[Officium] Praefectus Urbi Herius Claudius Menecrates

  • Menecrates erwiderte den Gruß mit einem angedeuteten Kopfnicken. Er besaß Verständnis für das übermittelte Anliegen des Tribuns, trotzdem durchdachte er die möglichen Auswirkungen, denn er Akten, die wegen Brisanz gesperrt waren, zur Ansicht freigab oder sogar aushändigte. Er rieb sich die Stirn, fasste aber bald einen Entschluss.

    "Ich erledige das selbst", entgegnete er Gavius. Da diese Angelegenheit thematisch seine Planung inhaltlich streifte, erhob er sich. "Du kannst vorgehen und mich ankündigen."


    Menecrates wartete, bis Gavius das Officium verlassen hatte, dann trat er an einen mit Schloss gesicherten Schrank heran. Den Schlüssel trug er bei sich, es handelte sich um den einzigen. Einen Ersatzschlüssel gab es nicht. Er entsperrte den Verschluss, öffnete den Schrank und griff zielsicher eine der relevanten Akten. Es blieb nicht bei einer, bevor er alles sicherte und das Officium mit den Akten unter dem Arm verließ.

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  • Der Termin mit Decimus Serapio lag gerade erst hinter ihm und Menecrates hatte Platz genommen, als es klopfte. Er realisierte die turbulente Zeit nicht erst seit heute, aber sie verschärfte sich, je näher der Tag des Einsatzes rückte. Der Zeitpunkt für den Besucher erschien Menecrates trotzdem günstig, weil er noch etwas Zeit zur Verfügung hatte, bevor er in eine weitere Besprechung ging, und weil er noch keinen weiteren Vorgang zur Hand genommen hatten.

    Als sich die Tür öffnete und Optio Cerretanus eintrat, schossen dem Präfekten mehrere Gedanken durch den Kopf, die er weitgehend verwarf. Es gab nicht viele Erklärungen, warum der Optio noch einmal vorsprach. Wenn es sich nicht um eine Rückfrage zum Entscheid der Untersuchung handelte, bahnte sich womöglich eine neue Zusammenarbeit an. Menecrates lehnte sich zurück, verschränkte die Arme, wobei er eine Hand an das Kinn legte, und blickte erwartungsvoll.

    "Salve Optio Furius. Am besten die Tür schließen, Platz nehmen und auspacken." Er befand sich in guter Stimmung, weil die Unterredung mit dem Gardetribun nach Wunsch verlief.

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  • Cerretanus nahm Haltung an, entspannte sich aber.gleich wieder aufgrund der freundlichen Aufforderunf sich zu setzen und 'auszupacken'.

    " Salve, Praefect Danke Praefect."


    Rasch setzte sich der Furier und legte die Hände aneinander.

    " Praefect. Das Dilemma weswegen ich dich wieder belästigen muss ist jenes. Ich bin aufgrund deines Befehls nach Rom gekommen um zur Verfügung zu stehen was nun aber kein direkter Versetzungsbefehl zurück zu den Cohorten war. Demnach gehöre ich immer noch der Legion in Cappadokia an die aber aufgelöst wird. Du verstehst nun sicher womit ich ein Problem habe."

    Mit wenigen Worten hatte Cerretanus nun ausgepackt wie es der Claudier ausgedrückt hatte.

  • Menecrates' Blick wanderte während der Erklärung seines Gastes über dessen Antlitz und stellte fest, dass der Furier deutlich entspannter wirkte als zum Zeitpunkt der Anhörung. Nicht, dass sich der Präfekt über diese Tatsache wunderte, aber er erhielt erstmalig einen Eindruck von der unbefangenen Persönlichkeit. Als Furius endete, lehnte sich Menecrates nach vorn und stützte die Unterarme auf dem Tisch ab.

    "Das stimmt, einen Versetzungsbefehl zu den Cohorten beinhaltete mein Befehl nicht." Er dachte nach, während er Furius weiter beobachtete. Er betrachtete dabei weniger das Problem des Optio, als vielmehr die Chance für sich. "Ich könnte einen fähigen Optio gebrauchen. Wir stocken auf und ich suche auch Offiziere."

