Beiträge von Aulus Furius Saturninus

    Der Caesar Augustus war ein aufmerksamer Zuhörer: Sparta war eher nicht für seine Philosophen bekannt.

    "Sparta ist zweifellos wegen seiner Kampfkünste berühmt, aber mich führte eine eher persönliche Angelegenheit in das Land des Lakedaimon.", erwiderte ich: "Die Gens Furia hat spartiatische Wurzeln, und Teile unserer Familiengeschichte sind im Tempel der Artemis Orthia archiviert. Mich hat interessiert, einiges nachzulesen. Spartanische Kampfeskunst konnte ich während der Karneia, dem großen Sommerfest des Apollon Karneios, bewundern."

    Gegen junge Männer, die in der agoge erzogen und trainiert worden waren, hätte ich keine Chance gehabt; es sei denn, sie hätten mich gewinnen lassen, weil ich ein Römer war. Ich mochte Wettkämpfe sehr - zumindest wenn eine kleine Chance bestand, sie auch zu gewinnen.

    Ich hob den Becher: "Ein wirklich ausgezeichneter Wein. Auf unser aller Gesundheit. To triton tō sōtēri - das Dritte dem Retter.", sagte ich und vergoss ein paar Tropfen zu Ehren des Juppiters.

    Ein Kanzleibote der kaiserlichen Administration brachte folgendes Schreiben in die Casa Octavia:


    AD

    Civis Manius Octavius Gracchus

    Casa Octavia

    Roma


    ANTE

    DIEM XII KAL FEB DCCCLXXI A.U.C. (21.1.2021/118 n.Chr.)



    Salve Manius Octavius Gracchus


    Der Imperator Caesar Tiberius Aquilius Severus Augustus läd Dich

    am

    ANTE DIEM X KAL FEB DCCCLXXI A.U.C. (23.1.2021/118 n.Chr.) zur

    hora quinta (10 Uhr)


    zu einer Unterredung in das Officium Imperatoris in die Domus Flaviana ein.



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    Manius Octavius Gracchus ist umgehend zu einer Unterredung ins Officium einzuladen

    C.


    AD

    Civis Manius Octavius Gracchus

    Casa Octavia

    Roma


    ANTE

    DIEM XII KAL FEB DCCCLXXI A.U.C. (21.1.2021/118 n.Chr.)



    Salve Manius Octavius Gracchus


    Der Imperator Caesar Tiberius Aquilius Severus Augustus läd Dich

    am

    ANTE DIEM X KAL FEB DCCCLXXI A.U.C. (23.1.2021/118 n.Chr.) zur

    hora quinta (10 Uhr)


    zu einer Unterredung in das Officium Imperatoris in die Domus Flaviana ein.



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    Wäre es möglich, das Editieren wieder wie früher ohne Zeitbeschränkung möglich zu machen? Ich finde es praktisch, um im Nachhinein noch Links einzubauen zu können, oder Übersichten zu aktualisieren oder Diskontinuitäten zu glätten.

    Das hatten da schon mal eine längere Debatta darüber, aber im Endeffekt haben wir uns dagegen Entschieden. Derzeit ist die Editierzeit glaube ich bei 5 oder 7 Tagen.

    Da haette ich eine Frage : Ist die Editierzeit auch für die Sim off der Gentes länger oder nur für die Mods der Provinzen /Mutterland?


    Ich hatte nichts dagegen, Varenus als Vorbild hingestellt zu bekommen. Er war ja wirklich viel erfahrener und auch älter.

    Der wechselte nun geschickt das Thema, von Varenus zu Vinum.


    Die Frage von Severus Augustus nach meinen geschäftlichen Erfahrungen... ... Wie formulierte ich das am besten?

    Erfahrungen hatte ich schon, nur nicht so sehr auf diesem Gebiet. Und wenn: Dann als Geprellter.


