Aemilius Magnus beeindruckte mic h mit seinen Worten. Ob sie ehrlich gemeint waren wusste ich nicht. Die offene Reaktion von Amytis beeindruckte mich ebenfalls. Sie sprach nun wie ein freier Bürger - was sie formal auch war.
Gerade, als ich mich zu beiden äußern wollte, sprach mich ein Mann an. "Bist du Aulus Iunius Tacitus? Der als Gesandter des serischen Kaisers unserem Kaiser geschrieben hat?" Ich betrachtete den Mann nun genauer. Gepflegte Tunika, gute Schuhe, der Gürtel eines Veteranen, graue Haare. Und eine Transporttasche aus gutem Leder. "Ja, der bin ich," entgegnete ich knapp. Er griff in die Transporttasche und zog eine Wachstafel hervor, die mit dem kaiserlichen Siegel verschlossen war. "Ist hiermit zugestellt. Vale." Ich nahm die Wachstafel an und öffnete sie, während der Mann seiner Wege zog.
Nachdem ich den Inhalt der Wachstafel gelesen hatte, wendete ich mich zuerst an Amytis. "Die Audienz ist auf längere Zeit verschoben. Das heißt, dass ich deine Dienste erst einmal nicht mehr benötige. Ich danke dir für deine Hilfe und würde sehr gerne wieder auf Dienste zurückkommen, wenn ich einen Termin für die Audienz habe." Dann blickte ich Aemilius Magnus an und dann wieder Amytis. "Aemilius, Amytis, vielleicht kann ich einen Kompromiss für euch beide herstellen. Wenn du Amytis zunächst eine Arbeit gibst und sie vorerst in der Domus Iunia wohnen kann, würdet ihr feststellen können, ob es zwischen euch harmoniert. Wäre das für euch beide eine Lösung?"