    Er breitete seine rechte Hand aus und fügte an: "Ein Wort und ich fordere dich offiziell für die Stadtkohorten an." Die Entscheidung lag beim Optio. Er würde sich nicht einarbeiten müssen, denn er kannte den Dienst, die Örtlichkeiten und einen Großteil der hier Stationierten. Genaugenommen konnte Menecrates aus dem Stand Einsätze mit ihm planen.

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  • Der Claudier ließ sich Zeit. Die hatte er auch denn die Angelegenheit weswegen der Furier hier war hatte für den Praefecten keine Priorität. Das Gesicht des Stadtkommandanten hüllte sich in Schweigen bis auf die Bestätigung dessen was Bestand des Gesprächs war. Dann herrschte wieder kurze Zeit Ruhe.

    Für Appius nicht unbedingt etwas dass ihn aus der Ruhe brachte.

    Die nächsten beiden Sätze waren überraschend, ersichtlich im Gesicht des Furiers.

    " Praefect. Ich stelle keine Ansprüche und äußere keine Wünsche. Der Kaiser, Rom und das Imoerium verfügt über jeden Soldaten und somit auch mir und egal wo bedarf besteht....ich werde jedenfalls dort hin gehen wohin man mich schickt. Natürlich ist das Angebot wieder Teil der Cohors Urbanae zu sein keine Überlegung wert." Appius nickte nur.

  • Ein treuer Soldat Roms ging immer dahin, wo er gebraucht oder hingeschickt wurde. Dem stimmte Menecrates innerlich zu, wobei zumindest er in früherer Zeit Vorlieben und Abneigung pflegte, was auf die heutige Zeit nicht mehr zutraf: Er hatte alles erreicht, was er erreichen wollte und befand sich genau dort, wo er sein wollte. Die Kombination aus militärischer Führung und Verwaltungsarbeit empfand er als ideal. Außer seinem Posten bot auch ein Amt als Legatus Augusti diese Kombination, aber Menecrates weilte am liebsten in Rom.

    "Natürlich ist das keine Überlegung wert", stimmte der Präfekt zu, als Cerretanus mit dieser Aussage schloss. Sein Mundwinkel ging ein Stück nach oben, was ein vielsagendes Schmunzeln produzierte. "Die Stadtkohorten sind einer höherwertige Einheit als eine Legion, was nur den Wert der Cohortes Urbanae beschreiben soll und keineswegs geringschätzig in Bezug auf die Legionen aufgefasst werden darf. Ich selbst habe mit Leib und Herz bei den Legionen gedient und vor Jahrzehnten einen mir freigestellten Wechsel zu den Prätorianern abgelehnt. Wird man berufen, hat man keine Wahl, aber du hattest heute auch eine, wie ich damals."


    Der Präfekt atmete einmal aus, dann griff er zu einer Wachstafel, notierte den Namen und das heutige Datum, bevor er ein Siegel eindrückte.

    "Ich habe Bedarf und gliedere dich erneut in meine Einheit ein. Die Formalitäten kläre ich. Für dich bleibt nur die Wiederholung des Schwurs auf die Standarten der Stadtkohorten. Halte dich bereit, wir planen einen Einsatz.

    Zugeteilt bis du Cohors XII, Centuria II, bei Fragen wende dich an Cornicularius Octavius. Ich für meinen Teil würde dich jetzt in die Aufnahme deines Dienstes entlassen. Optio Furius, du kannst wegtreten."


    Nachdem Cerretanus gegangen war, fertige Menecrates ein Schreiben an die ehemalige Einheit des Optio, um die Anforderung für seine Einheit zu besiegeln und den erforderlichen Formalitäten gerecht zu werden.

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  • " Das wollte ich so nicht ausdrücken, Praefekt. Schließlich sind die Legionen die Speerspitze des Teiches und auch die erste Linie die zur Verteidigung bereit stehen muss. Unter uns gesagt sehe ich hier ein klein wenig Ungerechtigkeit." Appius hatte die Stimme gesenkt als er den letzten Satz aussprach.

