häufig viel zu sehr unterschätzt.' freute sich Mārcus über das kühlende Naß.



    Sim-Off:

    (*) kleine Anspielung auf die ferne Zukunft des ausgehenden 20ten Jhd mit ihren Center Parks

  • Auch ich wollte die Crispina selbstverständlich nicht langweilen: "Hilft die Zitrone schon etwas?", fragte ich voll Mitgefühl.

    Ich hatte einige Minuten Gespräch an mir vorbeiziehen lassen wie das Zwitschern von Vögeln im Morgengrauen, als Saturninus mich direkt ansprach und sich nach meinem Befinden erkundigte. Schön langsam schien mein Kopf wieder klarer zu werden und sich der Nebel hinter meinen Augen zu lichten. Ich nickte dem Furius sachte zu und setzte ein tapferes Lächeln auf. Es schien tatsächlich ein bisschen besser geworden zu sein.


    Da ich ja bereits wusste, was Saturninus dem Brautpaar geschenkt hatte, versuchte ich das Thema auf eine interessantere Diskussion zu lenken und wandte mich an meinen Verwandten: "Was hast du denn dem glücklichen Paar als Geschenk mitgebracht, Conservator?"

  • Das Gespräch mit Sāturnīnus war von Heiterkeit und kleinen Frotzeleien geprägt, die trotz des Zustandes seitens Mārcus, von angenehmer Leichtigkeit waren. Und die Einladung zu einer cēna mit Sāturnīnus verprach interessant zu werden, daher nahm er sie auch an.


    Seine Cousina Crispina, die in der Zwischenzeit mit ihren Gedanken in einem Zwiegespräch zu sein schien wandte sich da mit einer Frage an ihn:

    [...] und wandte mich an meinen Verwandten: "Was hast du denn dem glücklichen Paar als Geschenk mitgebracht, Conservator?"

    "Eine Iūnō, Crispina.", wandte er sich ihr zu, während ihre Frage beantwortet wurde.


    "Ich habe im Tempel der Iūnō um Führung und Hilfe bei der Pflichterfüllung und Erfüllung der Ehe gebeten und im Anschluß eine massive und vergoldete Statuette erworben, die im larārium dann aufgestellt wurde. So sind die Pflichten des Hauses nicht vergessen und das frisch vermählte Paar von Unglück frei."


    Eine weitere gesalzene Olive fand ihren Weg in Mārcus Mund. Langsam und recht unsicher, kam die in seinem Kopf stattfindende pompa ihrem Ende entgegen. Bei allen Göttern, daß wird auch langsam Zeit.

  • Am nächsten Morgen, nachdem Stella und ich die erste Nacht zusammen verbracht hatten und nicht wahnsinnig viel Schlaf gefunden hatten, wurde von den Sklaven die Tunica recta, das Bettlaken und der Gürtel im Garten des Hauses aufgehängt. Der Gürtel war noch ganz, jedoch der herkulische Knoten war daraus entfernt, was für neugierige Gäste am Tag nach der Hochzeitsfeier ein Beweis dafür war, dass es mir gelungen war, diesen ohne den Gürtel zu beschädigen zu öffnen. Die Tunica recta war ebenfalls unbeschädigt, so dass man auch daraus ablesen konnte, dass ihre gestrige Trägerin sie nicht zerstören musste, um aus ihr zu schlüpfen. Was das Bettlaken anging, so war dieses definitiv nicht mehr frisch und auch andere Spuren waren darauf zu erkennen, so dass jeder Gast, sollte er das wollen, seine Schlüsse ziehen konnte.*


    Stella empfing die ankommenden Gäste als neue Hausherrin. Natürlich hatten die Sklavinnen und Sklaven alles vorbereitet, Stella hatte keine Chance gehabt, einen Empfang vorzubereiten, doch das war normal und alle erwarteten bloss von ihr, dass sie ihre Gastgeberinnen-Pflichten erfüllen würde.

    Im Atrium waren Tische aufgestellt worden, um die Hochzeitsgeschenke abzustellen. Diejenigen Geschenke, welche bereits gestern in der Domus Iulia übergeben worden waren, standen bereits darauf. Auch hier hatten die Sklaven der beiden Gentes eifrig gearbeitet.

    Ebenfalls standen eine Menge Stühle umher, so dass jeder Gast einen Sitzplatz finden würde und sich auch Gespräche entwickeln konnten.