    Die Hetäre Thalia in Athen hatte mich ausgenommen, und meine Ziehmutter Campania hatte nicht nur ihr, sondern auch mein Vermögen in windige Geschäfte gesteckt; ab und zu war ich der Strohmann für Leute gewesen, die aus verschiedenen Gründen nicht spekulieren durften...doch das war alles nichts, was man einem KAISER während eines offiziellen Anlasses ERZÄHLEN KONNTE.


    " Mit Geschäften habe ich wenig Erfahrung, Augustus", erwiderte ich: "Ich war die letzten Jahre auf Reisen im Osten: Athen, Sparta und Alexandria, um meine philosophischen Studien zu vollenden."

    Nun schaute ich Ravilla genauer an; der Name sagte mir nichts, weil ich mir Namen nicht merken konnte; aber sein Gesicht schon.


    Ravillas Annahmen über die Arbeit in der Kanzlei und Florus Beschreibung seiner Position brachten auch mich zum Lachen, weil beides so klang, als wären wir von einem Heer von Günstlingen umwabert, das nur darauf wartete, dass Florus dem Augustus eine Erhebung ins Ohr flüsterte, während ich bereits den Griffel spitzte, um seinen Vorschlag flugs offiziell zu machen.


    Ich wäre gerne darauf herumgeritten, ließ es aber, weil ich fürchtete, Ravilla, den ich ja nicht kannte, würde das ernst nehmen.

    Das hier war Roma, nicht Alexandria, wo die Leute für einen guten Witz ihre Großmutter verkauften.


    "Ich komme aus Parthenope bei Neapolis, verglichen mit deinem Caeserea allerdings nur einen Katzensprung von der Urbs entfernt, Seius Ravilla.", erwiderte ich:

    "Den Caesar Augustus kannst du ruhig preisen - ich tu den ganzen Tag nichts anderes in meiner mausoleengleichen Atmosphäre.

    Während Annaeus Florus Minor wie eine Parze die Fäden spinnt.....doch auch du warst schon einmal in den Palatin geladen, nicht wahr? Doros hat dir die Einladung in die Taverna Apicia gebracht. "


    Doros war Kanzleibote und wie manche Liberti von hochgestellten Männern recht schnöselig. Ravillas Auftreten, seine Großzügigkeit und der anmutige persische Sklave, der da irgendwo herumgewuselt war, hatten ihn jedoch angemessen beeindruckt, zumindest hatte er davon geschwärmt.



    "Ich bin derjenige, der schon vor dir weiß, wohin dich dein Weg führt, da ich vermutlich die Urkunde dafür ausstellen werde.", sagte ich halb scherzhaft, halb im Ernst: "Primicerius ab Epistulis, und wenn sehr viel Wasser den Tiber heruntergeflossen ist, dann vielleicht eines Tages Praetor. Ich freue mich, dich kennen zu lernen, Seius Ravilla. Du kommst aus dem Osten sagtest du? Woher genau?"

    So schmuck wie der ganze Mann war, tippte ich auf die Provinz Syria und ihren unermesslichen Reichtum.

    Aber nicht etwa in oder um Aquae selbst? Diesen Ort kenne ich ein wenig. Die Weite des Landes und die Ruhe vermisse ich schon manchmal, aber ich weiss nicht, ob das wirklich an Germania liegt, oder an meiner Herkunft. Ich wuchs auf unserem riesigen Landgut in der Nähe von Mantua auf. Das kann manchmal auch ganz schön ländlich sein.

    Dann merkte ich, dass Valeria Maximilla auch noch eine andere Frage gestellt hatte.

    Ja, die Legio II Germanica, wo ich diente, ist in Mogontiacum stationiert. Daher war dies eigentlich hauptsächlich mein Zuhause.


    Gleichzeitig bemerkte ich aber auch sehr wohl, dass Furius Saturninus immer wieder interessiert zu Maximilla blickte. Dies sorgte in meinem Inneren für ein erheitertes Lächeln. Je länger ich dem Spiel zusah, umso mehr musste ich mich bemühen, nicht laut zu lachen, denn natürlich wusste ich etwas, was der Gesprächspartner nicht wissen konnte.


    Also beobachtete ich einfach weiter.