    " Die Leistungen die erbracht werden müssen von Seiten der Legionen ist bei weitem mehr als jene der Cohorten. Aber der Aufwand an Entschädigungen die dafür erbracht werden müssen.... " Damit beendete Appius.

    Er erhob sich, salutierte und verabschiedete sich als ihn der Praefect entließ.

    " Vale, Praefect "

  • Der Praefectus noch nicht anwesend, deshalb legte Octavius den Bericht von Cornicularius Purgitius Lurco, auf dessen Schreibtisch ab.


    Vernehmung des Gefangenen Didius Molliculus II

    durch Cornicularius Manius Purgitius Lurco


    Bezogen auf die Frage, ob der Gefangene einen Fischanhänger besitzt, bejahte dieser die Frage und zeigte dem Unterzeichner den Anhänger den der Gefangene immer noch um den Hals trug.



    Ferner wurde der Gefangene Didius gefragt, ob er das Erkennungszeichen - den Fisch - auf Papyrus zeichnen würde. Auch dieser Anfrage kam der Gefangene nach und zeichnete den Fisch für den Unterzeichner. Die Zeichnung liegt dem Bericht als Anlage bei.



    ANTE DIEM IV NON MAR DCCCLXXII A.U.C. (4.3.2022/119 n.Chr.)

    Cornicularius Manius Purgitius Lurco

    Cohortes Urbanae

    Zwölfte Kohorte

    dritte Zenturie

    siebtes Contubernium




    Anlage Fischzeichnung:


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  • Menecrates nickte zum Zeichen, dass es ihm zeitlich passte. "Schick ihn rein."

    Er legte die ausgebreiteten Wachstafeln übereinander und sah erwartungsvoll zur Tür.

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  • Lurco betrat das Officium des Praefectus Urbi und grüßte vorschriftsmäßig.

    "Salve Praefectus. Mein Werdegang ist Dir bekannt und heute suche ich Dich auf, um zu vermelden, dass ich die mir übertragene Aufgabe der Ausbildung der Tirones abgeschlossen habe. Ebenso melde ich, dass der Sondereinsatz von mir abgeschlossen wurde. Die Personenkontrolle am Tiber wurde vorgenommen. Es gab keine besonderen Vorkommnisse. In diesem Zusammenhang beantrage ich höflich meine Beförderung zum Centurio", erklärte Lurco.

  • Ein Nicken erwiderte den Gruß, dann hörte sich Menecrates das Anliegen an, hob die Brauen und senkte sie aber wieder, bevor er sprach.

    "Das ist ja schön, dass du höflich darum bittest, dein Vorgehen entspricht aber nicht den Gepflogenheiten." Für ein solches Gespräch musste sich der Praefectus vorbereiten, schließlich hatte er nicht alles im Kopf und auf Selbstaussagen wollte er sich nicht verlassen.

    "Ich werde dein Anliegen prüfen. Du kannst morgen zur zweiten Stunde in den Besprechungsraum kommen. Für heute kannst du wegtreten."

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  • Cornicularius Octavius legte eine Tabula auf den Schreibtisch des Praefectus Claudius.


    Folgende Rekruten haben ihre Ausbildung beendet:


    Numerius Patulcius Scaurus,

    Iullus Epidius Aquilinus,

    Cossus Cloelius Marathus,

    Numerius Mettius Toxotius.

    Caius Furius Merula,

    Nero Obsidius Albinus,


    Ausbilder:

    Cornicularius

    Faustus Octavius Frugi


    Rom den,

    KAL MAI MMDCCLXXV A.U.C. (1.Mai 2022)


  • Mit dem Einsatzprotokoll warte Frugi auf den Praefectus. Bestimmt wollte dieser, so wie er ihn kannte, außerdem von ihm einen mündlichen Bericht.


    Bericht zum Einsatzbefehl IV - Spezialeinsatz - Zugriff Tiberbrücke

    vom: ANTE DIEM VII ID MAR MMDCCLXXV A.U.C.(9. März 2022)

    Einsatzleiter: Cornicularius Cohortes Urbanae Octavius Frugi

    Coh XI, Cent II Optio Furius Cerretanu


    Vorort: Tiberbrücke wurden verdächtige Gestalten belauscht, welche
    vereinbarten sich am Porticus Octaviae einzufinden.