    3704-nivalis-jpgHufgeklapper erklang in der Straße vor der Domus der Annaer, hallte von den Hauswänden wider. Decimianus Damon, der Stallmeister der Decimer, führte einen stattlichen Schimmelhengst am Halfter. Das Tier war mittelgroß, harmonisch gebaut, und schritt leichtfüßig einher. Dabei blickte es neugierig nach rechts und links und spielte mit den Ohren. Einmal erschrak es vor einem Sonnenreflex in einem Rinnsal, ließ sich jedoch von Damon sofort wieder beruhigen. Das blankgestriegelte Fell glänzte fein. Der Hengst trug auf der Hinterhand das Brandmal decimischer Zucht. In die Mähne war ein glückbringendes Epona-Amulett eingeflochten.
    Der Stallmeister machte sich bemerkbar und übergab schließlich das Pferd mit den Worten:
    "Diesen Hengst sendet mein Patron Decimus Serapio dem glücklichen Paar im Namen der Gens Decima. Er wird Nivalis genannt und ist ein Hispano-Kyrenäer, stammt ab von Audacia und Samawi. Der Bursche ist jetzt vier und macht sich prächtig. Eingeritten habe ich ihn. Er ist flink und hat Feuer. Manchmal ist er frech, testet seine Grenzen, aber nie bösartig dabei. Er liebt es, sich in Sand zu wälzen, und frisst für sein Leben gern Sauerampfer."
    Damon klopfte dem Hengst auf den Hals und zauste ihm die Mähne. Es fiel ihm nicht leicht, sich von dem gelehrigen Kerlchen zu trennen und er hoffte, dass die Annaeer ihn gut behandeln würden, dass sie in der Tat so große Pferdeliebhaber waren wie es ihr Siegel versprach.


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    SODALIS FACTIO AURATA - FACTIO AURATA

    Klient - Decima Lucilla

  • Ich musste lachen, da Conservator und ich wohl die gleiche Idee beim Geschenk gehabt hatten und beide eine Statuette der Iuno besorgt hatten. Na hoffentlich sollte es da auch mit dem Eheglück klappen. Zumindest war die erste Herausforderung ja schon geschafft, was auch die Laken bezeugten. Bevor ich allerdings noch etwas erwidern konnte, hörte ich Hufgetrappel gefolgt von einem kurzen Wiehern und beruhigenden Worten von draußen. Ich konnte zwar nicht durch Wände sehen, aber ich lauschte dem Raunen, das durch die Schar der Sklaven ging und sich wie eine Welle ins Atrium fortsetzte. Anscheinend hatte man ein prächtiges Pferd als Geschenk gebracht.


    Am liebsten wäre ich selbst aufgesprungen und wäre direkt rausgerannt um das Pferd zu bestaunen, aber da es ja auch nicht für mich war und da mein Kopf immer noch schmerzte, blieb ich sitzen und zupfte ungeduldig an meiner Tunica herum. Hoffentlich gingen Stella und Florus schnell schauen, damit ich hinterher trappeln konnte. Es wäre ja sonst arg respektlos sich vorzudrängeln beim Empfang eines solch prächtigen Geschenks. Gedankenverloren rutschte ich in meinem Sessel herum und verrenkte mir halb den Hals um mehr vom Geschwätz der Sklaven mitzubekommen, bis mir wieder einfiel, dass ich hier Gesellschaft hatte und mich ordentlich aufsetzte.

  • Ein Sklave kam herbeigerannt und teilte mir mit, dass meine und Stellas Anwesenheit an der Porta erforderlich sei, da es ein spezielles Geschenk in Empfang zu nehmen galt. Ich machte mich sofort auf und traf dort auf den Libertinus Damon mit einem äusserst stattlichen Geschenk von Faustus Decimus Serapio.


    Selbstverständlich kannte ich den Libertinus nicht und wusste auch seinen Namen nicht, aber ich hatte den Anstand danach zu fragen und erhielt auch höflich Antwort.


    Das ist ein sehr edles Geschenk, Damon. Decimus Serapio weiss, dass ich der Factio Albata vorstehe und hat daher eine vortreffliche Wahl getroffen. Ich werde Nivalis zu meinem persönlichen Pferd ausbilden und somit auch sicherstellen, dass er seiner Abstammung und seiner Bedeutung als Geschenk entsprechend behandelt wird.


    Mit Kennerblick und liebevoller Bewunderung für die makellosen Linien des grandiosen Tieres ging ich um Nivalis herum und streichelte ihm über den Rist. Schnaubend drehte er seinen Kopf zu mir um mich zu beschnuppern und zu betrachten. Ich tätschelte seine Flanken und liess ihn mich begutachten.


    Ja mein Guter, wir werden uns gut verstehen.


    Dann drehte ich mich wieder Damon zu: Bitte richte Decimus Serapio meinen herzlichen Dank aus. Wie gesagt werde ich dieses Geschenk in Ehren halten. Die Zucht der Decimer ist bekannt für Qualität und dieses Geschenk ehrt mich sehr!


    Stella hatte grossen Respekt vor Pferden und reagierte meist auch mit tränenden Augen und laufender Nase, wenn sie in ihrer Nähe war. Daher hielt sie sich im Hintergrund auf und liess mich machen.

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    DOMINUS FACTIONIS - FACTIO ALBATA

    Klient - Marcus Decimus Livianus

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