    Mogontiacum war mir ein Begriff, von einer Civitas Aquensis hatte ich noch nie gehört. Vielleicht hätte ich anstatt in den Osten in den Norden reisen sollen.

    Ich dachte mir gerade, Iulia Stella ein wenig über die Maximilla auszufragen, da...


    Dann war es soweit und sie würden zum Opfer übergehen. Serapio fragte sie ob sie bereit wäre und Valentina nickte wortlos. Seine Hände in den Ihren waren so kalt, dass sie fürchtete er würde doch noch bereuen sie zur Frau nehmen zu wollen. Sie wusste welche Bürde er mit der Hochzeit auf sich nahm und war ihm dennoch in Liebe verbunden. Doch sah er das auch immer noch so? Zum Glück musste sie sich nur kurz Sorgen machen, denn schon rief ihr Zukünftiger die Gäste dazu auf, ihnen zu folgen. Seine Hand in der Ihren haltend, drückte sie Serapios Finger leicht zusammen und wollte ihm so Halt signalisieren. Sie würden das zusammen schon schaffen.

    Draußen angekommen überblickte die Braut die auch hier festlich geschmückte Szenerie. Es fühlte sich wirklich an wie in einem Traum. Hoffentlich wachte sie nicht auf, bevor sie endlich verheiratet war.

    wurden wir von unserem Gastgeber gerufen, zum Opfer zu folgen. Ich reihte mich ein in den Zug, wünschte im Herzen dem Brautpaar Segen und dachte, dass diese Szene doch stark auf die jungen unverheirateten Damen wirken musste.

    Serapio und Valentina Hand in Hand; rührend war es und absolut staatstragend; ich war mir sicher, dass die Gottheit ihrem Bund zustimmen würde.

    Ich hatte noch nie jemanden mit solcher Eleganz ein Ei verspeisen sehen wie den Gast. Also holte ich mir auch eines der gefüllten Eier, beschmutzte mir jedoch die Finger und winkte eine der Sklavin zu mir, die eine Schale mit Zitronenwasser trug, in der ich meine Hände säuberte.

    Da ich immer noch in Florus' Nähe stand, hörte ich dann auch mit , dass der Eiergenießer aus der Gens Seia stammte, die in Caesarea (welches auch immer?) lebte. Noch mehr jwd, janz weit draußen, ging wohl nicht.

    Es war immer wieder interessant für mich, wie viele Tagereisen von Roma entfernt man auf Römer und römische Städte traf, für mich ein Beweis dafür, wie huldreich die Götter unser Geschlecht gesegnet und uns die Herrschaft über den orbis terrarum, den Erdkreis, verliehen hatten.

    "Dein Gedächtnis ist beeindruckend, Caesar Augustus, ich bin der Primicerius ab Epistulis, richtig. Ich bin sehr erfreut, dich kennen zu lernen."

    Ich war nur ein kleines Rädchen in der machina der Kanzlei und keinesfalls jemanden, an den sich der Kaiser erinnern musste, daher waren meine Worte nur teilweise geschmeichelt:

    Es ist mir eine Ehre, dir und damit der Patria zu dienen.", fuhr ich fort: "Die Arbeit sagt mir zu, und es wäre eine ebenso große Ehre, dich öfter in unserer Abteilung zu begrüßen." Tatsächlich waren unsere Schreiber und Notare integre, tüchtige Leute, bei denen man jederzeit über die Schulter schauen konnte, ohne etwas Nachteiliges zu entdecken.


    Ich vernahm gerne Berichte aus fernen Provinzen, und daher hörte ich bei dem gerne zu, was Florus Minor und die jungen Damen zu bereden hatten. Eine Sache war es, Tacitus zu lesen, eine andere, Informationen aus erster Hand zu bekommen.

    Überhaupt gefielen mir beide junge Frauen gut, und nun, da die anmutige Iulia Stella verlobt war, konzentrierte ich mich ein wenig mehr auf die Valeria.

    Trotz ihrer Jugend wirkte sie sehr sachlich, so gar nicht bemüht, der Männerwelt zu gefallen. Das erstaunte mich bei einem so jungen Mädchen.