    Octavius gab den Befehl sie dorthin zu verfolgen, um sie so auf frischer Tat zu beobachten.

    Beim Porticus Octaviae wurden die Verdächtigen weiträumig umstellt und teilte dem dort anwesendem dritten Verdächtigen mit, er würde mit seiner Gruppe zum Kapitol gehen, um Iuppiter einen Besuch ab zustatten.

    Indes versah einer die Tempeltüre mit Text: GOTT IST DER EINZIG WAHRE HERR!

    Der Zweite leerte dort oben einen Sack mit Vogelköpfe. (diese werden als Beweismittel im Carcer aufbewahrt.)


    Optio Furius bekam den Auftrag die zweite Gruppe zu verfolgen und zu stellen. Ihm wurden die Coh XI, Cent II und eine durch Geräusche aufmerksam gemachte Gruppe unter Vigil Teres von der VI. Kohorte der Stadtvigiles wurden ihm als Unterstützung zugeteilt.


    Den drei Verdächtigen am Porticus Octaviae wurde befohlen sich zu ergeben, Sufenas und Pinus, folgten der Aufforderung.

    Der dritte Dento beschimpfte diese als Feiglinge. Setzte sich selber wiederholte Male zu Wehr und griff an. Er wurde nach wiederholter Aufforderung sich zu ergeben, gewaltsam festgenommen.


    Cornicularius Octavius Frugi


  • Ein Bote ließ dem Praefectus Urbi folgendes Schreiben auf den Tisch legen:


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    Praefectus Praetorio C. Heius Vibulanus grüßt Praefectus Urbi H. Claudius Menecrates.


    Wie bekannt, befahl der Kaiser die Aufstockung der Cohortes Praetoriae. Folgende Unteroffiziere deiner Truppe wurden für würdig befunden, in den Reihen der kaiserlichen Garde Dienst zu tun.


    Hiermit fordere ich an:


    Cornicularius Manius Purgitius Lurco

    Optio Valetudinarii Sisenna Iunius Scato


    Vale


    C. Heius Vibulanus

    Praefectus Praetorio


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  • Stilo brachte das gewünschte Schreiben persönlich beim Officium des Praefectus Urbi vorbei und gab es in die Hände von dessen Cornicularius. So würde es bald seinen Weg auf den Schreibtisch von Herius Claudius Menecrates gefunden haben.


    Leider konnte er den Namen des Eudoxus diesmal nicht "vergessen", wie er das in mündlichen Gesprächen gern mal tat, ohne sich angreifbar zu machen. Und so viel Ärger ... für ihr gemeinsames Spiel ... das zwickte ein wenig, aber er wusste, was er tun musste. Ein Verräter war Stilo nicht, nur eine Spielernatur.


    Das Schreiben war versiegelt und mit dem Zusatz "persönlich" versehen, so dass allein der Praefectus Urbi in persona dazu befugt war, es zu öffnen.



    Persönlich!

    Praefectus Urbi

    Herius Claudius Menecrates



    Zwischenergebnis der Befragungen im Fall "Zugriff in der Casa Didia"



    Salve Praefectus Claudius,


    im Folgenden gebe ich dir eine Auflistung der Personen, die in der Casa Didia angetroffen wurden samt deren momentanen Aufenthaltsort, ihrem Stand und dem eventuellen Vorhandensein eines Fischanhängers:



    Person
    AufenthaltsortStandFischanhänger
    ja/nein
    Gaius Trebatius CalvusCarcer CP
    Doppelzelle CP II
    Civis
    ja (Link)
    Trebatia Caeca
    Carcer CP
    Doppelzelle CP II
    Civisja (Link)
    EudoxusCarcer CP
    Einzelzelle CP-I
    Peregrinusja (Link)
    TheognisCarcer CP
    Einzelzelle CP III
    Servusja (Link)


    Bei Fragen stehe ich zur Verfügung.



    Optio Sisenna Seius Stilo

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