    Als sie Germania erwähnten, fiel mir auch ein, wer sie sein musste, nämlich die Cousine von Tiberius Valerius Flaccus. Ich hatte sie bei meinen Besuchen nie zu Gesicht bekommen, doch natürlich gemerkt, dass neuerdings ein weibliches Wesen die Casa Valeria bewohnte: Deckchen und Kissen überall, ein Webstuhl im Peristyl und so weiter.

    Das das Mädchen eine Valeria war, machte die Sache interessant. Ob sie schon Heiratsanträge hatte? Ich lächelte ihr also jedesmal zu, wenn sie in meine Richtung blickte.

    "Ich erinnere mich an deine Bestallungsurkunde zum Primicerius a libellis.", sagte ich. Das war der Vorteil, der ab epistulis zu sein, beziehungsweise, dass wäre ein Vorteil gewesen, hätte ich das exzellente Gedächtnis eines Nomenclators besessen: Nahezu alle Urkunden und kaiserliche Briefe gingen über meine Abteilung. Doch was Namen betraf, war meine Merkfähigkeit höchstens rudimentär:

    "Ich freue mich, dich kennen zu lernen. Bestimmt kennst du....", begann ich eine höfliche Erwiderung, als Titus Decimus Varenus zum Caesar Augustus ging, ihn auf mich aufmerksam machte und mich herbeiwinkte.


    Ich erstarrte etwas, während ich mich auf die Gruppe zubewegte. Ambitioniert war ich wohl, doch ich hatte mich zurückgehalten, bis mir entweder etwas Geistreiches oder etwas sachlich Fundiertes zu einem Thema einfallen wollte. Jetzt hatte mich der Primicerius A Libellis ins kalte Wasser geworfen.

    "Salve Caesar Augustus", sagte ich.

    "Auch dir der Segen des Ianus", sagte ich und grinste, da meine Begrüßung mit Ovids Worten fast zeitgleich mit dem Ende des alten und dem Beginn des neuen Jahres zusammengefallen war. So kam die verehrte Iulia Stella zu doppelter Schmeichelei. Und schon kam ein annaeischer Sklave mit dem traditionellen Geschenk - einem Säckchen Münzen, auf dass sie mir im neuen Jahr nicht ausgehen mochten!:

    "BONUM ANNUM NOVUM FAUSTUM FELICEM!

    Ich schaute mich um nach weiteren bekannten Gesichtern. Wer mir ins Auge fiel, waren zwei Männer, der eine schlicht mit einem gestutzten Bart, wie er jetzt in Mode kommen zu schien (Ich hielt ihn eher etwas für griechische Philosophen) und der andere irgendwie orientalisch, obwohl er eindeutig ein Römer war; vielleicht lag es auch an seinem persischen? parthischen? skythischen? Sklaven, der die ganze Anmut des Orients zu verkörperte.

    Ich wusste, dass mein neuer Bekannter Florus, den ich von der Hochzeit des Serapios mit Valentina kannte, eine Festlichkeit ausrichten würde, das neue Jahr zu begrüßen. So kam ich mit meinem Leibsklaven Diocles, hieß ihn, bei den anderen Dienern zu warten (zweifelsohne würde für sie gesorgt werden.) und schaute mich um. Die Casa war mit Girlanden geschmückt, und schon viele fröhliche Menschen waren unterwegs. Auch ich fühlte mich beschwingt, schon weil ich keine Toga trug, sondern zwar elegante, aber eher legere griechische Kleidung, und ich hob die Hand:

    "Salve Florus Minor, dir ein gutes Neues Jahr und den Segen der Götter!", sagte ich.

    Dann sah ich auch Iulia Stella, die liebliche Verlobte des Gastgebers und sprach:
    "Ovid schreibt, dass man schöne Frauen am Morgen loben soll, aber ich finde, das sollte man durchaus auch am Abend tun, wenn Schönheit und Tugend sich in der Gastgeberin vereinen."

    Das war einfach eine höfliche Artigkeit an die Adresse der jungen Dame gerichtet. Beide, Florus und die Iulia schienen mir Götter des Glücks, es war nicht zu übersehen, wie glücklich sie miteinander waren.

    Ich sah die beiden Damen, die uns nun grüßten, mit einem höflichen Lächeln an:

    "Iulia Stella, sehr angenehm; Valeria Maximilla, sehr angenehm.", sagte ich, als ich vorgestellt wurde: " Ich sprach schon zu Annaeus Florus Minor, dass er ohne Zweifel ein beneidenswerter Mann ist."

    Die Größere von Beiden war Iulia Stella, die Verlobte des Annaeus, die ich nun von Nahem sah, und die genauso hübsch und anmutig war wie aus der Ferne.

    Die Kleinere mit den braunen Augen war eine Valeria, vermutlich eine Verwandte von Tiberius Valerius Flaccus, aber ich hatte sie noch nie gesehen. Doch da ich ihren Verwandten nicht in ihrer Nähe erblickte, sprach ich nicht weiter mit ihr, denn sie war noch ein junges Mädchen, keine Matrona und keine Braut:

    "Sehr interessant, was Florus über Mogontiacum erzählt, was ja ein richtiges Rom im Kleinen zu werden scheint.", sagte ich.

    Ich hatte das deutliche Gefühl, dass sich Valeria Maximilla für Germanien interessierte.

    Oha, da hatte er mich. So tief versunken im Bacchusdienst konnte ich gar nicht sein, dass ich nicht merkte, dass der Boden rutschig wurde wie in der Nähe des Heißwasserbeckens in den Agrippathermen. Mein Freund Tiberius war eine Koryphäe unseres Rechtes, und ich würde mich nicht in Nesseln setzen wollen, indem ich mich verrannte:

    "Als Laie gesprochen:", nuschelte ich:

    "Noch für Sokrates waren individuelle Moral und Recht dasselbe: Ein Verstoß gegen Recht ist dann immer auch unanständig.

    Die ideale Welt wäre, dass Regierung und Bürger sozusagen eines sind. Aber wir wissen, dass es spätestens seit den ersten Bürgerkriegen nicht so ist, sondern dass Moral und Recht ganz weit auseinanderfallen können. Ein Beispiel: Die Proskriptionslisten Sullas."

    Absichtlich erwähnte ich nicht die Listen aus der neueren Geschichte:

    "Dennoch sollte Recht eine moralische Basis haben. Doch wie gesagt bin ich ein blutiger Laie, daher wäre es mir ein großes Vergnügen, deine geschätzte Ansicht zu diesem Thema zu hören."



    Varenus lauschte gespannt die Motivationsrede vom Augustus. Kurz und bündig, jedoch vollkommen aussagekräftig. Besonders die letzte Aussage gefiel ihm am besten. Daraufhin erhob Varenus ein gefüllten Becher Wein.


    Der Augustus wusste also wie er seine Beamten bei Laune halten konnte. Anders als es Palma war. Dieser hatte sich kaum darum geschert irgendwelche Weinorgien abzuhalten. Fand das Treiben am Palatin fast unnütz. Ein Langweiler eben. Nun gut. Varenus nahm sich ein paar Trauben, schlang sie hinunter und ging zu ihm bisher unbekannten Kollegen Furius. "Salve, und ein wenig nervös, so nah beim Augustus zu sein?", sagte er mit einem Lächeln im Gesicht.

    Ich war froh, dass mich jemand ansprach - vom würdig-aber-freundlich- dreinschauen schmerzten schon etwas meine Mundwinkel. Erleichtert erwiderte ich das Lächeln.

    "Salve - o ja.", gestand ich: "Ich bin nervös. Du scheinst dagegen sehr routiniert dabei zu sein. Mein Name ist Aulus Furius Saturninus, ich bin der Primicerius ab Epistulis."

    Ich wartete darauf, dass er mir sagte, wer er war.

    Die Lyraspielerin umrahmte die stattfindenden Gespräche mit Melodiefolgen, die Wasserplätschern und Vogelgesang glichen. Wirklich sehr hübsch.